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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

welche chancen auf genesung hat meine an eierstockkrebs-erkrankte

Kundenfrage

welche chancen auf genesung hat meine an eierstockkrebs-erkrankte 12 jahre alte hündin, wenn ich sie operieren lasse? welche anderen behandlungsmöglichkeiten gibt es da, wenn eine op aufgrund ihres alters nicht angebracht ist?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend,

wie wurde der Eierstocktumor erkannt? Ich nehme mal an, dass eine Ultraschalluntersuchung gemacht wurde. Wurde über einen Östrogentest im Blut ausgeschlossen, ob es sich statt um eine tumoröse Veränderung um eine östrogenproduzierende Eierstockzyste handelt?

Die Heilungschancen bei Eierstocktumoren, die noch nicht metastasiert haben, ist nach einer operativen Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter sehr gut, viele Hündinnen leben danach noch etliche Jahre.

Zunächst sollte auf jeden Fall der Brustkorb geröngt werden um erkennen zu können, ob Metastasen auf der Lunge vorhanden sind. Tumore streuen in der Regel zuerst auf die Lunge. Liegen bereits Lungenmetastasen vor, ist die Überlebenszeit leider als gering einzustufen. In diesem Fall würde ich Ihnen von operativen Therapiemaßnahmen abraten.

Wenn die Hündin ein gutes Allgemeinbefinden hat, Leber- und Nierenwerte sowie das Blutbild in Ordnung sind, würde ich Ihnen zu einer operativen Versorgung raten, da dies die Therapieoption mit der besten Prognose ist und Ihre Hündin eine reelle Chance auf eine ganz normale Lebensqualität und Lebenserwartung hat. Bei einer ansonsten gesunden Hündin ist das Narkoserisiko auch mit 12 Jahren als nicht übermäßig hoch einzustufen. Wir operieren sehr viele Hündinnen in diesem Alter, da in diesem Alter häufig Gebärmutterentzündungen auftreten, bei denen ebenfalls eine Kastration erfolgen muss.

Alternativ gibt es die Möglichkeit einer Chemotherapie. Diese Variante wird allerdings sehr selten gewählt, da die Heilungschancen bei operativer Entfernung der Eierstöcke so gut sind. Ich würde Ihnen eine Chemotherapie nur empfehlen, wenn eine Operation absolut nicht möglich ist.

Bitte unbedingt vorher abklären lassen, ob die Blutwerte in Ordnung sind und ob Metastasen auf der Lunge vorliegen.

Es gibt Studien, in denen eine Bestrahlung der Eierstöcke probiert wurde. Auch dies wird jedoch sehr selten eingesetzt, da die Operation nach wie vor Mittel der Wahl ist. Auch gibt es nur wenige Kliniken in Deutschland, die über eine entsprechende Ausstattung verfügen.

Alles Gute für Ihre Hündin
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Erstmal vielen herzlichen Dank für ihre schnelle Antwort, das hat mir sehr weitergeholfen. Ja, es Wurde letzten Mittwoch ein Ultraschall gemacht und es handelt sich um eine Zyste. Meine Hündin leidet aber nur an einer leichten Blutarmut, laut meiner Tierärztin also nicht bedenklich. Es wurde auch ein Blutbild gemacht und alle Organe sind Gott sei Dank gesund. Allerdings habe ich ihren Brustkorb noch nicht röntgen lassen, da ich mir erstmal eine 2. Meinung eines anderen TA einholen wollte. Ich bin Ihnen sehr dankbar, und werde meine Angie auf jeden Fall operieren lassen, wenn ein Narkoserisiko ausgeschlossen wird.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
ein gewisses Narkoserisiko haben Sie im Grunde (auch in der Humanmedizin) bei jeder Narkose. Man kann dies aber gering halten, indem man eine gründliche Voruntersuchung (ist bei Ihrer Hündin schon erfolgt) macht und die Narkose gut überwacht. Hierzu gehört eine Überwachung der Herzfrequenz und der Sauerstoffsättigung. So kann man bei Schwankungen schnell reagieren. Auch sollte die Operation bei einer älteren Hündin immer mit einer Inhalationsnarkose erfolgen. Hierbei wird der Hund intubiert und erhält die Narkose über ein Narkosegas-/Sauerstoffgemisch. Diese Narkose ist sehr gut steuerbar und dadurch viel sicherer als die Injektionsnarkose, bei der das Narkosemittel über die Vene oder die Muskulatur verabreicht wird.

Ich wünsche Ihrer Hündin weiterhin alles Gute und gute Besserung
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich freuen.