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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.

Meine 15 Monate alte

Kundenfrage

Meine 15 Monate alte Golden Retriever Hündin ist bestens fit und hat bis jetzt noch keine Probleme mit Durchfall oder Erbrechen gehabt ( nur beim Autofahren als Welpe). Gestern mittag fütterte ich zum ersten Mal Blättermagen, den sie mit Begeisterung gefressen hat ( sie wird überwiegend gebarft), und gestern abend hat sie mehrfach erst eine sehr große( deutlich Futter) dann kleinere Portionen erbrochen, zm Schluss mehr gelblichen Schleim. Die Nacht war ruhig, aber sie weckte mich heute morgen um 1/2 7 und erbrach wieder, überwiegend schleimig. Beim 2-stündigen Spaziergang heute morgen war sie fröhlich wie immer, spielte mit den anderen Hunden, hatte normalen Stuhl, und hatte deutlich Appetit, als wir nach Hause kamen, so dass ich dachte, es ist wohl erledigt. Ich wollte ihr eigentlich heute nichts geben, gab ihr dann aber doch ein Stück helles Brot mit dünn Leberwurst, das nach einer Viertelstunde wieder rauskam, in einer curryfarbenen schleimigen Masse. Im Internet stieß ich auf Ihre Adrresse und bitte um Rat: es ist Sonntag, sonst hätte ich den Tierarzt angerufen. Herzlichen Dank! XXX

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 3 Jahren.
Guten Tag,

Sie sollten zunächst auf folgende weitere Krankheitszeichen achten :
- rektale Temperatur (38-39°C ist normal, ab 39,3 °C Fieber, unter 37,5 °C wären Untertemperatur, was ebenfalls bedenklich wäre)
- Schleimhautfarbe (rosarot ist normal - z. B. an der Maulschleimhaut gut zu erkennen)
- kapilläre Füllungszeit: mit einem Finger in die rosa Maulschleimhaut drücken - die Stelle wird hell- nach max. 2 Sekunden sollte die normale rosa Farbe wieder zu sehen sein, sonst liegen Kreislaufstörungen vor)

- eine hochgezogene Hautfalte sollte sofort wieder verstreichen
- Allgemeinbefinden stark gestört
- Erbrechen/Durchfall - evtl. mit Blut
- leckt der Hund ständig den Bauch ? könnte ein Zeichen für Schmerzen sein
- Bauchumfang verändert ?

Sollte eines dieser Anzeichen stark verändert sein, sollten Sie unbedingt möglichst noch heute einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen, und eine Behandlung einzuleiten.



Als Ursache für Magen-Darm-Erkrankungen kommen verschiedene Ursachen in Frage :
- Futtermittelunverträglichkeit
- zu kaltes oder ungewohntes Futter
- Magen-Darm-Infekt durch Bakterien hervorgerufen
- Parasiten
- Einzeller im Darm (Giardien, Kokzidien)
- organische Ursache (z.B.Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse)
- Fremdkörper
- Vergiftung
- psychische Ursache, Streß, Aufregung
- Viruserkrankungen
- chronische Erkrankungen wie eosinophile oder lymphoplasmacelluläre Gastritis
- Helicobacter, Spirillen

Diät und evtl. kurzzeitiger Nahrungsentzug sind für die Behandlung von Verdauungsstörungen von ausschlaggebender Bedeutung, ganz gleich bei welcher Therapie.
Durch die Erkrankung ist die Schleimhaut entzündet, oder zumindest stark geschädigt. Es dauert 1-3 Tage bis wieder eine neue Schleimhaut aufgebaut ist. In dieser Zeit kann Debbie normale Nahrung nicht verdauen. Sie erbricht sie wieder.
Daher ist es besser und Debbie wird schneller wieder gesund, wenn sie12-24 Stunden keine Nahrung bekommt und dann ganz langsam mit Diät in kleinen Mengen begonnen wird. Auch die Trinkmenge sollte nicht übermäßig groß sein, da sonst durch den Volumenreiz Erbrechen oder Durchfall ausgelöst wird. Sie können dem Wasser eine Prise Salz hinzufügen, oder Kamillentee anbieten.
Als Diätnahrung eignen sich:
- Reis (lange gekocht)
- Hüttenkäse
- mageres, helles Fleisch
- Haferschleim (ohne Milch)


Bei Bauchschmerzen und gegen Erbrechen können Sie Nux vomica D6 geben (3xtgl. 5 Globuli oder eine zerdrückte Tablette, evtl. mit etwas Flüssigkeit vermischt nüchtern direkt in's Maul )

 

 

Ihre Debbie hat ganz offensichtlich eine akute Gastritis - eine Magenschleimhautentzündung. Insofern sind Nahrungkarenz und anschließende Diät die wichtigsten Massnahmen, die oft alleine schon ausreichen, um eine Besserung zu erzielen.

 

 

Falls Sie Paspertin oder MCP-Tropfen/Tabletten für sich selbst im Haus haben, könnten Sie in folgender Dosierung Debbie davon geben:

Metoclopramid Hund:

0,2 - 0,4 mg/kg 3 × täglich 30 min vor der Fütterung

 

 

 

 

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben. Bitte bewerten Sie meine Antwort, wenn Sie zufrieden sind durch Anclicken eines Smiley - Buttons. Nur durch eine positive Bewertung wird meine Arbeit vergütet. Sollten Sie nicht mit meiner Antwort zufrieden sein, können Sie gerne nochmals nachfragen, damit Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten.


Vielen Dank XXXXX XXXXX !


Mit freundlichen Grüßen,


Christiane Jahnke

Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 3 Jahren.

Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bitte ich fairerweise zu akzeptieren, bzw. neutral oder positiv zu bewerten, damit ich aus dem von Ihnen gezahlten Vorschuss für meine Arbeit bezahlt werde.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Prämisse, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung .



Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke