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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, seit 2 Jahren tritt bei meinem

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 2 Jahren tritt bei meinem 12-jährigen Kater oft nach Erbrechen eine Verkrampfung im Schlund- und Kehlkopfbereich auf, die unterschiedlich lange dauert (5- 15 Minuten). Außer dass ich ihm das Mäulchen aufmache, damit er besser Luft bekommt, weiß ich mir nicht zu helfen. Können Sie mir bitte einen Rat geben, da mein Tierarzt damit auch keine Erfahrung bei Katzen hat.

Mit bestem Dank und
freundlichen Grüßen,
Teodora Ungureanu
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

wie oft muß Ihr Kater denn erbrechen?

Falls es öfter als 1x pro Woche ist, sollte der Grund des Erbrechens abgeklät werden.

 

Erbrechen hat meistens eine der folgenden Ursachen:

 

-ungewohntes, unverträgliches oder zu kaltes Futter

- (Futtermittel-)vergiftungen (auch durch Anknabbern von Pflanzen ec.), bei Freigängern Giftaufnahme draußen (eher selten)

- Haarballen, insbesondere bei Langhaarkatzen

 

- Infektion, Entzündungen der Magenschleimhaut (Ursachen: meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad, auch Giardien (einzellige Parasiten) wären möglich, bitte Kot untersuchen lassen, aber auch Futterunvertäglichkeit wäre denkbar

 

-Organerkrankungen

-- Nierenerkrankung (meist ist dann der höhere Durst auffällig) Kann Ihre Katze immer Urin normal absetzten? (auch ein Harnstau durch Harngries -häufiger bei Katern- kann zu Erbrechen führen

-- Lebererkrankung (evtl. gelbliche Schleimhäute, oft sehr müde)

-- relativ häufig Überfunktion der Schilddrüse (oft sehr schneller pochender Herzschlag auffällig, Tiere oft "aufgedreht", Heißhunger und trotzdem Abmagerung), v.a. ältere Katzen,

-- seltener Diabetes (hoher Durst, Abmagerung)

- - Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)

 

-Magen-/Darmgeschwüre oder Tumore

-auch Herzerkrankungen (u.a. durch Rückstau zur Leber) sind möglich, eher bei älteren Tieren

 

-Hals und Rachenentzündungen, Erbrechen erfolgt in diesem Fall durch den Reiz im Rachen. Kann Ihre Katze normal schlucken? Auch Veränderungen der Speiseröhre z.B durch Fremdkörper sind möglich und könnten die Verkrampfung bewirken.

 

Bei Fortbestehen des Erbrechens und Krampfens wäre neben einer Rachenadspektion und einer Blutuntersuchung evtl. auch eine Röntgenaufnahmen/Ultraschall des Magens, sowie auch eine Endoskopie der Speiseröhre und des Magens (mit Gewebeprobe) erforderlich.

 

12 Stunden würde ich zunächst kein Futter geben (Beruhigung des Magen-Darmtraktes). Bitte füttern Sie dann ein leicht verdauliches Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen. Später erwärmtes Feuchtfutter in kleinen Portionen zuteilen. Falls kein Erbrechen mehr: allmählicher Übergang zu Normalfutter. Einen Überblick über Magen-Darm-Diäten finden Sie hier: http://www.tierarzt24.de/category/5966-magendarm.aspx

 

Bei manchen Katzen, die große Brocken runterschlucken und schon eine Speiseröhren- oder Magenschleimhautreizung haben reicht die mechanische Reizung der Schleimhaut durch Trockenfutter aus, um die leichte Entzündung zu unterhalten. Daher würde ich Trockenfutter entweder in warmes Wasser einweichen (wird dann allerdings von manchen Katzen leider nicht mehr genommen oder für 2- 3 Monate weglassen und nur Feuchtfutter füttern.

 

Falls Haare eine (Mit-)ursache sind: Malzpaste (z.B. Catlax), Katzengras (weiches Gras, hartes Gras kann die Magenschleimhaut reizen)

 

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit 1 Tl. Katzenmilch ins Maul geben)

 

Sehr hilfreich ist oft die Gabe von Ulcogant (20-40mg/kg, für eine 4kg-Katze also 0,4-0,8ml 2-3x täglich; schützt die Schleimhaut durch Bildung eines Schutzfilms und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt). Mittelfristig wäre im Anschluß die Gabe von 1 Teelöffel Heilerde zum Futter sinnvoll.

 

Gegen häufigen Brechreiz kann man Metoclopramid (MCP, Paspertin) geben (0,2mg/kg 2-3x täglich), dann aber bitte baldmöglichst Abklärung der Ursache

 

Gegen das Krampfen könnte man versuchen, die Katze mit Bachblüten-Rescuetropfen sowie Feliway-Wohlfühl-Pheromonspray zu beruhigen. Im Extremfall könnte man evtl. auch ein Asthmaspray für den Rachen verwenden (habe ich aber auch keine Erfahrung mit, bitte bei Bedarf in einer größeren Tierklinik nachfragen).

 

Viel Glück!

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Kind,

vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort, aber sie war leider nicht hilfreich. Es geht nicht um das Erbrechen, sondern um das Verkrampfen.
Meine Katze bricht nicht oft - eher selten. Sie bricht vielleicht einmal im Monat Haarballen (trotz täglichen Bürstens) oder Magenflüssigkeit.
Katzengras kann ich ihr nicht geben, weil sie daraufhin sofort bricht.
Es geht mir nur um das Verkrampfen nach dem Erbrechen. Heute Nacht dachte ich sie erstickt, weil sie keine Luft mehr bekommen hat, nachdem sie ohne Würgen (ich dachte immer das Würgen ist zu anstrengend) einen kleinen Haarballen gebrochen hat. Dieses Phänomen ist genau vor 2 Jahren zum ersten Mal aufgetreten und es dauert immer unterschiedlich lange. Ich habe auch meinen Tierarzt nach Asthmaspray gefragt, aber er hat keine Erfahrung damit auch weiß ich nicht, wie eine Katze reagiert, wenn sie angesprüht wird. Ich könnte ihr profilaktisch Cortison-Tabletten geben, meinte der Tierarzt.

Mit freundlichen Grüßen,
Teodora Ungureanu
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

wenn das Erbrechen mit dem Krampf nur 1x im Monat auftritt, brauchen Sie die Ursachen in der Tat vermutlich nicht weiter abzuklären.

 

An Cortison (Prednisolon) hatte ich auch gedacht, allerdings ist dies für so selten auftretende Anfälle auch nur eine Notlösung. In manchen der Asthmaspray schreibe gleich weiter (Praxisfall)...

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

... in manchen der Sprays ist auch Cotison enthalten. Habe aber noch mal nachgelesen, wird bei Katzen für Akutfall nicht empfohlen, da es zu paradoxen Verschlimmerungen kommen kann. Eine Möglichkeit wäre, daß Sie im Anfall Corison selbst spritzen (subcutan oder in Muskel; müßte aber möglichst in den Muskel gegeben werden, damit es schnell wirkt).

 

Ich würde es erst mal mit feliway, Beruhigung und Rescuetropfen versuchen.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12819
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Kind,

vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort. Ich bin ganztags berufstätig und somit nicht leider nicht immer mit meiner Katze zusammen. Somit wird es schwierig mit dem Spritzen von Cortison und mit Rescuetropfen, die ich im Hause habe, die ich ja nur auf die Stirn träufeln kann, weil sie Alkohol enthalten. Wie schnell sie wirken, weiß ich auch nicht und auch der Feliway-Spray, den ich im Hause habe.
Ich habe schon Vieles durchdacht, aber nachdem heute Nacht der Verkrampfungsanfall so lange gedauert hat, dass ich dachte er erstickt, habe ich versucht, nochmal einen Rat einzuholen. Aber anscheinend gibt es da keine vernünftige Lösung, außer Cortison Tabletten. Mein Tierarzt hat 0,5 mg pro Tag empfohlen.
Trotzdem vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße aus Augsburg,
Teodora Ungureanu
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

in Anbetracht Ihrer langen Abwesenheit ist die Gabe von Prednisolon sicher sinnvoll.

 

Wenn es mit dieser niedrigen Dosis (0,5 mg /Tier (?)) funktioniert ,wäre dies prima. Bei dieser Dosierung wären auch bei Langzeitgabe keine Problem bzgl. Nebenwirkungen zu erwarten. Bei Felinem Asthma werden als Dauertherapie 0,5mg/kg 1x täglich (im Idealfall 1x tgl. alle 2 Tage) empfohlen.

 

Viel Glück!

 

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

 

Udo Kind

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
... ich hoffe, dass diese niedrige Dosierung hilft - das wird sich erst zeigen. Da mein Kater aber nur 4 kg wiegt, wäre eine Dosierung von 0,5mg/1kg Körpergewicht auch nicht besonders hoch.
Vielen Dank und auch viel Glück!
Teodora Ungureanu
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

danke für die freundliche Rückmeldung...

(mußte noch was schreiben, sonst erscheint die Frage immer wieder als noch offene zu bearbeitende Frage bei mir :-)...)

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

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