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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, ich war gestern mit meinem 5 Jahre alten Kater beim

Kundenfrage

Hallo,

ich war gestern mit meinem 5 Jahre alten Kater beim Tierarzt. Diagnose: er hat einen fast tennisballgroßen Tumor im Magen, deutlich spürbar, deutlich sichtbar auf dem Röntgenbild. Die Chance ihn operativ zu entfernen laufen gegen Null sagt sie. Der Tumor sitzt am Ende des Magens, am Ausgang, sein Dünndarm ist stark mit Gas befüllt, sein Dickdarm mit viel Kot, aber kein Verschluss. Ihre Empfehlung: einschläfern. Sie gibt ihm noch ein paar Tage bis Wochen...

Meine Infos dazu: er ist fit, er frisst, er geht aufs Klo, er spielt und schmust. Er zeigt keine Schmerzen, zieht sich nicht zurück oder ähnliches. Man konnte auf dem Röntgenbild auch nicht sehen, ob der Tumor mit dem Magen verwachsen ist oder nicht, man kann also nicht sagen ob man ihn ohne Probleme entfernen könnte. Sie meinte aber zu mir, dass WENN ich ihn operieren lassen will, dann morgen oder übermorgen und wenn man ihn nicht mehr retten kann, dann lassen sie ihn gleich in Narkose und schläfern ihn ein. Damit kann ich mich grad gar nicht abfinden. Ich habe nach weiteren Untersuchungsmöglichkeiten gefragt, Ultraschall, MRT usw aber sie meinte das würde nichts bringen, denn bei der Größe sei klar das es ein Tumor ist, ein Magengeschwür oder anderes würde ihrer Meinung nach nicht so groß werden, und feststellen ob man ihn entfernen kann, kann man wohl definitiv nur wenn man ihn "aufmacht".
Sie meinte auch das es sie wundert, das es ihm so gut geht, aber manche Katzen würden sich das einfach nicht anmerken lassen. Wiederrum meinte sie, das es wohl eine Veranlagung, bzw Erbkrankheit gibt, bei der junge Katzen oft Tumore im Magen-Darm-Bereich bekommen.

Ich heule seit Stunden wie eine Blöde, ich seh mich nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen, ich will ihn retten, egal wie, und ich habe nicht das Gefühl das bisher genug getan wurde. Ich will unbedingt eine zweite Meinung einholen, am besten sofort, denn ich habe Angst zu lange zu warten, ich mache mir solche Vorwürfe und denke die ganze Zeit "was wäre wenn ich nicht zum Arzt gegangen wäre?"
der Gedanke XXXXX XXXXX zu verlieren bricht mir echt das Herz. Können Sie mir einen Tipp geben wie ich mich verhalten soll?

MfG
Jennifer Teichert
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

dies ist wirklich eine sehr schwere Entscheidung.

Wenn es finanziell für Sie kein Problem ist, würde ich empfehlen in einer anderen Tierklinik vor Ort einen Ultraschall machen lassen (2. Meinung). Vielleicht kann man dort den Tumor einem Organ zuordnen, sodaß man eher sagen kann, ob eine OP Chancen haben könnte oder nicht.

Möglich ist evtl. auch eine Probenentnahme mittels Feinnadelaspiration / Punktion unter Ultraschallkontrolle von außen (hängt von der Lage des Knotens ab). Hierfür ist nur eine kurze Sedierung nötig (siehe unten). Für evtl. Therapie und eine Prognose wäre es natürlich sehr wichtig die Gewebeart zu kennen.

Evtl. ist eine Chemotherapie oder Bestrahlung möglich, evtl. wird (in späteren Stadien) Cortison (Prednisolon) gegeben, um die Schwellung zu vermindern.

Unterstützend könnten Sie Tarantula D6 (morgens) und Staphisagria D12 (abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit 1 Tl. Katzenmilch ins Maul geben)

Falls eine diagnostische Eröffnung des Bauchraumes gemacht wird: man muß Ihren Kater dann nicht unbedingt einschläfern, auch wenn der Tumor inoperabel ist.

Als Sedierungsmittel kann man Dorbene (http://www-vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_i.htm) verwenden, für dieses Mittel gibt es ein Gegenmittel Antisedan (http://www-vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_i.htm). Mit diesen Mitteln ist eine Sedierung normalerweise gut steuerbar, es liegt allgemein auch eine gute Verträglichkeit vor und die Belastung für den Organismus ist relativ gering.

Nach einer Operation könnten Sie Folgendes tun:

- Am Operationstag brauchen viele Tiere (und auch Menschen) Ruhe und wollen auch noch nicht fressen. Am Anfang eher suppiges Futter geben (frühestens wenn Katze völlig wach)

- Messen Sie sicherheitshalber rektal die Temperatur (normal 38°-39°), kontrollieren Sie die Schleimhäute (Bindehaut, Maul, normal: rosa) .

- Falls Sie kein Schmerzmittel bekommen haben, könnten Sie bei Schmerzen Metamizol (Novalgintropfen, 30mg/kg) geben.

-Bieten Sie Ihrer Katze nach der OP bitte eine Wärmflasche an.

Homöopathika falls OP:

- am Operationstag und 2 Folgetage: Arnika D6 3x täglich 1 Tablette (gegen Wundschmerz und zur Unterstützung beim Abbau von Hämatomen)

jeweils 1 Tablette zerpulvert (oder 5 Kügelchen) in die Lefze geben oder mit etwas Wasser mit Löffel oder Spritze ins Maul geben (unabhängig vom Futter)

- zur Entgiftung nach der Narkose: Nux vomica D6 3x täglich 1 Tablette oder 5 Globuli am OP-Tag und am Folgetag.

Versuchen Sie - soweit irgend möglich - sich am jetzigen Zusammenleben mit Ihrem Kater zu freuen; Ihr Kater freut sich umgekehrt am Zusammenleben mit Ihnen, da er in der Gegenwart lebt.

Ich drücke Ihnen und Ihrer Katze die Daumen!

Ich hoffe, Ihnen etwas helfen zu können und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung freue ich mich natürlich auch. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und 2 weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.

Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairerweise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank XXXXX XXXXX!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Mein Kater ist mittlerweile tot, daher hatte ich die letzten Tage keine Zeit zu antworten. Ich habe mir eine zweite Meinung eingeholt, wir haben ihn aufgemacht und es war Bauchspeicheldrüsenkrebs, der die Bauchspeicheldrüse schon fast zersetzt hatte. Der Tierarzt meinte er hätte vllt noch 72 St gehabt, dann wäre er unter fürchterlichen Schmerzen verreckt. Daher habe ich ihn dann einschläfern lassen. Sie können natürlich nichts dafür, daher akzeptiere ich ihre Antwort, auch wenn ich 35 Euro ziemlich übertrieben finde. Danke XXXXX XXXXXür ihre Hilfe!

MfG
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

Das tut mir sehr leid für Sie und Ihren Kater!

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist leider sehr bösartig. Von daher ist die Enscheidung des Einschläferns richtig. Es gibt leider immer wieder Erkrankungen wo man machtlos ist. Ein Weiterleben wäre aber tasächlich nur quälend (viel Erbrechen, Schwäche, Schmerz) gewesen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Kraft!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

 

PS: daß Sie trotzdem akzeptieren wollen, finde ich sehr nett (die Höhe des Fragewertes können Sie am Anfang bei Fragesellung selbst bestimmen. Wir Experten bekommen übrigens nur knapp die Hälfte des ausgelobten Betrages, die andere Hälfte behält just-answer für die Organisation.) Vielen Dank XXXXX XXXXX!

 

Änderung: Vielen Dank, daß Sie schon akzeptiert haben!

 

Liebe Grüße,

 

Udo Kind

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