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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

wir fliegen nach griechenland. unser hund hat panische angst

Kundenfrage

wir fliegen nach griechenland. unser hund hat panische angst in eine hundehütte zu gehen. auch mit leckerli bleiben die hinterbeine immer zitternd draussen. wie kann ich ihn am flughafen in eine flugbox kriegen? der flug dauert 3 stunden. am ankunftsort sollte er nicht wie betäubt sein. er wiegt 25 kg und ist 12 jahre alt. wir reisen für ein halbes jahr. vielen herzlichen dank für ihre antwort.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

hier gibt es leider nur zwei Möglichkeiten. Entweder trainiert man dem Hund an, sich in der Box wohl zu fühlen bzw. es hin zu nehmen oder man muss den Hund mit einem Sedativum beruhigen.

Wenn man bei einem älteren Hund ein entsprechendes Training durchführen möchte, so sollte man hiermit mindestens 1 - 2 Monate vor der Reise beginnen. Kurzfristig kann man einen Hund mit starker Angst kaum auf solche Situationen vorbereiten. Bei einem solchen Training muss man versuchen den Hund davon zu überzeugen, dass die Box ein angenehmer Ort ist. Dies fängt man erst einmal für mindestens 1 Woche an, indem man die Box nur in der Wohnung stehen hat und sie beispielsweise neben den Schlafplatz des Hundes stellt. Wenn der Hund dies ohne Probleme erträgt, kann man den Futternapf in die Box stellen und den Hund nur noch hier füttern. Am Anfang stellt man den Napf ganz nach vorne, später weiter nach hinten. Gut funktioniert es auch, wenn man den Deckel der Box erst einmal weg lässt. Nach einer weiteren Woche kann man dann versuchen den Hund für wenige Sekunden in die Box zu locken. Wenn er in die Box geht wird er belohnt, die Zeitspannen werden dann immer weiter verlängert. Insgesamt muss man für ein solches Training mehrere Wochen bis Monate einplanen.

Es gibt verschiedene Präparate, die eine beruhigende Wirkung auf Hunde haben, ohne sedierend zu wirken. Hier kommt z.B. Adaptil in Frage. Dies ist ein Präparat, welches Stoffe abgibt, die nur Hunde wahrnehmen können und die auf Hunde eine beruhigende Wirkung haben. Es sind Stoffe, die auch vom Muttertier abgegeben werden, wenn es den Wurf säugt. Ob ein solches Präparat in Ihrem Fall ausreicht, müsste man testen. Auf jeden Fall unterstützen diese Präparate ein entsprechendes Training sehr gut. Auch Zylkene oder Rescue Tropfen können helfen.

Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit den Hund zu sedieren. Hierfür bekommt der Hund vor der Abreise (noch bevor er sich aufregt, sonst funktioniert es nicht) Beruhigungstabletten (Z.B. Vetranquil, Sedalin oder Diazepam). Die Wirkung ist individuell unterschiedlich und sollte vorher möglichst getestet werden. Manche Hunde brauchen allerdings recht lange, bis sie nicht mehr schläfrig und torkelig sind, andere sind recht schnell wieder fit. Für den Hund ist dies auf jeden Fall die bessere Möglichkeit als den Flug panisch überstehen zu müssen. Die sedative Wirkung kann allerdings den ganzen Tag anhalten.

Insgesamt gesehen ist ein entsprechendes Training, kombiniert mit einem Adaptil Halsband, die beste Lösung. Allerdings müssen Sie hierfür einige Wochen Zeit einplanen. Wenn Sie diese nicht mehr haben, sollten Sie sich Beruhigungstabletten besorgen. In diesem Fall würde ich Ihnen eine Box mit Rollen empfehlen, so dass der Hund am Flughafen nicht unbedingt selber laufen muss.

Alles Gute für Dina
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich freuen.

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