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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo! Meine 14 Wochen alte frz Bulldogge hustet seit 2-3 Tagen..nicht

Kundenfrage

Hallo! Meine 14 Wochen alte frz Bulldogge hustet seit 2-3 Tagen..nicht oft und eher vermehr nachts und morgens nach dem aufstehen.. Beim spielen geht die Puste auch schneller weg.. Der Husten klingt wie ein stärkeres Hächeln und dabei klingt es so als löse sich schleim der nach mehrmaligen Husten bis zum würgen dann auch im Maul landet aber sofort wieder geschluckt wird. Es klingt wie eine Bronchitis beim Menschen nicht wie der typische Zwingerhusten.. Vielen Dank ! Gruß Chris
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

 

nur vom Hustenklang ist eine Differenzierung zwischen Zwingerhusten und anders verursachtem Husten leider nicht möglich.

Husten bei jüngeren Hunden hat v.a. folgende Ursachen:
-Entzündungen (Rachen, Mandeln, Nase, Kehlkopf) meist infektiös (Viren und Bakterien), teilweise mit Fieber, d.h. rektal gemessene Temperatur über 39° (bitte rektal messen)
-Bronchitis und Lungenerkrankungen (bei Pneumonie (Lungenentzündung) meist hohes Fieber)
-Kehlkopflähmungen oder ein zu langes Gaumensegel
-Gewebewucherungen im Rachen/Kehkopfbereich (im Alter öfter auch Tumore)
-Fremdkörper im Rachenbereich (z.B. Grashalm),, insbesondere falls ganz plötzlicher Beginn, oft mit Würgen; soweit möglich in Rachen schauen (Fremdkörper ggf. mit Pinzette entfernen). Manchmal sind Fremdkörper leider auch nur endoskopsich feststellbar (z.B. wenn sie in den Mandeltaschen verkeilt sind)
-Herzerkrankungen (bei jungen Hunden sehr selten)
-allergische Ursachen

Zur Diagnose sind Untersuchung von Maul und Rachen (evtl. mit Abstrich) , sowie Abhören der Lunge (evtl. auch Röntgenaufnahme) nötig. In selteneren Fällen l sind sogar auch endoskopische Untersuchungen nötig.

Bei akuten Infektionen liegt meist Fieber vor (rektal über 39°).
"Zwingerhusten" ist oft langwierig, da es sich überwiegend um eine virale Erkrankung handelt (Behandlung der viralen Komponente nur über Steigerung der Abwehr möglich sowie symptomatische Behandlung des Hustens), manchmal sind aber auch Bakterien (u.a. Bordetellen) beteiligt, die mit einem Antibiotikum behandelt werden könnten (Abklärung mit Abstrich oder Therapieversuch)
Die symptomatische Behandlung mit Schleimlösern (Bisolvon (Wirkstoff Bromhexin: 1mg/kg 2x tgl, nicht bei Lungenödem) oder ACC (4mg/kg 2-3x tgl.)) richtet sich am Besten nach den Empfehlungen Ihres Tierarztes.

Unterstützend können folgende Maßnahmen helfen:
-Canipulmin (Plantavet, über Tierarzt oder online: (http://www.premiumtierfutter.de/canipulmin-liquid-starke-bronchialfunktion-p-20750-1.html)): Ergänzungsfuttermittel u.a mit Thymian und Efeu zur allgemeinen Unterstützung der Atemfunktion. Pulmostat akut von alfavet ist ein vergleichbares Medikament (http://www.tierarzt24.de/products/140306-alfavet-pulmostat-akut.aspx?AgentCode=V0003032&gclid=CMfyo4vsybUCFUGR3god9T0A4w)
-Prießnitzwickel: feucht-kaltes Tuch um Hals, darum trockenes Tuch, darum dicken Wollschal, 2 Stunden belassen, danach Hals gut trockenreiben; fördert reaktiv die Durchblutung und damit die Abwehr im Halsbereich
-Vitamingaben, "astoral Immustim H" (Firma almapharm, gibt´s beim Tierarzt)
--Inhalation mit heißem Kamillen-Salz-Wasser (in kleinem Raum, oder im abgedeckten Korb (mit etwas Lieblingsfutter), der über die Schüssel gestellt wird, ca. 5-10 Minuten, danach Hund gut trockenreiben und 2 Stunden zugfrei halten.
-Nasenspray (Euphorbum comp. Heel)
-Echinacea D1 und Ferrum phosphoricm D6 (je 3x täglich 1 Tablette, beide imunstimulierend); Gaben anderer homöopathischer Mittel richten sich nach betroffenem Bereich (tierärztliche Abklärung) und nach den Allgemeinsymptomen: z.B. Spongia D6 3x 1 Tabl. oft gut bei Kehlkopfentzündungen. Allgemein bei Husten bewährt sind auch die homöopathischen Komplexmittel "Virupect", eher akute Phase mit v.a. nächtlichem Reizhusten und "Tussistin" , schon länger bestehend mehr Schleim.
-Bronchialtee mit etwas Honig
- generell viel trinken lassen (z.B. durch Fleischbrühe schmackhafter machen)

Auf jeden Fall sollte der Rachen bei Fortdauer tierärztlich untersucht werden und Ihr Hund abgehört bei Bedarf auch geröntgt werden, damit dann gezielt behandelt werden kann.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

 

PS: falls die Beschwerden trotz Behandlung anhalten sollten, sollte man endoskopisch das Gaumensegel untersuchen, denn die (Mit-)ursache für den Husten könnte grundsätzlich auch ein im Verhältnis zur Schnauzenlänge zu langes Gaumensegel sein.
Sinnvoll wäre eine Endoskopie, um der Rachenraum , insbesondere das Gaumensegel zu untersuchen. In manchen Fällen ist eine Operation des Gaumensegels erforderlich.
Man könnte versuchen, das Gaumensegel durch dauerhafte Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten (meist Cortison, Prednisolon) etwas zu verkleinern. Dies wäre aber nur eine mittelfristige und keine langfristige Möglichkeit. (evtl. waren auch die Injektionen der Tierärztin ein Cortison).

Eine Straffung des Gewebes könnte Sie unterstützend mit Silicea D6 und SpongiaD6 je 3x täglich 5 Globuli versuchen.
Falls Gaumensegelprobleme die Ursache sind: Die effektivste Hilfe ist in der Regel die operative Korrektur.

 

Ich drücke die Daumen, daß der Husten nicht durch Gaumensegelprobleme mitverursacht ist und der Husten erfolgreich medikamentös behandelt werden kann.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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