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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo meine Golden Retriever Hündin IST 7Monate .Sie soll gegen

Kundenfrage

Hallo meine Golden Retriever Hündin IST 7Monate .Sie soll gegen Gillardien 5Tage 2tabl Panacur 500mg nehmen davon hatte sie Durchfall bekommen, dann sollten WIr 10tage nach den 5Tage pausieren, u.nun wieder 5Tage 2tabl geben! GESTERN War der erste tag,ich habe ihr es 14uhr ins Futter gemisch! U.nun bricht sie heute seit 4 Uhr.es kommt schon garnichts mehr, nur noch braunes, u.trinken tut sie nichts! Was können wir tuhen??
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,


wenn das Panacur so schlecht vertragen wird (was insgesamt sehr selten ist), sollten Sie es absetzen.
Normalerweise ist Panacur relativ gut verträglich und bei Hunden reicht in vielen Fällen auch schon die Gabe von Panacur an 3 Tagen. Ich würde daher empfehlen, noch mal den Kot kontrollieren zu lassen, ob überhaupt noch Giardien vorhanden sind.

Giardien sind einzellige Parasiten, die im Dünndarm vorkommen und insbesondere Durchfälle und fettigen Kot sowie mangelnde Gewichtsentwicklung / Gewichtsverlust verursachen. Weitere Infos finden Sie hier:
- http://www.msd-tiergesundheit.de/news/fokusthemen/giardien_und_wuermer/giardien.aspx
- http://de.wikipedia.org/wiki/Giardien
- http://de.wikipedia.org/wiki/Giardiose_des_Hundes

Giardien sind manchmal sehr hartnäckig. Zur Neuansteckung bzw. zur Ansteckung anderer Tiere reichen winzige Mengen, daher bitte sehr gut auf Hygiene achten. Im Garten wird geraten die Erde abzutragen oder Löschkalk u verwenden, sonst muss man bis zu einem halben Jahr warten (je nach Temperatur und Feuchigkeit). Leider ist eine Neueinschleppung durch Wildtiere oder streunende Katzen jederzeit wider möglich.
Es sollte auf jeden Fall immer der Kot sofort aufgesammelt und in verschlossenen Plastiktüten entsorgen.
Gepflasterte oder geteerte Auslaufflächen etc. sollte man mit einem Dampfreiniger (über 60 °C) behandeln.

Empfohlen wird die Gabe zunächst von Fenbendazol (z.B. Panacur) jeweils in der Dosierung 50 mg/kg 3 Tage hintereinander, 14 Tage Pause, weiterer 3-Tage-Zyklus. Leider kann mit Fenbendazol nicht immer die Zystenausscheidung unterbunden werden.

Wenn es nicht hilft (Giardien noch im Kotnachweisbar und/oder Durchfall besteht fort), sollten Sie bitte Metronidazol einsezen: 2x täglich 20 mg 8 Tage lang (maximal bis zu 2x täglich 25mg/kg, empfohlen wird 15-30 mg 1-2 x täglich, 5-10 Tage lang; man muß hier immer zwischen der Wirksamkeit gegen Giardien und der Toxizität u.a. für die Leber abwägen), ist aber leider etwas schwerer als Panacur zu verabreichen und etwas schlechter verträglich (insbesondere für die Leber , http://www-vetpharm.uzh.ch/wir/00000044/3481__F.htm ) als Panacur.

Wichtig gründliche Reinigung ( gut beschrieben bei: http://www.msd-tiergesundheit.de/News/Fokusthemen/Giardien_und_Wuermer/Giardien.aspx , es gibt auch entsprechende Tierhalterbroschüren von msd-intervet (Tierarzt fragen)).

Unterstützend könnten Sie im Akutfall Nux vomica D6 3x täglich, 3 Tage lang. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben ): fördert die Entgiftung, wirkt krampflösend.
Anschließend 14 Tage zur Unterstützung des Darmes Calcium carbonicum D12 2x täglich.

Zur Stärkung der physiologischen Darmflora ist es sinnvoll ein Probiotikum (z.B. Bactisel (selectavet)) zu geben, später können Sie dann einen halben Teelöffel Heilerde sowie einen Teelöffel Joghurt dem Futter zugeben.

Bei Erbrechen sollten Sie sollten Ihrem Hund mindestens 12 Stunden nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt (gerne milder leicht warmer Fenchel- oder Kamillentee), falls die Flüssigkeit nicht auch erbrochen wird. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.

Achten Sie bitte auf folgende Krankheitszeichen, die einen Tierarztbesuch baldmöglichst erforderlich machen würden. Insbesondere darauf ob:
-Ihr Hund ausgetrocknet ist, dies erkennen Sie daran, daß
--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);
--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder rosa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung
--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort wieder
-Ihr Hund sich im Laufe des Tages noch mehrfach mit Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber)
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .
-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat
-im Erbrochenen Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung, Darmverschluss...)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, sollten Sie baldmöglichst zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Mittel gegen Übersäuerung...

Oft wird ein Säureblocker gegegeben (Cimetidin, Ranitidin; Omeprazol, vom Tierarzt)

Heute würde ich zunächst kein Futter mehr anbieten und frühestens nach 12 Stunden mit leicht verdaulichem suppigem erwärmtem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Außerdem wäre die Gabe von Sucralfat Ulcogant sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt), E
später wäre dann die Gabe von 1 Tl Heilerde/Tag sinnvoll

Gegen häufigen Brechreiz und Übelkeit könnten Sie Paspertin (Metoclopramid-) Tropfen (1 Tropfen pro kg, 0,3 mg/kg) bis zu 3x täglich geben, falls es nicht rasch besser wird aber bitte baldmögliche Untersuchung um die Ursache abzuklären und möglichst gezielt behandeln zu können.

Bieten Sie bitte eine Wärmflasche an (wirkt beruhigend auf Magen-Darm)


Bei Austrocknung oder weiter anhaltendem Erbrechen wäre die Gabe von Infusionen sehr wichtig.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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