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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo meine bordeauxdogge ist jetz seit 2 uhr nachts am erbrechen

Kundenfrage

Hallo meine bordeauxdogge ist jetz seit 2 uhr nachts am erbrechen ... es kommt nur schleim und wasser , das seltsame ist das es jetz schon seit 1h geht und er auch schwer armet und immer wieder würgt ...wwas tuen ?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

hat das Würgen ganz plötzlich begonnen? Kann Ihr Hund einen Fremdkörper (z.B. Knochen, Grashalm) aufgenommen haben?
Wenn gefahrlos möglich können Sie selbst in den Rachen schauen (Zunge tief runterdrücken), ob Sie etwas sehen (Fremdkörper, Rötungen, Schwellungen), besser aber Untersuchung durch Tierarzt (weiß eher was normal ist).

Zur Diagnose muß gründlich in den Rachen geschaut und evtl. ein Abstrich gemacht werden. Falls man dabei nichts findet wäre evtl. Röntgen und/oder eine Endoskopie erforderlich.
Evtl. müssen auch entzündungshemmende Medikamente gegeben werden (bei allergischer Komponente, Asthma)

Wie geht es Ihrem Hund denn jetzt vom Allgemeinbefinden her? Wie sehen die Schleimhäute aus? Hat er Fieber oder Untertemperatur?, bitte rektal messen (normal 38°-39°)? Ist der Bauch hart, aufgebläht und berührungsempfindlich? Ist er phasenweise auch apathisch, durchgehend sehr unruhig oder meist normal? Sollten Sie diesbezüglich deutliche Auffälligkeiten finden, gehen Sie bitte baldmöglichst zum Tierarzt. (Infusion, Schmerzmittel, Antibrechmittel...)

Bei Erbrechen sollten Sie sollten Ihrem Hund mindestens 12 Stunden nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt (gerne milder leicht warmer Fenchel- oder Kamillentee), falls die Flüssigkeit nicht auch erbrochen wird. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.

Achten Sie bitte auf folgende Krankheitszeichen, die einen Tierarztbesuch baldmöglichst erforderlich machen würden. Insbesondere darauf ob:
-Ihr Hund ausgetrocknet ist, dies erkennen Sie daran, daß
--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);
--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung
--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort wieder
-Ihr Hund sich im Laufe des Tages noch mehrfach mit Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber)
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .
-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat
-im Erbrochenen Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung, Darmverschluss...)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sofort zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Mittel gegen Übersäuerung...

Erbrechen hat neben einer meist leichten Gastritis (Magenentzündung), die z.B. durch ungewohntes oder zu kaltes Futter auftreten kann, meistens eine der folgenden Ursachen:
-infektionsbedingte Entzündungen der Magenschleimhaut (meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad), auch Giardien (einzellige Parasiten, Diagnose durch Kotuntersuchung) wären möglich
-Mandelentzündungen (meist eher Würgen und Schluckbeschwerden)
-Fremdkörper (meist sehr häufiger Brechreiz) oder Unverträgliches wurde angeknabbert (z.B. Pflanzen) eher bei Jungtieren häufiger
- Futtermittelunverträglichkeit (z.B. zu viel Fett)
-Vergiftung (sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Gift rauszubringen)
-starke Verwurmung (eigentlich nur Jungtiere)
- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)
-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) , Erbrechen kann z.B. ein Hinweis auf Störungen im Bereich Leber/Gallenblase sein, eindeutige Klärung aber nur mittels Blutuntersuchung und evtl. Ultraschall möglich
-Herzerkrankungen (u.a durch Rückstau in die Leber)
-falls weiblich und unkastrier: Gebärmutterentzündung (Bauch dick, evtl Scheidenausfluss, oft erhöhter Durst, Ist ihnen eine Änderung des Durstes in letzter Zeit aufgefallen?)
-Darmverschluss, meist durch Fremdkörper (ganz selten auch durch Gewebezubildungen), unvollständige Magendrehung

Zur Abklärung der Ursachen ist ein Tierarztbesuch notwendig, denn zur Ursachenklärung sind Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall
Oft wird ein Säureblocker gegegeben (Cimetidin, Ranitidin; Omeprazol, vom Tierarzt)

Heute würde ich kein Futter mehr geben und frühestens nach 12 Stunden mit leicht verdaulichem suppigem erwärmtem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Außerdem wäre die Gabe von Ulcogant sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt), später wäre dann die Gabe von 1 Tl Heilerde/Tag sinnvoll

Gegen häufigen Brechreiz und Übelkeit könnten Sie Paspertin (Metoclopramid-) Tropfen (1 Tropfen pro kg, 0,3 mg/kg) bis zu 3x täglich geben, falls es nicht rasch besser wird aber bitte baldmögliche Untersuchung um die Ursache abzuklären und möglichst gezielt behandeln zu können.

Bieten Sie bitte eine Wärmflasche an (wirkt beruhigend auf Magen-Darm)


Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
PS:
falls erforderlich:
Notdienste finden Sie hier:
- http://notdienste-catsonline.piranho.de/index.htm
- www.tierdoc24.de
- über die Feuerwehr / Polizei vor Ort
- auf den Anrufbeantwortern fast aller Tierärzte wird der Notdienst angegeben
- Tierkliniken haben immer 24 Stunden Dienst.

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