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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Einweißuntertäglichkeit bei Hunden: mein Hund hatte ca. über

Kundenfrage

Einweißuntertäglichkeit bei Hunden: mein Hund hatte ca. über 4 Wochen Durchfall und keinerlei Medikament haben angeschlagen; nach dem Schallen stellte man fest, dass die Leber Veränderungen aufzeigt; nach einer Gewebeentnahme -Darm; Milz; Leber stellt sich heraus, dass der Darm stark entzündet ist und die Keime in die Leber aufgestiegen.
Diagnose vom Tierarzt: der Hund hat eine Eiweißunverträglichkeit a) autoimun gegen eigenes Eiweiß oder b) Futter. Was kann ich tun, was muss ich am Futter umstellen oder .... oder ... noch was: nach 2 Wochen Cortisonbehandlung wurde es besser, aber jetzt hängt er wieder rum, kann man da auch alternativ noch was machen ???
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

wurden neben den histologischen Untersuchungen auch schon bakteriologische Untersuchungen gemacht ? Falls ja: welche Bakterien wurden denn bei den Kotuntersuchungen gefunden. Insbesondere gegen Colibakterien sind oft aus Kot hergestellte Immunisierungslösungen erfolgreich.

Es könnte sich bei Ihrem Hund um IBD handeln.
IBD (inflammatory bowel disease, chronisch entzündliche Darmerkrankung). Bei dieser Erkrankung werden vermehrt Entzündungszellen in Darmschleimhaut gefunden, dies kann über eine Biopsie nachgewiesen werden (leider nur mit Narkose möglich).

Als Ursache für IBD wird eine Autoimmunerkrankung angesehen, auch Bakterien, Allergien, etc. haben einen Einfluss auf diese Erkrankung.
Die Behandlung von IBD erfolgt mit Hilfe von speziellen Antibiotika (oft das imunmodulierende Metronidazol), Entzündungshemmern (Kortison, meist Prednisolon) und einer allergenarmen Diät. Behandlung mit Metronidazol oft über einen sehr langen Zeitraum hilfreich. Infos auch unter: http://www.kleintiermedizin.ch/hund/index.html

Als allergenarmes Futter könnten Sie in Absprache mit Ihrem Tierarzt vor Ort auch mal ein hydrolysiertes Futter versuchen (z.B. zd-ultra allergenfree der Firma Hills (hier wurden die Allergie auslösenden Eiweißbausteine durch Hydrolyse so zerkleinert, daß sie (fast) nicht mehr an Rezeptoren binden können )


Bei akutem Durchfallschub sollten Sie 24 Stunden Ihrem Hund nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.
.
Baldmöglichst sollten Sie bitte noch einmal zum Tierarzt gehen, insbesondere wenn:
-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blass und muss dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein)
-Ihr Hund sich immer wieder mit Durchfall quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur ( unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber, Temperaturen oberhalb von 39,5° deuten auf schwerere Infektionen) Das Zittern Ihres Hundes könnte auf Fieber oder wie Sie schon sagen Schmerzen hindeuten
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (länger andauernd sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .
--im Kot Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angespannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sofort zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Antibiotika, Mittel gegen Übersäuerung...
.
Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Podophyllum D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Außerdem wäre die Gabe von Diatab sinnvoll (schützt die Schleimhaut , bindet Bakterien und Viren (in gewißem Maß), enthält Elektrolyte) , alfavet, gibt´s beim Tierarzt.
Unterstützend können Sie täglich 1 Tl Heilerde ins Fressen geben, außerdem 1 Tl Joghurt; für 3-4 Wochen würde ich außerdem die Gabe eines Probiotikums (z.B. Bactisel, Selectaver) zur Förderung der physiologischen Darmflora empfehlen. Gut sind auch:
- Diarsanyl (Ceva, http://www.premiumtierfutter.de/diarsanyl-plus-fuer-eine-natuerliche-darmflora-p-20649-1.html?gclid=CNmAs-7__KsCFc1rfAod-CN8kA )
- canikur-pro http://www.canikur.de/de/canikur-pro.aspx
- synbiotic
Sie können später auch 1/2 Tl Heilerde sowie 1 Tl Teelöffel Joghurt 1x täglich zu geben.

Weiterhin können Sie Ihrem Hund noch eine Wärmflasche anbieten (wirkt oft beruhigend auf Darmkrämpfe

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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