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Dr_Grassl
Dr_Grassl, Tierarzt
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 266
Erfahrung:  Vögel, Reptilien, Amphibien, Heimtiere
56668378
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Dr_Grassl ist jetzt online.

Hallo, unsere Katze (reine Wohnungskatze, 3 Jahre, weibl.)

Kundenfrage

Hallo,

unsere Katze (reine Wohnungskatze, 3 Jahre, weibl.) hat vor 2 Wochen begonnen, sich merkwürdig zu benehmen, als ob ein unsichtbarere Feind da ist, ist vor jedem Zimmer misstrauisch stehen geblieben, plötzlich gefaucht etc.
Beim Tierarzt wurde Fieber (40,5 °C) gemessen und hauptsächlich damit das Verhalten begründet. Zusätzlich Antibiotikum gegeben und eine fiebersenkende Spritze.
Durch das Fiebersenken ist das Verhalten wirklich schlagartig fast normal geworden, spielfreudig, wieder frech.
Dann sind uns aber Koordinationsschwierigkeiten aufgefallen, dass sie mitten im Gehen stehenbleibt oder ein Hinterbein schräg bewegt oder anscheinend gar nicht bewegen kann, wie für Sekunden auftretende Lähmungen. Sie ist ganz unsicher, springt nicht mehr hoch.
Am Donnerstag waren wir wieder beim Tierarzt. Er hat das erste Antibiotium (nach einer Woche) durch Marbocyl ersetzt, da es durch die Blut-Hirn-Schranke kommt. Sie bekommt jetzt seit drei Tagen Marbocyl.
Sie hat für ihre Verhältnisse wieder normale Temperatur (39,5). Seit drei Jahren hat sie immer beim Tierarzt gemessen zwischen 39 und 39,5, was auf ihre Aufregung zurückgeführt wird, jetzt aber doch nachdenklich stimmt. Kann es sein, dass sie schon von Geburt an, erhöhte Temperatur hat? Im großen Blutbild sind jetzt alle 3F-Krankheiten ausgeschlossen worden.
Haben Sie noch eine andere Idee außer Marbocyl?
Tendenz zur Appetitlosigkeit seit ein paar Tagen. Ist seit heute aber etwas besser.
Vielen Gruße, Customer(unsere Katze heißt "Maus")
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Dr_Grassl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
eine erhöhte Temperatur kann nicht normal sein. Das Marbocyl hilft gegen bakterielle Infektionskrankheiten und sollte hier schon angewandt werden.
Des weiteren sollte das Tier aber witer untersucht werden. Vorübergehende Lähmungen in einer Hintergliedmaße können z.B. durch einen Thrombus ausgelöst werden. Sprechen Sie Ihren Tierarzt mal darauf an. Wenn so ewtas akut auftritt vergleichen Sie die Ballenfarbe, ob ein Hinterfuß blasser ist als der andere (geht nur bei Tieren mit rosa Ballen...).
Erkrankugen, die durch Zecken übertragen werden wären hier unwahrscheinlich, da sie nicht raus geht.
Per Ultraschall kann die Gebärmutter untersucht werden, sofern das Tier nicht kastriert ist.
In jedem Fall, sollte sie mit B-Vitaminen ausgeibig versorgt werden, dies ist gut für das Nervensystem. Das Immunsystem kann durch Zylexis gestärkt werden.
Kortison sollte nur eingesetzt werden, wenn es unbedingt sein muss, aber ein Entzündungshemmer (Metacam z.B.) wäre sinnvoll.
Mehr kann ohne Untersuchung des Tieres kaum gesagt werden.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und wünsche Ihrer Katze bald wieder völlige Beschwerdefreiheit. Über das Akzeptieren der Antwort würde ich mich freuen und danke im Voraus dafür.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo Frau Dr. Grassl,

 

vielen Dank für Ihre Antwort! Wir wollten nur ein bisschen mit einer Antwort warten, um weiter auf Symptome zu achten.

 

Sie ist übrigens schon kastriert, hat dunkle Ballen, Zecken hatten wir auch erwogen, hatte sie aber seit drei Jahren keine.

 

Inzwischen fällt uns auf, dass ihre Probleme ganz auf das linke Bein konzentriert sind. Im nachhinein haben wir auch folgende Beobachtung: als vor 2 Wochen die Probleme auftraten, war dies total plötzlich (was eigentlich gegen Viren, Bakterien spricht). Sie fauchte und heulte, nachdem sie vom Fensterbrett gesprungen war (wir dachten, sie hätte sich dort furchtbar erschrocken). Wäre es möglich, dass sie durch den Sprung sich einen Nerv eingeklemmt hat (ähnlich unserem Ischias/Hexenschuss) o.ä., dadurch so akuten Schmerz hatte (unsichtbarer Feind, der angefaucht wird). Danach wirkte sie unkoordiniert, weil sie durch andere Haltung/Bewegung die "Sportverletzung" ausgleichen wollte.

Das Fieber käme danach später als die "Sportverletzung" statt wie bisher vermutet die Krankheit das Torkeln zur Folge hat. Kann es sein, dass eine Verletzung oder eine daraus resultierende lokale Entzündung zu Fieber führt (sie hatte ja einige Tage später knapp 41 Grad)?

Das Fieber ist durch die Antibiotika auf "ihre normale" Temperatur gesunken (sie ist immer sehr ängstlich vor Fremden, beim Tierarzt immer total aufgeregt, was ja die Temperatur erhöht; kann 29,5 nicht ihr normale "Tierarzttemperatur" sein?). Jetzt hat sie immer noch das mit dem Bein. Dabei fällt uns noch folgendes auf:

Wenn sie aufgeregt/ängstlich/nervös ist, hat sie mit dem Bein starke Schwierigkeiten. Wenn sie "flitzt", weil sie spielen will, hat sie gar keine Schwierigkeiten. Sie mag aber auch "Grusel-Flitzen", wie wir es nennen. Dabei rennt sie uns vor die Füße und rennt dann weg, wir jagen sie. Wir denken, sie mag den "Nervenkitzel" des Gejagt-Werdens. Da dies aber mit einer - wenn auch gewünschten - nervlichen Belastung einhergeht, bekommt sie hier sofort ein steifes Bein. Hängen also organische Nervenbeschwerden mit psychischen Nerven so stark zusammen? Man sagt ja, "etwas mit den Nerven haben".

Im gemachten Röntgenbild konnte man wohl davon nichts sehen. Ließe sich ein eingeklemmter Nerv o.ä. irgendwie untersuchen? Ist unsere Theorie wahrscheinlich? Dass bei den genannten Situtationen immer spontan ein Thrombus vorliegt, ist wohl unwahrscheinlich. Was könnten man gegen diese "Sportverletzung" machen?

 

Nochmal vielen Dank vorab für Ihre Hilfe.

Gruß,

Kunde

 

 

 

 

Experte:  Dr_Grassl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag, das besondere am sogenannten "reitenden" Thrombus ist, das die Symptome plötzlich auftreten und wieder verschwinden. Der Klumpen legt sich an einer Gefäßaufzweigung vor das Gefäß des Beines, das betroffen ist.
Dies ist nur eine Möglichkeit. Um weiteres herauszufinden, ist eine eingehende Untersuchung notwendig, ggf. auch mittels MRT. Es gibt siche rin Ihrer Nähe eine Klinik, die so etwas anbietet. Aus der Ferne läßt sich leider nur spekulieren, nicht weiter helfen.
Ich hoffe, es läßt sich bald herausfinden, was Ihrer Maus wirklich fehlt, so dass ihr schnell geholfen werden kann. In jedem Fall wäre eine zusätzliche Versorgung mit B-Vitaminen sinnvoll, diese sichern die Funktionalität des Nervensystems.Aber dies ersetzt nicht die klinische Untersuchung.
Ich hoffe, Ihnen etwas geholfen zu haben und würde mich über das Akzeptieren der Antwort freuen!

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