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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Kleintierärztin ist jetzt online.

Unser Hund 13 Jahre alt liegt seit heute apartisch in der Ecke.

Kundenfrage

Unser Hund 13 Jahre alt liegt seit heute apartisch in der Ecke. Er hat diese Nacht sich übergeben und ab und zu zittert er leicht. Er hat vorher Gras gefressen.Er hat Durchfall und trinkt sehr viel. Was ist hier zu unternehmen? Vielen Dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

die Symptome die Sie beschreiben könnten auf einen bakteriellen oder viralen Magen-Darm-Infekt hindeuten. In diesem Fall leiden die Tiere neben Durchfall und Erbrechen meist auch unter Fieber (über 39,0 °C). Fieber misst man bei Hunden am Besten rektal mit einem digitalen Fieberthermometer, wobei man darauf achten sollte, dass das Thermometer tief genug in den Enddarm eingeführt wird.

Könnte Ihr Hund etwas unverträgliches aufgenommen haben? Theoretisch kommen bei solchen Symptomen immer auch Unverträglichkeitsreaktionen oder Vergiftungen in Frage.

Dass er Gras gefressen hat ist ein Zeichen dafür, dass ihm schlecht ist. Hunde versuchen durch das Fressen von Gras häufig Erbrechen auszulösen.

Wenn der Hund nicht frisst, so ist dies häufig ein natürlicher Schutzmechanismus. Wenn uns schlecht ist, wollen wir meist auch nichts essen. Das der Hund einen oder zwei Tage nicht frisst wäre nicht weiter schlimm, wenn das Allgemeinbefinden ansonsten nicht zu stark gestört ist.

Fassen Sie dem Hund bitte mal auf den Bauch. Wie fühlt sich dieser an? Ist er weich und gut durchtastbar oder fühlt er sich hart und gespannt an? Letzeres ist ein Hinweis auf Bauchschmerzen. Auch starke Unruhe, hecheln, etc. sind häufig Hinweise auf starke Bauchschmerzen. Bei diesen Symptomen oder anhaltendem Erbrechen sollten Sie unbedingt den tierärztlichen Notdienst aufsuchen.

Ansonsten würde ich den Hund für mindestens 24 Stunden nicht füttern, ihm aber reichlich zu trinken anbieten. Falls Sie es zufällig im Haus haben kann man gegen das Erbrechen 0,3 - 0,5 mg pro kg Körpergewicht MCP bzw. Paspertin eingeben. Humanmedizinische Präparate gegen Durchfall sind für Hunde leider nicht geeignet.

Nach der Nahrungskarenz eignet sich am Besten eine Diät aus 1/3 gekochtem Reis, 1/3 gekochtem Geflügel und 1/3 Hüttenkäse in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt gefüttert um den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen.

Wenn der Hund auch morgen noch erbricht bzw. starken Durchfall hat sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, da insbesondere bei älteren Hunden auch Bauchspeicheldrüsenentzündungen und andere Erkrankungen zu dieser Smyptomatik führen können.

Alles Gute für Ihren Hund