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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo ihr Lieben,wir haben seit vier Wochen ein einjähriges

Beantwortete Frage:

Hallo ihr Lieben, wir haben seit vier Wochen ein einjähriges Angsthund-Weibchen (vllt Schäferh.-Windhund-Misch.) aus dem Tierheim. Wir konnten jeden Tag Erfolge verzeichnen - sie wurde auch zutraulich. Zu hause lag sie Anfangs entspannt auf dem Boden und wir konnten über sie hinweg steigen. Doch jetzt verzieht sie sich (fast panisch) in ihr Körbchen, wenn ich (der Mann) ihr begegne. Ja sie traut sich nicht mal mehr an ihr Futter in der Küche. Bei meiner Frau ist es ähnlich, wenn auch nicht so ausgeprägt. Doch draußen ist unser Hund, für ihre Verhältnisse, inzwischen selbstbewusst und gelehrig. Seit Kurzem gibt sie mir sogar ihren Bauch zum streicheln, aber eben nur draußen. Wir haben gelesen man soll den Hund ignorieren, so dass er von alleine auf einen zu kommt. Das habe ich/wir auch getan - doch denke ich das sie dadurch noch unsicherer wird. Eins noch: Ich bin ihr oft in der Wohnung aus dem Weg gegangen, so dass sie an mir vorbei konnte. Kann es sein, dass sie vllt "denkt" ich meide sie und deswegen meidet sie mich? Und wie soll ich mich verhalten, wenn sie mich anschnuppert? Soll ich einfach ruhig bleiben, oder sie versuchen zu streicheln?

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

 

aus dem Weg gehen sollten Sie Ihrer Hündin nicht, das könnte sie auf Dauer als ein Unterlegenheitszeichen Ihrerseits ansehen und es könnte mittelfristig zu Rangordnungsproblemen kommen.

 

Daß Ihre Hündin sich in ihren festen Kernbereich (das Körbchen) zurückzieht ist in Ordnung, das würde ein nicht ranghoher Hund im Hunderudel auch machen.

 

Sinnvoll ist, das zu ignorieren , was man nicht will und Ansätze von Vertrauen sofort positiv zu verstärken durch Lieblingsfutter etc.

 

Vermutlich ist der Hund bei den Vorbesitzern getreten worden und von daher kann es eine längere Zeit dauern , bis sie die Angst vor Füßen verliert.

 

Unterstützen könnte man Ihren Hund mit folgenden Medikamenten:
- Adaptil-Pheromon-Verdampfer (wird in die Steckdose gesteckt und verbreitet für uns unriechbare beruhigende Duftstoffe, die säugende Hündinnen zur Beruhigung ihrer Welpen absondern, 4 Wochen lang; am Hund selbst Adaptil-Halsband
- Rescue-Bachblütentropfen (4x täglich ) ; folgende Zusammenstellung wäre auch gut geeignet: Aspen, Cherry Plum, Rock Rose, Mimulus.
Am allerbesten ist natürlich eine individuelle Zusammenstellung, in der das Tier als Ganzes versucht wird zu erfassen.
-Zylkene (enthält beruhigende Komponenten aus Milch, wirkt allgemein Angst reduzierend, hätte innerhalb von 4 Wochen eigentlich schon Erfolg bringen müssen), auch Relaxan (cp-Pharma, beruhigende Aminosäuren) ist manchmal hilfreich
-Phosphorus D6 3x täglich 1 Gabe (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette) Auch Argentum nitricum ist oft hilfreich.

-Falls Sie mit diesen Maßnahmen nicht weiterkommen, könnte man auch angsreduziernde Psychopharmaka wie Clomicalm oder Selgian einsetzen, diese Mittel gibt es aber nur beim Tierarzt,

Ansonsten dem Hund viel Zuwendung geben, erwünschtes Verhalten sofort belohnen, Unerwünschtes möglichst ignorieren. Es braucht jetzt viel Geduld, das volle Vertrauen zu Menschen wieder aufzubauen.

 

Soweit möglich sollte der Hund - bevor es Lieblingsfutter gibt- immer eine kleine Aufgabe erfüllen müssen (z.B. Sitz) und das teils Futter suchen (leichte Aufgaben), dies stärkt das Selbstvertrauen.



Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Udo Kind,


wenn unser Hund zuvor getreten worden wäre, hätte er das Verhalten von Anfang an gezeigt, denke ich. Das ist es nicht.


Ich schrieb auch, dass der Hund nicht mal mehr ans Fressen geht. Das bezieht sich auch auf Leckerlies/Lieblingsfutter.


Nein sie ist null verfressen - das lockt sie nicht, auch kaum, wenn sie mal wenig oder nichts zu fressen bekommt. Da ist ihre Panik stärker.


Ich erhoffte mir eigentlich irgendwelche Tricks/Verhaltensweisen statt Medikamente, sorry.


Auch meine Frage bezüglich - streicheln oder still halten, wenn sie an mir schnuppert - interessiert mich immer noch.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Fragesteller, wenn Ihr Hund an Ihnen schnuppert, können Sie mit dem Zeigefinger seitlich am Maul entlangstreichen, dies immitiert das Begrüßungsschlecken der Hunde. Nicht mit der Hand auf Schulter oder Kopf gehen, da dies eine Dominanzgeste Ihrerseits wäre.

Wenn Ihr Hund länger als 24 Stunden wirklich nichts gefressen hat, sollte er tierärztlich untersucht werden, da dann vermutlich eine organische Erkrankung vorliegt. Falls er in Ihrer Abwesenheit doch frisst, sollten Sie auf jeden Fall bei den Fütterung in einigem Abstand 15 Minuten in dem Raum der Fütterung bleiben. Falls der Hund dann nicht frisst: Futter wegstellen und 6 Stunden wieder in Ihrer (zunächst weit entfernten) Gegenwart anbieten. Später Abstände verringern.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Also sie habe auch keine Erklärung, warum unser Hund anfänglich vertraulich auf dem Boden liegen blieb, so dass wir problemlos über ihn hinweg steigen konnten - und jetzt plötzlich in sein Körbchen huscht?


Das war eigentlich der Ausschlag, warum ich diese Seite hier suchte.


Hoffentlich ging das nicht unter.


Das macht mir echt Sorgen.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die aus meiner Sicht wahrscheinlichste Erklärung ist, daß er diesbezüglich schlechte Erfahrungen gemacht hat (siehe erste Antwort) und durch irgendeine Bewegung von Ihnen an diese schlechte Erfahrung erinnert wurde und so seine Angst vor Füßen der Vorbesitzer auch auf sie übertragen wurde.

Lösungsmöglichkeiten (grundsätzlich wird von nahezu allen Verhaltenstherapeuten die medikamentöse Unterstützung von Verhaltenstraining befürwortet) habe ich Ihnen bereits genannt.

 

Bitte ans Bewerten denken. Danke XXXXX XXXXX

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke das sie noch mal nachfragen.


Wenn unser Hund Angst vor Füssen hätte, würde sie meiner Meinung nach doch auch dann Angst haben, wenn ich , wohl gemerkt draußen, sowohl im Sitzen als auch stehen oder laufen meine Füße bewege.


Auch ist sie sonst wenig schreckhaft.


Zu hause läuft sie ja schon vor mir weg, wenn ich von Weitem zu sehen bin.


Bin ich in ihrer Nähe (zu hause) bleibt sie ruhig, sieht auch nicht zu meinen Füßen, oder schreckt davor zurück.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich denke daß die schlechten Vorerfahrungen überwiegend im Haus stattfanden. Vielleicht wurde ja auch mit Schuhen geworfen oder Ähnliches. Irgend etwas hat den Hund daran erinnert. Wichtig ist, keine ruckartigen, schnellen Bewegungen.

Man kann nur durch positives Verstärken des erwünschten ruhigen Verhaltens und Ignorieren der Angst versuchen , allmählich Vertrauen aufzubauen. Hierfür braucht es manchmal viel Zeit und Geduld.

Wünsche viel Erfolg, daß Ihr Hund bald volles Vertrauen auch drinnen bekommt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Na gut, dann will ich das mal so stehen lassen.


Vertrauen aufbauen ist gut gesagt.


Wie schon oben beschrieben gibt sie mir ja (draußen) ihren offenen Bauch, also in Rückenlage, zu streichlen/kraulen und genießt es mit Schmatzen und dösenden Augen.


Dann hat sie zwei Gesichter.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Daß es draußen so gut klappt, läßt hoffen , daß der Hund auch drinnen bald die alten Ängste vergessen kann. Adaptil, Rescue etc. könnten dies vermutlich beschleunigen helfen. Viel Glück!