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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Unser Schäferhund ist ephileptiker,die Krankheit ist seit etwa

Kundenfrage

Unser Schäferhund ist ephileptiker,die Krankheit ist seit etwa 4 Wochen diagnostiziert.vor 1 Woche ist er auf ein Medikament in Tablettenform namens Perexion 400 eingestellt worden.Heute Nacht bekam er wieder mehrere Anfälle was kann mann nun machen?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo,

Imepitoin (Pexion ("Perexion" kenne ich nicht, ich nehme an, Sie hatten sich verschrieben?)) hat normalerweise einen relativ schnellen Wirkungseintritt. Man könnte evtl. die Dosis erhöhen (möglich sind bis zu 30mg/kg 2x tgl, man könnte die Dosis also noch erhöhen, aber bitte nur in Absprache mit behandelndem Tierarzt)), ansonsten könnte man mit dem klassischen Epilepsiemedikament Phenobarbital (Luminal) kombinieren. Bei Aftreten von akuten Anfällen gibt man zusätzlich Diazepam (auch als Zäpfchen /Rectaltube möglich). Leider gibt es kein Epilepsiemedikament , mit dem man bei allen Hunden Erfolg hat, daher muß man bei ausbleibendem Erfolg mit einem Medikament ein anderes versuchen.

Der Wirkstoff Imepitoin (enthalten in Pexion) ist noch relativ neu und in vielen (aber leider nicht allen) Fällen gut wirksam. Infos zu Pexion: http://ec.europa.eu/health/documents/community-register/2013/20130225125304/anx_125304_de.pdf ).

Wurde bei Ihrem Hund eine Blutuntersuchung gemacht sowie das Herz gründlich untersucht?

Insbesondere folgende Ursachen kommen allgemein für Krämpfe in Frage:
- Stoffwechselstörung, z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffizienz), Leberstörung oder Diabetes, in den meisten Fällen fällt ein erhöhter Durst auf; Diagnose durch Blutuntersuchung möglich, auch Störungen im Mineralienhaushalt sind als Ursache möglich.
.

-Infektionen , dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°) und nahezu immer Allgemeinstörungen

-Sauerstoffmangel durch Herzfehler oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann würden bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit (Atemfrequenz in Ruhe schneller als 35 / Minute), schnelle Erschöpfung etc. auffallen). Störungen im roten Blutbild liegen im vorliegenden Laborbefund nicht vor.

-Hirntumor (in dem Alter äußerst selten), Wasserkopf

Falls Allgemeinuntersuchung und Blutuntersuchung keine Auffälligkeit zeigt und Pexion auch in höherer Dosis keinen Erfolg hat würde ich Ihnen bildgebende Verfahren (evtl. Röntgen Herz, CT/MRT vom Gehirn) empfehlen.

In vielen Fällen findet man aber auch keine Ursache für die Krämpfe und kann nur symptomatisch behandeln. Falls Pexion erfolglos bleiben sollte (auch bei Dosiserhöhung und in Kombination mit anderen Medikamenten), würde ich die „klassische Behandlung" versuchen.
Als Dauerbehandlung nimmt man Luminal (Phenobarbital), im akuten Anfall Valium (Diazepam). Außer mit Luminal alleine kann man zusätzlich (Luminaldosierung dann oft herunter setzbar) mit Kaliumbromid behandeln. Auf Luminal als Monotherapie (alleine gegeben) sprechen etwas über 50% der Epileptiker gut an. Luminal wird von fast allen Hunden gut vertragen. Am Anfang evtl. etwas müder, nach einiger Zeit merkt man dem Hund die Medikamentengabe aber nicht mehr an.

Dosierungen: Phenobarbital: 1 -8 mg/kg KG 2 x täglich; Kaliumbromid : 20 - 40 mg/kg Körpergewicht 1x täglich oral. Wirkungseintritt erst nach etwa 10-14 Tagen.
Die genauen Dosierungen (einschleichend beginnen) müssen individuell an Hand der Serum-Medikamentenspiegel eingestellt werden.

Wichtig im Anfall ist, Gegenstände an denen der Hund sich verletzen könnte, möglichst schnell zu entfernen.

-Im akuten Anfall, insbesondere bei längeren Krämpfen (längere Dauer als 5 Minuten oder mehrere Anfälle kurz hintereinander) ist oft Diazepam (als Zäpfchen, rectal-tube oder Tropfen, bitte vom Tierarzt geben lassen oder Rezept austellen lassen) hilfreich, in solch einem Fall aber trotzdem soweit möglich möglichst schnell zum Tierarzt, der Diazepam spritzen kann (wirkt dann noch schneller).

Unterstützend können Sie folgendes tun (ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch!):
-als homöopathische Mittel Cuprum D6 und Zincum D6 je 2x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern mit Spritze mit etwas Wasser ins Maul geben ),
- im Anfall : Belladonna D6 alle 2 Minuten sowie alle 10 Minuten (bis wieder alles normal) 5 Bachblüten Rescue-Tropfen (angstreduzierend).
-B-Vitamine (als Tabletten oder Tropfen, z.B. vom Tierarzt)

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

PS:

falls erforderlich (weiterer Anfall):

Notdienste finden Sie hier:

- http://www.vetfinder.mobi/
- http://catsonline-forum.de/index.php?option=com_sobi2&sobi2Task=search&Itemid=61

- www.tierdoc24.de
- über die Feuerwehr / Polizei vor Ort
- auf den Anrufbeantwortern fast aller Tierärzte wird der Notdienst angegeben
- Tierkliniken haben immer 24 Stunden Dienst.

Ansonsten spätestens morgen bitte zu Ihrem Tierarzt vor Ort konsultieren (wegen Dosiserhöhung, weiteren Untersuchungen, weiteren Medikamenten wie Diazepam, die alle verschreibungspflichtig sind)

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo,
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Freundliche Grüße,
Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Udo Kind

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