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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hey...waren am Freitag nacht in der tierklinik da unsere englische

Kundenfrage

Hey...waren am Freitag nacht in der tierklinik da unsere englische bulldogge geschrien hat.Er hielt immer den kopf schief,wollte sich schütteln und kratzen und schrie dabei vor schmerzen.die Ärztin war sehr unfreundlich und meinte vereiterung der ohren.sie gab uns ohrreiniger,ohrtropfen und 5 schmerztaletten mit.eine tablette sollen wir täglich geben und zwei mal täglich die ohren behandeln.wieder zu hause waren wir auch nicht schlauer...es war ein echter kampf das er uns überhaupt an seine ohren lies...die tablette haben wir in einem würstchen versteckt...2 tage ging das gut aber seit der letzten nacht schreit er wieder wenn er aufsteht...nimmt keine tablette mehr,egal wo wir sie reintun...an seine ohren lässt er uns nicht mehr ran...wissen nicht mehr weiter...heut ist sonntag wollen nicht nochmal in die tierklinik...fahren morgen zum tierarzt,aber wissen nicht wie wir bis dahin ihm die schmerzen nehmen können.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,
wenn Sie keine Tabletten geben können, könnten Sie - falls vorhanden - Novalgin oder Novaminsulfontropfen als entzündungshemmendes Schmerzmittel geben (2-3x tgl. 30mg/kg).
Außerdem die homöopathischen Mittel Hepar sulfuris D6 und Arnika D6 je 5 Globuli oder 1 Tbl pulverisiert in die Lefze geben oder mit etwas Flüssigkeit aufschlecken lassen.
Ist nur ein Ohr betroffen? Dann könnte evtl. auch ein Fremdkörper die Grundursache sein, der natürlich baldmöglichst entfernt werden sollte..
Folgende Ursachen führen in der Regel zu Ohrentzündungen:
-Parasiten, Bakterien oder Pilze (Diagnose durch Reinschauen ins Ohr mit Otoskop und Untersuchung einer Tupferprobe mikroskopisch und im Labor)
- Entzündungen durch Immunstörungen bedingt (Allergien, auch Futtermittelallergien).
Übelriechend und oft schmerzhaft sind die Ohren sowohl bei Bakterien (oft eitriger Ausfluss, teilweise auch Mittel- und Innenohrentzündung, dann Antibiotikum erforderlich) als auch bei einem Fremdkörper. Möglich sind auch Hefepilzerkrankungen (Mallassezien).
Bitte stellen Sie Ihren Hund baldmöglichst noch mal einem Tierarzt vor, damit dieser einen Abstrich (zur bakteriologischen und mykologischen Untersuchung) macht (mit Resistenztest zur Findung der bestwirksamen Atibiotika) und evtl. auch eine Blutuntersuchung (auch zur Feststellung / zum Ausschluss einer Allergie) machen kann. Vermutlich sollte auch systemisch ein Antibiotikum gegeben werden. Falls Tablettengabe nicht möglich , kann man hier auch das "2-Wochen-Antibiotikum" Convenia injizieren (ein Cephalosporin, mit oft sehr guter Wirksamkeit).
Folgendes könnten Sie - soweit möglich - unterstützend tun:
-Falls vorhanden: Ohr reinigen mit Ohrreiniger (Dreck rausschütteln lassen; insbesondere bei alkoholischen Reinigern sollte das Trommelfell in Takt sein)
-Kombinationspräparate (welche Präparate wurden schon verwendet?): z.B. Surolan, Panolog, Aurizon (enthalten alle Antibiotikum, Antimykotikum; gibt´s vom Tierarzt oft, nachdem das Ohr gesäubert wurde und Mischinfektionen aus Bakterien und (hefe-)Pilzen vorliegen)
-Falls Allergie: Futterumstellung zur Senkung der Reizschwelle,
--Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten z.B. Pferdefleisch und Kartoffel
--Fertigfutter: gut ist oft das Futter zd-ultra allergen-free der Firma Hills
--alle Diäten müssen mindestens 4, manchmal aber auch 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden
-Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B.Vitamin-B-Komplex-ratiopharm, auch VMP-Tabletten, Pfizer, dieses Mitel nicht bei Diätfüttterung)
-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt) oder als spot-on Dermoscent essential 6 (verbessert die Hautbarriere)
-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel im Ohr durch die Gabe von 3x tgl. Calendula D2 und 2x tgl. Sulfur D6 unterstützen (je 5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette), gegen den Juckreiz kann man Cardiospermum D3 3x täglich geben, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein. Mittelfristig wäre auch die Gabe des homöpathischen Konstitutionsmittels sinnvoll.
-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Aurisan (plantavet, u.a Thymianöl-enthaltender Ohrenbalsam), zur entsprechenden Ohrenreinigung ist Auriclean geeignet
Man kann auch verdünnte Calendulatinktur verwenden
-auch Propolis wird empfohlen
Als letzte Möglichkeit (v.a. bei sehr stark zugeschwollenen Gehörgängen) kommen operative Verfahren in Frage, bei denen ein Teil des Ohrknorpels entfernt wird mit der Folge einer besseren Belüftung und Zugänglichkeit des Gehörganges.
Zum Ausschluß einer Allgemeinerkrankung evtl. ein Geriatrisches Profil (Blutuntersuchung aller wichtigen Organe incl. Blutbild)
Es ist sehr gut , wenn Sie das Ohr/die Ohren morgen noch mal gründlich untersuchen lassen, damit gezielt behandelt werden kann.
Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.
Alles Gute & freundliche Grüße ***** *****
Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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