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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Seit Wochenende hat mein hund ein dicken Bauch war zum Arzt

Kundenfrage

Seit Wochenende hat mein hund ein dicken Bauch war zum Arzt gestern bekommt wasser Tabletten und ist Herz krank mit was muß ich rechnen
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Guten Abend,

Das Herz muss pro Minute eine bestimmte Menge an sauerstoffreichem Blut durch den Körper pumpen, damit alle Organe ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Wenn das Herz nun aus irgendwelchen Gründen (Herzklappenfehler, Abbau der Muskulatur, etc.) nicht mehr in der Lage ist dieses Herzminutenvolumen zu erreichen kommt es zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff und der Hund fällt häufig durch Husten, Antriebslosigkeit, vermehrtes Hecheln, etc. auf. Gleichzeitig kommt es dazu, dass das Blut sich in den Körperkreislauf zurückstaut, da das Herz es nicht mehr schafft, das Blut "weiter zu pumpen". Aus diesem Grund kommt es zu einem höheren Druck in den Gefäßen und es tritt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in umliegende Gewebe aus. Dies führt dann zu einem sogenannten Lungenödem (wenn die Lunge betroffen ist) oder auch zu Wasseransammlungen im Bauchraum.

Man kann nun versuchen, die Herztätigkeit zu unterstützen um die Kraft des Herzens und das Schlagvolumen zu verbessern. Gleichzeitig versucht man durch eine Entwässerung den Körperkreislauf zu entlasten und Flüssigkeit aus den Geweben zu schwemmen.

So lange man es schafft, die Herzschwäche durch Medikamente zu kompensieren, kommen die Hunde meist gut klar. Wenn jedoch schon ein deutlich verdickter Bauch aufgefallen ist und ausgeprägte Wasseransammlungen vorhanden sind, muss man leider davon ausgehen, dass die Herzerkrankung schon recht weit fortgeschritten ist.

Die Prognose kommt zum einen auf das Stadium bzw. die Schwere der Herzerkrankung an, zum anderen natürlich auch darauf, wie gut der Hund auf die Medikamente anspricht.

Wichtig ist, dass andere Ursachen, wie beispielsweise ein Tumor oder eine Organerkrankung ausgeschlossen werden. Hier sollten vor allem die Nieren- und Leberfunktion und der Glukosespiegel überprüft werden. Ich würde auch eine Röntgenaufnahme vom Brustkorb empfehlen um Herz und Lunge beurteilen zu können und einen Tumor in diesem Bereich ausschließen zu können.

Wichtig sind regelmäßige Kontrollen und möglichst auch Ultraschalluntersuchungen von Herz und Bauchraum. So kann man erkennen, was für eine Herzerkrankung genau vorliegt und wie die Wasseransammlungen auf die Therapie ansprechen.

Der Hund wird auf jeden Fall dauerhaft Herzmedikamente benötigen und sehr wahrscheinlich auch eine Entwässerung. Eventuell sollte auch ein Herzultraschall gemacht werden um die Therapie für Ihren Hund zu optimieren.

Viele Hunde können trotz Herzerkrankung noch lange ein normales Leben führen, lassen sich die Wasseransammlungen hingegen nicht kontrollieren, ist die Prognose leider schlecht. Man spricht dann von einer dekompensierten Herzinsuffizienz, bei der Körper und Medikamente es nicht mehr schaffen die Herzerkrankung zu kompensieren.

Alles Gute für Ihren Hund

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