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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, ich habe meiner 13 jährigen Hündin mit nur noch einer

Kundenfrage

Hallo,
ich habe meiner 13 jährigen Hündin mit nur noch einer Niere und chronischer Pankreatitis auf Anraten meiner TÄ heute Comfortis verabreicht (ca. 17 Uhr mit dem Futter), um18 Uhr musste ich zur Arbeit, um 21:30war ich wieder zu Hause, wo icih Reste von eRbrochenem fand, wohl wieder gefressen.
Nun ist es 3:30, seit zwei Stunden geht es dem Hund schlecht. Sie hat Temperatur 38,6°C, die Haut ist stark gerötet, sie ist apathisch und sabbert stark. Ab udn zu reibe ich sie mit einem Eispack kurz ein, es scheint ihr zu helfen. Meine TÄ ist erst mrogen um 10 Uhr wieder erreichtbar und ich habe grosse Angst um meinen Hund
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

Erbrechen und Apathie sind seltene aber mögliche Nebenwirkungen von Comfortis.

"4.10 Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich
Die Häufigkeit von Erbrechen am Tag oder am Tag nach der Behandlung nimmt in Abhängigkeit der Dosis zu. Erbrechen wird höchstwahrscheinlich von
einer lokalen Wirkung auf den Dünndarm verursacht. Bei Dosen über der empfohlenen Dosis tritt Erbrechen sehr häufig auf. In Dosierungen von ungefähr
dem 2,5-fachen der empfohlenen Dosis führte Spinosad bei der überwiegenden Mehrzahl der Hunde zu Erbrechen.
Bei Dosen bis zu 100 mg/ kg Körpergewicht pro Tag für 10 Tage war Erbrechen das einzige klinische Symptom der Überdosierung und trat innerhalb von 2,5
Stunden nach der Dosis auf. Bei allen mit Comfortis behandelten Hunden kam es zu einem milden Anstieg der ALT (Alaninaminotransferase), wobei die ALTWerte
bis Tag 24 zu ihren Ausgangswerten zurückkehrten. Ebenso wurden Anzeichen einer Phospholipidose (Vakuolenbildung des lymphatischen Gewebes)
beobachtet, die allerdings zu keinen klinischen Symptomen bei Hunden führten, die bis zu 6 Monate behandelt wurden.
Es gibt kein Antidot. Bei unerwünschten Nebenwirkungen symptomatisch behandeln."

aus:, [PDF]
Comfortis 270 mg-Kautabletten für Hunde - Pharmazie
www.pharmazie.com/graphic/A/43/8-90243.pdf‎

Leider ist nur eine symptomatische Behandlúng möglich. Es wäre wichtig, daß Ihre Hündiin Infusionen erhält , wenn es ihr noch schlecht geht.

Bei Erbrechen sollten Sie sollten Ihrem Hund mindestens 12 Stunden nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt (gerne milder leicht warmer Fenchel- oder Kamillentee), falls die Flüssigkeit nicht auch erbrochen wird. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.

Wie geht es denn jetzt? Achten Sie bitte auf folgende Krankheitszeichen, die einen Tierarztbesuch baldmöglichst erforderlich machen würden. Insbesondere darauf ob:
-Ihr Hund ausgetrocknet ist, dies erkennen Sie daran, daß
--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);
--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung
--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort wieder
-Ihr Hund sich im Laufe des Tages noch mehrfach mit Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber)
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .
-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat
-im Erbrochenen Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung, Darmverschluss...)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sofort zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Mittel gegen Übersäuerung...

Heute würde ich zunächst bis Abend kein Futter mehr geben und frühestens nach 12 Stunden mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Außerdem wäre die Gabe von Ulcogant sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt), später wäre dann die Gabe von 1 Tl Heilerde/Tag sinnvoll

Gegen häufigen Brechreiz und Übelkeit könnten Sie Paspertin (Metoclopramid-) Tropfen (1 Tropfen pro kg, 0,3 mg/kg) bis zu 3x täglich geben, falls es nicht rasch besser wird aber bitte baldmögliche Untersuchung um die Ursache abzuklären und möglichst gezielt behandeln zu können.

Bieten Sie bitte eine Wärmflasche an (wirkt beruhigend auf Magen-Darm)


Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
PS:
falls erforderlich:
Notdienste finden Sie hier:
- http://notdienste-catsonline.piranho.de/index.htm
- www.tierdoc24.de
- über die Feuerwehr / Polizei vor Ort
- auf den Anrufbeantwortern fast aller Tierärzte wird der Notdienst angegeben
- Tierkliniken haben immer 24 Stunden Dienst