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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo Ich weis mir keinen Rat mehr, mein Hund (Biard 13 Jahre)

Kundenfrage

Hallo Ich weis mir keinen Rat mehr, mein Hund (Biard 13 Jahre) hat laufend Duchfall.
Ich war schon 3x bei seiner Tierärztin. Bekam eine Spritze und 6 Dia Tabs. Dazu die Bemerkung " Ach das ist im Moment sehr stark verbreitet". Meiner Ansicht müßte der
Durchfall aber mal ausgeheilt werden. Mit seiner Leber ist auch nicht alles in Ordnung,
Er hatte mit 3 Jahren eine Vergiftung. Seither ist er sehr empfindlich. Im Januar 2013
hatte er eine OP, die 3 Stunden gedauert hat.Seitdem ist er nicht mehr stabil auf den
Hinterläufen. Hat sich aber ansonsten von der OP zum Erstaunen der Ärzte gut erholt.
Liegt zwar mehr und läuft nicht mehr alzu weit. Gegen die evtl. Schmerzen habe ich
Ihm Rhus tox C 30 5 Globuli einmal in der Woche verabreicht. Was ihm sehr gut ge-
holfen hat. Jetzt traue ich mich nicht mehr wegen dem dauernden Durchfall. Ich gebe
ihm diese Dia Tab der Firma Alfavet. Sobald ich aber aufhöre hat er wieder Durchfall.
Für eine Beratung wäre ich Ihnen sehr Dankbar
Hiltrud Ketter-Dörr
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo,
wenn der Durchfall immer wieder auftritt, sollte man durch Kot- und Blutuntersuchungen (incl. Baucspeicheldrüse, "TLI-Test") versuchen die Ursache zu finden, um gezielt (z.B. mit spezieller Diät) behandeln zu können.
Oder wurden doch schon bakteriologische und/oder parasitologische Untersuchungen durchgeführt? Falls ja: wurden auffällige Bakterien bei den Kotuntersuchungen gefunden? Insbesondere gegen Colibakterien sind oft aus Kot hergestellte Immunisierungslösungen erfolgreich.
Wurden schon Antibiotika gegeben? Falls insbesondere Metronidazol erfolgreich war, könnte dies an der Wirkung gegen Giardien liegen und der immunmodulierenden Wirkung des Medikamentes.
Wurden auch Blutuntersuchungen gemacht?
Falls ja: War bei der Blutuntersuchung auch eine Untersuchung der Bauchspeicheldrüse (TLI-Test, Pancreaslipase) und der Schilddrüse (T4) mit dabei?
Falls bisher weder Kotuntesuchungen noch Blutuntersuchung gemacht wurden, wären solche Untersuchungen sehr sinnvoll:
- Beim Kot wäre die mehrmalige Untersuchung insbesondere auf Giardien wichtig , außerdem eine bakteriologische Untersuchung mit Resiistenztest (um bestwirkende Antibiotika zu finden).
- Beim Blut wäre eine Untersuchung incl.. spezifischer Pancreaslipase (spezielle Untersuchung der Bauchspeicheldrüse) hilfreich.
Auf Grund solcher Untersuchungsergebnisse ist dann oft eine gezielte Behandlung möglich.
Chronischer und chronisch-rezidivierender Durchfall wird oft der Erkrankung IBD zugeordnet.
IBD (inflammatory bowel disease, chronisch entzündliche Darmerkrankung). Bei dieser Erkrankung werden vermehrt Entzündungszellen in Darmschleimhaut gefunden, dies kann über eine Biopsie nachgewiesen werden (leider nur mit Narkose möglich).
Als Ursache für IBD wird eine Autoimmunerkrankung angesehen, auch Bakterien, Allergien, etc. haben einen Einfluss auf diese Erkrankung.
Die Behandlung von IBD erfolgt mit Hilfe von speziellen Antibiotika (oft das imunmodulierende Metronidazol), Entzündungshemmern (Kortison, meist Prednisolon,n und einer allergenarmen Diät. Behandlung oft über einen sehr langen Zeitraum, häufig sogar lebenslänglich).
Eine eindeutige Diagnose der IBD ist leider nur durch Darmbiopsie möglich, oder ein Therapieversuch mit Cortison: Wenn Cortison ( Prednisolon) hilft , verstärkt das den Verdacht auf IBD
Auf das IBD ist die Wirkung von Cortison positiv, da es die überschiessende Entzündung hemmt, auf den Magen aber eher negativ.
Lassen Sie bitte (noch mal?) eine Kotuntersuchung (Giardien, Parasiten, Bakterien) durchführen und ein "Geriatrieprofil" (Blutuntersuchung, die alle wichtigen Organe einschließlich Schilddrüse erfasst, außerdem auch Blutbild enthalten, man sieht also auch wie stark der Organismus im Ganzen von der Darmentzündung belastet ist) sowie einen TLI-Test (Bauchspeicheldrüseninsuffiziens) durchführen. Die Untersuchung auf Giardien (einzellige Parasiten) fällt manchmal auch negativ aus, obwohl sie vorhanden sind. Falls es mit den empfohlenen Maßnahmen nicht besser wird und sonst keine Ursache findbar ist, könnte man auch eine diagnostische Therapie mit Fenbendazol (Panacur) oder Metronidazol durchführen.
Bei akutem Durchfallschub sollten Sie bitte 24 Stunden Ihrem Hund nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.
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Achten Sie bitte auf folgende Krankheitszeichen, die einen Tierarztbesuch baldmöglichst erforderlich machen:
-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blass und muss dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein)
-Ihr Hund sich immer wieder mit Durchfall quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur ( unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber, Temperaturen oberhalb von 39,5° deuten auf schwerere Infektionen) Das Zittern Ihres Hundes könnte auf Fieber oder wie Sie schon sagen Schmerzen hindeuten
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (länger andauernd sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .
--im Kot Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angespannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen)
Sobald eines dieser Zeichen eintritt, sollten Sie bitte schnellstmöglich zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Antibiotika, Mittel gegen Übersäuerung...
.
Durchfall hat meistens eine der folgenden Ursachen:
-leichte Darmentzündung durch ungewohntes oder zu kaltes Futter
-infektionsbedingte Entzündungen der Darmschleimhaut (meist viral oder bakteriell, meist erhöhte Temperatur also über 39 Grad, Parasiten (incl. Giardien)
-Vergiftung (sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Gift rauszubringen)
-Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, oft auch häufiges Brechen)
-Bauchspeicheldrüseninsuffiziens, zu wenig Enzyme für die Verdauung werden bereit gestellt (Diagnose: Blutuntersuchung TLI-Test)
-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) oder Herzerkrankungen
-Futtermittelallergie und/oder -unverträglichkeit
-Immunstörungen im Darm, IBD (siehe oben)
Eine Futtermittelallergie kann man nur durch Diät ausschliessen:
-Futterumstellung:
-- Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten z.B. Pferdefleisch und Kartoffel,
--gut ist oft auch das hydrolysierte Futter zd-ultra der Firma Hills , ebenso auch sensitivity control oder hypoallergenic von royal canin
--Futterumstellungen müssen generell 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden
24 Stunden sollten Sie bei akutem Durchfall Ihrem Hund nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.
Heute würde ich daher kein Futter mehr geben und frühestens morgen früh mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.
Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Podophyllum D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.
Diatab können Sie bei Bedarf wieder geben, um den Durchfall zu stoppen, schädigend ist dieses Medikament auch bei mehrfacher Gabe nicht. Andere gut verträgliche Durchfallmittel sind Stullmisan und Dysticum.
Unterstützend können Sie täglich 1 Tl Heilerde ins Fressen geben, außerdem 1 Tl Joghurt; für 3-4 Wochen würde ich außerdem die Gabe eines Probiotikums (z.B. Bactisel, Selectaver) zur Förderung der physiologischen Darmflora empfehlen. Gut sind auch:
- Diarsanyl (Ceva, http://www.premiumtierfutter.de/diarsanyl-plus-fuer-eine-natuerliche-darmflora-p-20649-1.html?gclid=CNmAs-7__KsCFc1rfAod-CN8kA )
- canikur-pro http://www.canikur.de/de/canikur-pro.aspx
- synbiotic
Sie können später auch 1/2 Tl Heilerde sowie 1 Tl Teelöffel Joghurt 1x täglich zu geben.
Weiterhin können Sie Ihrem Hund noch eine Wärmflasche anbieten (wirkt oft beruhigend auf Darmkrämpfe.
Bei Fortdauer und Rezidiven (Wiederauftreten) des Durchfallproblems wären aber wie gesagt Kot und weiterführende Blutuntersuchungen erforderlich, um möglichst gezielt behandeln zu können.
Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.
Alles Gute & freundliche Grüße ***** *****
Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo,
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Danke ***** *****!
Freundliche Grüße,
Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),
haben Sie noch eine online (ohne konkrete Untersuchungen) beantwortbare Frage? Dann erhalten Sie selbstverständlich noch einmal eine Antwort.
Ansonsten wäre es nach den gegebenen Informationen angemessen und fair zu Mindest mit "Frage beantwortet" zu bewerten. Nur dann wird die Arbeit des Experten durch justanswer aus Ihrer Anzahlung bezahlt. Nur durch eine Zusammenarbeit in gegenseitigem Vertrauen kann ein Forum wie justanswer funktionieren.
Danke ***** ***** Verständnis und Ihre hoffentlich doch noch erfolgende neutrale oder positive Bewertung.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Udo Kind

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