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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Meine 10-jährige Hündin leidet an einem Blutohr. Derzeit bekommt

Kundenfrage

Meine 10-jährige Hündin leidet an einem Blutohr. Derzeit bekommt sie 2 x tgl. je 3 Tabl. Traumeel, zur äußeren Anwendung Traumeel Gel, Sankombi und 1 Ampulle Lymphomysot. Außerdem heute eine Injektion Sangostyphal (auch am Do + So). Ist diese Therapie ausreichend? Das Ohr hat sich innerhalb eines Tages nach der Punktion wieder gefüllt.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

ein Othämatom ist ein Bluterguss zwischen Knorpelschicht und Haut, der durch Schütteln des Ohres oder ein stumpfes Trauma mit Platzen eines kleinen Gefäßes entstanden ist.
Meist liegt eine Entzündung des Ohres vor, die zu heftigem Schütteln geführt hat und die tierärztlich abgeklärt und behandelt werden sollte. In seltenen Fällen können auch Gerinnungsstörungen oder Autoimmunstörungen mitbeteiligt oder sogar die Ursache sein.
Differentialdiagnostisch - aber deutlich seltener - wäre:
- ein Insektenstich (dann Antihistaminikum-Salbe, z.B. Fenistil) oder
- ein Abszess (nach infizierter Verletzung / Zeckenbiss / Biss , dann Antibiose und lokales Antiseptikum erforderlich).

Am wichtigsten ist die Behandlung der Ursache, die zum Ohrschütteln führt (oft Ohrentzündung, manchmal aber auch Schütteln nach Schwimmen oder ähnlichem).

Das Othämatom kann man punktieren (so wie es bei Ihrem Hund ja schon gemacht wurde) und das Blut absaugen und dann versuchen, das erneute Aufschlagen des Ohres mit einem Kopf-Ohrverband und Halskrause zu unterbinden. Dies ist aber nicht immer von Erfolg gekrönt das Hämatom füllt sich wieder neu. Es gibt auch verschiedene operative Verfahren, bei denen das Othämatom gespalten wird und die Haut dann auf den Knorpel festgenäht wird. Auch die Injektion von Cortison nach der Punktion wird teilweise empfohlen, um die Entzündung und Schwellung zu reduzieren

Wenn man das Othämatom belässt (die oft zu Grunde liegende Ohrentzündung muss aber in jedem Fall behandelt werden! ), wird der Bluterguss in 4-6 Wochen resorbiert, das Ohr schrumpelt dabei aber oft stark ein ("Blumenkohlohr"), manchmal kann sich ein Othämatom auch selbst entzünden (dann heiß und rot).

Unterstützend (aber nicht eine weitere tierärztliche Untersuchung ersetzend), könnten Sie neben Traumeelgabe noch Folgendes tun:
-Homöopathisch könnte man die Resorption durch die Gabe von den homöopathjischen Einzelmitteln 3x tgl. Arnika D6 , Bellis perennis D6 und Hamamelis D6 (zu Pulver vermischen, davon 3x täglich 1 Messerspitze) unterstützen, außerdem weiter so wie bisher 3x täglich das Othämatom mit Traumeel-Salbe einschmieren. Das Einschrumpeln kann man dadurch aber nicht verhindern. Versuchen kann man auch mit Heparinsalbe (das ganze Ohr einschmieren).

Ob das Othämatom operiert wird oder ein Punktieren ausreicht, sollten Sie bitte mit Ihrem Tierarzt noch mal besprechen, eine nochmalige Kontrolle der Ohren sollte baldmöglichst erfolgen.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
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