So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...
Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Katzen hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo und guten Tag, im Juni bekamen wir vom Labor die Ergebnisse

Kundenfrage

Hallo und guten Tag,
im Juni bekamen wir vom Labor die Ergebnisse von unserem Katzenmädchen mit der Diagnose Eosinophilie. Nach einer Injektion mit Kortison, die drei Tage wirken sollte, bekam sie Tabletten die Kortisonhaltig waren. Bis heute bemerken wir keine Veränderung des Krankheitsbildes. Sie kratzt und putzt sich noch immer ununterbrochen und bekommt Ausschläge und Pusteln in beiden Ohren. Was können wir noch tun um ihr zu helfen? Eine Behandlung mit Omega3 Fettsäuren hat auch nicht angeschlagen.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

folgende Ursachen kommen u.a. in Frage:

-Hautparasiten (v.a. Milben, seltener Läuse, Haarlinge (man sieht viele kleine "Schuppen"); Diagnose durch Hautgeschabsel (mikroskopische Untersuchung von ein wenig mit Skalpell abgeschabter oberer Hautschicht) oder "diagnostische Therapie" z. B. mit stronghold (pfizer) oder advocate (Bayer), wirken gegen Milben

-bakterielle (oft eitrige stinkende) Hautentzündungen (oft Antibiose erforderlich)

 

Gerade wenn Cortison nicht hilft, spricht dies für Erreger (Parasiten, Pilz, Bakterien ) als Hauptursache. Bei Pusteln sind oft Bakterien eine Hauptursache (beste Diagnose durch Abstrich und Untersuchung auf Bakterien mit Resistenztest; evtl. auch probeweise Gabe eines Breitband-Antibiotikums z.B. Amoxicillin mit Clavulansäure

 

Weitere Juckreizursachen:

-Allergie (Pflanzen etc.), es gibt Bluttests zur Diagnose, evtl. spätere Hyposensibilisierung durch Injektionen, hier hilft Cortison normalerweise

- Futtermittelallergie, kann Kontaktallergie verstärken

- Autoimmunerkrankungen (sehr selten)

-Hautpilz (Abstrich, meist nicht so starker Juckreiz, aber falls sekundär Bakterien dazukommen schon)

- Stoffwechsel- oder Organkrankheiten (entsprechende weitere Symptome, evtl. Blutuntersuchung machen lassen)

 

Als erstes würde ich baldmöglichst zunächst auf Hautparasiten untersuchen bzw. behandeln lassen. Außerdem bitte die Analbeutel kontrollieren lassen (Angestautes Sekret kann in manchen Fällen eine Allergie verstärken)

 

Unterstützend könnten folgende Maßnahmen helfen:

-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma), auf besonders wunde Stellen Vunoplant (Plantavet)

-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von 2x tgl. Sulfur D6 unterstützen, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein (v.a. bei Allergie).

Bewährt hat sich bei Juckreiz das Mittel Cardiospermum D3 3x täglich

(5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit etwas Wasser mit Spritze ins Maul geben), Silicea D6 3x 1Tablette ist oft gut bei Haarausfall,

Die genaue Mittelwahl richtet sich aber nach der homöopathischen Anamnese. Suchen Sie sich bitte vor Ort (Gelbe Seiten, auch online) einen homöopathisch arbeitenden Tierarzt vor Ort.

 

-Futterumstellung: zur Senkung der Reizschwelle, haben Sie ja schon teilweise versucht,

--Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten (z.B. Pferdefleisch)

--gut ist oft auch das Futter zd-ultra allergeren-free der Firma Hills)

--8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)

-Zur Unterstützung des Hautstoffwechsels außerdem ein Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer, nicht bei Diät!) für 4 Wochen

-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt) geben.

 

-Futtermittelallergien können grundsätzlich in jedem Alter auftreten, am häufigsten sind hier allerdings jüngere Katzen betroffen. Die in Deutschland häufigsten Allergene bei Katzen sind Rind, Milch und Milchprodukte sowie auch schon bestimmte Fischsorten (Quelle: Kleintiermedizin Heft 11/12, 2006)

Wichtig ist, der Katze 2 Monate etwas zu füttern, was sie bisher noch nie gefressen hat (allmählicher Futterwechsel innerhalb von ein paar Tagen) Außerdem sind Katzen manchmal sehr wählerisch, sodaß man manchmal im selben Fleischbereich bleiben muss, dann :

-Truthahn, Strauß oder Wassergeflügel statt Huhn, falls die Katze nur Geflügel frißt

-Pferdefleisch, falls die Katze nur Säugetierfleisch frisst

-als Kohlehydratquelle wird oft gern auch Kürbis genommen , ansonsten Reis oder Kartoffel statt Getreide.

Das Antihistaminikum Peritol (humanmedizinisches Präparat) regt den Appetit an, falls die Diät nicht gefressen wird. (Dosierung: je nach Größe der Katze 2 x täglich 1/2 bis 1 Tablette)

Falls Erfolg mit der Diät: Zufütterung einzelner neuer Komponenten, um zu sehen worauf die Katze reagiert

 

Ich würde auf jeden Fall beim Blut auch die Schilddrüsenwerte mitkontrollieren (vielleicht schon erfolgt?), bei der Haut sollte man auf Pilzerkrankungen (Schuppen, roter Rand?) und hier insbesondere auch auf Mallassezien untersuchen.

 

Grundsätzlich wird bei der Katze fast immer zuerst auf Parasiten untersucht oder behandelt.

Zur Parasitenbehandlung wird oft stronghold verwendet. Auf die Hautstellen könnte man auch Surolan oder Panolog (enthalten Antibiotikum und Pilzmittel sowie Cortison) auftragen. Vorher unbedingt freischeren.

 

 

Evtl. könnte man das Mittel CiclosporinA (Atopica, Novartis, Dosierung bei Katzen 5-8 mg/kg Körpergewicht) versuchen, dieses Mittel ist aber offiziell nur für Hunde zugelassen. Dies würde ich aber nur als letzte Möglichkeit versuchen. ´Bitte besprechen Sie den Einsatz ggf. mit Ihrem Tierarzt, das Medikament gibt es auch nur beim Tierarzt.

 

Außer den Homöopathika gibt es alle angegeben Medikamente nur beim Tierarzt.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

 

Udo Kind

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Herr Dr. Kind,

einen Pilzabstrich wurde schon vor der Blutuntersuchung gemacht, mit negativen Befund. Eine Diät erscheint uns sehr schwierig da wir 4 Main Coon Katzen besitzen. Das Alter beträgt, auch von der erkrankten Katze, 7 Jahre. Surolan wurde auch schon eingesetzt, mit dem Ergebnis, daß das Fell total fettig wurde und sie sich noch mehr putzen musste. Desweiteren möchte ich noch erwähnen, das es sich nicht um Freigänger handelt, sie haben nur Zutritt auf unsere eingezäunte Terasse.

Was uns auch wundert, sie putzt sich am ganzen Körper, aber sichtbare Wunden sind nur die oft blutigen Stellen im Ohr.

MfG

H. Krähling

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

waren bei der Blutuntersuchung irgendwelche Organwerte (insbesondere Schildrüse) verändert?

Man könnte versuchen an die kratzende Pfote einen Socken anzuziehen (dann sind keine Verletzungen mehr möglich), sonst möglichst Halskrause, damit die Wunden einmal abheilen können. (möglicherweise kratzt sich die Katze auch immer wieder auf, weil es währnd der Heilung juckt).

 

Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma), auf besonders wunde Stellen Vunoplant (Plantavet) (enthält Calendula, Johanniskraut, Kamille, Hamamelis und Lebertran und fördert die Wundheilung; )

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag Hr.Dr.Kind,

Nach Aussage unserer Tierärztin waren alle Organwerte in Ordnung. Abweichend waren die Werte: Natrium (ISE) 159+

Triglyceride 184+

Neutrophile 24-

Stabkernige 8+

Lymphozyten 43+

Eosinophile 22+

MfG

H. Krähling

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

wissen Sie auch die Absolutwerte der Eosinophilen, der Lymphozyten und der Neutrophilen? Schilddrüse war demnach in Ordnung?

 

Da Sinnvollste aus meiner Sicht wäre noch mal eine gründliche Untersuchung auf Parasiten und Bakterien (mit Resistenztest). Behandlungsvorschläge siehe erste Antwort.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

 

PS bin vom 28.-30.8. nicht am PC

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

wollte ihnen hier die Laborwerte zum besseren Verständnis schicken. Funktioniert technich leider nicht, habe sie Ihnen deshalb auf Ihre E- Mail Adresse geschickt.

LG

H.Kraehling

 

 

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

eigentlich liegt gar keine wirkliche Eosinophilie (= zu viele eosinophile Granulozyten), die absolute Zahl liegt mit 1,94/nl im Normalbereich der bis 2,2 /nl reicht. (es liegt nur eine relative Eosinophilie vor, d.h der Anteil der eosinoph. Granulozyten am Gesamtblutbild ist erhöht, weil der Anteil der neutrophilen Granulozyten erniedrigt ist (= Neutropenie; 2, 82/nl, der Normalwert liegt im Bereich zwischwn 3,1 und 12,5/nl).

 

Eine Neutropenie kommt bei Katzen v.a. bei Knochenmarksinsuffizienz vor, diese wird relativ oft durch die Katzen-Virus-Infektionserkrankungen Leukose und FIV hervorgerufen. Wurde schon ein Katzeninfektionsprofil auf die immunsuppressiven Erkrankungen (FeLV, FIV und FIP) erstellt? Falls nicht, wäre es sinnvoll dies machen zu lassen. Bei diesen Erkrankungen ist die Anfälligkeit für banale Erreger deutlich erhöht, dies würde auch die Pusteln am Ohr erklären können.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

 

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag Herr Dr.Kind,

ich möchte mich noch einmal bei Ihnen melden, um Ihnen mitzuteilen, das ich Ihren Vorschlag, ein Hautgeschabsel vornehmen zu lassen, gefolgt bin. Das Ergebniss war tatsächlich ein bakterieller Infekt sowie Spuren von Hefepilzen.

Für Ihre Mühe möchte ich mich ganz herzlich bedanken und wünsche Ihnen alles Gute,vielleicht benötige ich ja noch einmal Ihre Hilfe.

Liebe Grüße H.Krähling

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

danke für die freundliche Rückmeldung & für´s Akzeptieren.

 

Alles Gute & noch einen schönen Sonntag,

 

Udo Kind