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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Wir haben unsere 2 Golden Retriever Mädchen von der Hundepension

Kundenfrage

Wir haben unsere 2 Golden Retriever Mädchen von der Hundepension abgeholt, erst hustete die eine ganz stark mit weißen Schleim, jetzt fängt auch die zweite an. Was können wir Tun? Was und wo können wir in München hin? Bitte helfen Sie uns! mfg Fam.xxxxx

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

Husten bei eher jüngeren Hunden hat v.a. folgende Ursachen:
-Entzündungen (Rachen, Mandeln, Nase, Kehlkopf) meist infektiös (Viren und Bakterien), teilweise mit Fieber, d.h. rektal gemessene Temperatur über 39° (bitte rektal messen)
-Bronchitis und Lungenerkrankungen (bei Pneumonie (Lungenentzündung) meist hohes Fieber)
-Kehlkopflähmungen oder ein zu langes Gaumensegel
-Gewebewucherungen im Rachen/Kehkopfbereich (im Alter öfter auch Tumore)
-Fremdkörper im Rachenbereich (z.B. Grashalm),, insbesondere falls ganz plötzlicher Beginn, oft mit Würgen; soweit möglich in Rachen schauen (Fremdkörper ggf. mit Pinzette entfernen). Manchmal sind Fremdkörper leider auch nur endoskopsich feststellbar (z.B. wenn sie in den Mandeltaschen verkeilt sind)
-Herzerkrankungen (bei jungen Hunden sehr selten)
-allergische Ursachen

Zur Diagnose sind Untersuchung von Maul und Rachen (evtl. mit Abstrich) , sowie Abhören der Lunge (evtl. auch Röntgenaufnahme) nötig. In selteneren Fällen l sind sogar auch endoskopische Untersuchungen nötig.

Bei akuten Infektionen liegt meist Fieber vor (rektal über 39°).
"Zwingerhusten" ist oft langwierig, da es sich überwiegend um eine virale Erkrankung handelt (Behandlung der viralen Komponente nur über Steigerung der Abwehr möglich sowie symptomatische Behandlung des Hustens), manchmal sind aber auch Bakterien (u.a. Bordetellen) beteiligt, die mit einem Antibiotikum behandelt werden könnten (Abklärung mit Abstrich oder Therapieversuch)
Die symptomatische Behandlung mit Schleimlösern (Bisolvon (Wirkstoff Bromhexin: 1mg/kg 2x tgl, nicht bei Lungenödem) oder ACC (4mg/kg 2-3x tgl.)) richtet sich am Besten nach den Empfehlungen Ihres Tierarztes.

Unterstützend können folgende Maßnahmen helfen:
-Canipulmin (Plantavet, über Tierarzt oder online: (http://www.premiumtierfutter.de/canipulmin-liquid-starke-bronchialfunktion-p-20750-1.html)): Ergänzungsfuttermittel u.a mit Thymian und Efeu zur allgemeinen Unterstützung der Atemfunktion. Pulmostat akut von alfavet ist ein vergleichbares Medikament (http://www.tierarzt24.de/products/140306-alfavet-pulmostat-akut.aspx?AgentCode=V0003032&gclid=CMfyo4vsybUCFUGR3god9T0A4w)
-Prießnitzwickel: feucht-kaltes Tuch um Hals, darum trockenes Tuch, darum dicken Wollschal, 2 Stunden belassen, danach Hals gut trockenreiben; fördert reaktiv die Durchblutung und damit die Abwehr im Halsbereich
-Vitamingaben, "astoral Immustim H" (Firma almapharm, gibt´s beim Tierarzt)
--Inhalation mit heißem Kamillen-Salz-Wasser (in kleinem Raum, oder im abgedeckten Korb (mit etwas Lieblingsfutter), der über die Schüssel gestellt wird, ca. 5-10 Minuten, danach Hund gut trockenreiben und 2 Stunden zugfrei halten.
-Nasenspray (Euphorbum comp. Heel)
-Echinacea D1 und Ferrum phosphoricm D6 (je 3x täglich 1 Tablette, beide imunstimulierend); Gaben anderer homöopathischer Mittel richten sich nach betroffenem Bereich (tierärztliche Abklärung) und nach den Allgemeinsymptomen: z.B. Spongia D6 3x 1 Tabl. oft gut bei Kehlkopfentzündungen. Allgemein bei Husten bewährt sind auch die homöopathischen Komplexmittel "Virupect", eher akute Phase mit v.a. nächtlichem Reizhusten und "Tussistin" , schon länger bestehend mehr Schleim.
-Bronchialtee mit etwas Honig
- generell viel trinken lassen (z.B. durch Fleischbrühe schmackhafter machen)

Auf jeden Fall sollte der Rachen bei Fortdauer tierärztlich untersucht werden und Ihr Hund abgehört bei Bedarf auch geröntgt werden, damit dann gezielt behandelt werden kann.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

 

PS:

in München bietet sich die Uniklinik an (http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/einrichtungen ).

Tierärzte und Tierkliniken in Ihrer Gegend finden Sie:
- in den Gelben Seiten (auch online)
- http://www.vetfinder.mobi
- http://www.tierarzt-onlinesuche.de
- http://www.tierarzt.org
Bitte Ihrer Postleitzahl und/oder Ortsnamen eingeben, um zu sehen wo sich ein benachbarter Tierarzt befindet.

 

PPS:
falls erforderlich (was ich aber eher nicht denke):
Notdienste finden Sie hier:
- http://catsonline-forum.de/index.php?option=com_sobi2&sobi2Task=search&Itemid=61
- www.tierdoc24.de
- http://www.vetfinder.mobi/
- über die Feuerwehr / Polizei vor Ort
- auf den Anrufbeantwortern fast aller Tierärzte wird der Notdienst angegeben
- Tierkliniken haben immer 24 Stunden Dienst.



Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

jetzt bleiben noch drei wichtige Fragen offen.

Ist der Kontakt mit anderen Tieren zu vermeiden(ansteckend für Tier) Mensch wahrscheinlich nicht?

Was ist mit Gassi gehen abkürzen oder normal?

Fressen wie immer oder müssen wir noch etwas beachten?

mfg

xxxx

 

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

 

Kontakt zu anderen Hunden eher vermeiden. Infektiöse Ursache eher wahrscheinlich, da ja beide Hunde betroffen sind.

Ansteckend für Mensch wahrscheinlich eher nicht , aber trotzdem besonders gute Hygiene im Umgang mit den Hunden sinnvoll.

Gassigehen eher wie immer (außer die Hunde wären sehr müde), aber auf jeden Fall keine Überanstrengungen

Fressen wie immer.

 

Freundliche grüße,

 

Udo kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

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Freundliche Grüße,

Udo Kind