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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

mein hund maggy eine rauhaardackelin 16 jahre hatte vor 2tagen

Kundenfrage

mein hund maggy eine rauhaardackelin 16 jahre hatte vor 2tagen einen epilptischen anfall.es war das erste mal.sie erkranke letztes jahr an einem plattenephietelkarzinom.es wurde ihr die linke kleine zehe wegoperiert.könnte es sein,daß sich da was gebildet hat?oder da ein zusammenhang besteht?und was soll ich jetzt unternehmen?bitte um antwort.danke
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

Während es sich bei Hunden zwischen 1 und 5 Jahren meist um "echte" epileptische Anfälle handelt sind bei älteren Hunden meist andere Ursachen der Grund für solche Anfälle. Auch ein Zusammenhang zu der Tumorerkrankung wäre denkbar, da auch Tumore im Bereich des Gehirns Krampfanfälle auslösen können.

Auch Vergiftungen können solche Krampferscheinungen auslösen. Auch eine Unterzuckerung kann zu solchen Krämpfen führen. Gerade wenn der Hund vor dem Anfall vielleicht weniger gefressen hat als normal, würde ich diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Eine Blutzuckerbestimmung sollte daher sicherheitshalber erfolgen.

Die Diagnose Epilepsie ist eine Ausschlussdiagnostik, da es keinen Test auf Epilepsie gibt. Es müssen daher zunächst andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Handelt es sich um eine Epilepsie, gibt es auch hier verschiedene Formen, je nachdem wodurch sie ausgelöst wird (Tumor, Hirnhautentzündung,...).

Sie sollten den Hund auf jeden Fall einem Tierarzt vorstellen und neurologisch untersuchen lassen. Auch eine Blutuntersuchung in Hinblick auf den Glucose- und Kaliumspiegel ist sinnvoll.

Bei einem älteren Hund muss man bei solchen Vorkommnissen immer auch eine Herzerkrankung im Hinterkopf haben. Ist Ihr Hund schon einmal in Hinblick auf die Herzgesundheit untersucht worden? Für die Probleme Ihres Hundes könnte auch eine Herzinsuffizienz verantwortlich sein. Das Herz muss pro Minute eine bestimmte Menge sauerstoffreiches Blut durch den Körper pumpen, damit alle Organe ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Wenn das Herz nun aus irgendwelchen Gründen (Herzklappenfehler, Abbau der Muskulatur, etc.) nicht mehr in der Lage ist dieses Herzminutenvolumen zu erreichen kommt es zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff und der Hund versucht dies mit hecheln auszugleichen bzw. er mag einfach nicht mehr und wirkt müde. Manche Hunde fallen auch einfach plötzlich um und zeigen ganz ähnliche Symptome wie bei einem epileptischen Anfall. Weitere Symptome für eine Herzinsuffizienz können beispielsweise häufigeres Husten (insbes. nach Anstrengung), nächtliche Unruhe oder auch starke Abgeschlagenheit nach Spaziergängen sein. Im Zweifelsfall würde ich einfach mal eine Röntgenaufnahme vom Herzen oder einen Ultraschall anfertigen.

Wenn Blutuntersuchung, Herz und neurologische Untersuchung unauffällig sind, ist es leider nicht ganz unwahrscheinlich, dass eine Tumorerkrankung die Ursache ist. Um dies zu erkennen muss man meist ein CT vom Schädel machen. Es gibt aber auch, wie oben erwähnt, einige andere, in der Regel gut behandelbare Ursachen, so dass ich auf jeden Fall eine Blutuntersuchung empfehlen würde.

Alles Gute für Ihren Hund