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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Kann ich auch noch was anderes machen ausser meinen hund zu

Kundenfrage

Kann ich auch noch was anderes machen ausser meinen hund zu kastrieren. Danke XXXXX XXXXX andwort.lg manuel
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.

Tierarzt - Homöopathie :

welche Beschwerden zeigt Ihr Hund denn ? Warum soll er kastriert werden? z.B. Aggressivität?

Tierarzt - Homöopathie :

Falls der Grund Aggressivität ist:


Eine Kastration wird voraussichtlich folgende Veränderungen bringen:


- keine Ruhelosigkeit durch läufige Hündinnen mehr


- Aggression von anderen Rüden vermindert, evtl. etwas vermehrte Aggression durch fremde Hündinnen (einzelne Hündinnen sind gegen kastrierte Rüden etwas aggressiv)


- das Verhalten Ihres Rüden wird sich nicht stark ändern


- evtl. etwas ruhiger


- etwas höhere Neigung zum Dickwerden (läßt sich aber durch disziplinierte Fütterung und genug Bewegung vermeiden)



Das gebräuchlichste und nebenwirkungsärmste Präparat ist ein Chip, ein Suprelorin-Implantat. Es wird zwischen den Schulterblättern unter die Haut injiziert und kann dort in der Regel folgenlos lebenslang verbleiben. Die Wirkung tritt nach etwa 4-6 Wochen ein und hält etwa ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahr (je nach Stärke des Implantats).


http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00059061.01?inhalt_c.htm



Ein anderes Mittel wäre Delmadinon (Gestagen und Antiandrogen, tardastrex, pfizer), hier sind die Nebenwirkungen höher und es wird daher kaum noch verwendet. http://139.18.70.138/fachinfo/t/tardastrex_10mgml_spc_2007-12.pdf.



Wirkdauer nur 4 Wochen; sollte wegen der Nebenwirkungen nicht in Langzeitanwendung gegeben werden.



Zwischen Hunden ist es bis zu einem gewissen Grad normal sich auszutesten und die Rangfolge festzulegen. Kommte es bei den Auseinandersetzungen zu ernsten Verletzungen oder ist es in der Regel nur großes Getöse? Falls es nur Getöse ist sollte man Hunde alles selbst regeln lassen. Sie können allerdings den Anblick anderer Hunde mit Positivem verknüpfen (Lieblingsleckerlie). Evtl. meint Ihr Hund Sie verteidigen, evtl. sogar führen zu müssen. Es ist wichtig, daß Sie ihm (auf friedliche Weise!) noch stärker klar machen sollten, daß Sie der Chef sind, auf den es sich lohnt zu hören, und auf den es sich lohnt zu konzentrieren.

Sollte es keine körperlichen Probleme (z.B. Schilddrüsenüberfunktion, evtl. tierärztliche Allgemeinuntersuchung machen lassen) geben, könnten folgende Maßnahmen helfen, das Problem zu beheben:

1.Verhaltenstraining

-zunächst sollten Sie Ihren Hund in Gegenden, in denen es zu problematischen Begegnungen kommen kann, nur an der Leine führen. Wenn Ihr Hund an der Leine vollkommen auf Sie hört, könne Sie ihn auch in diesen Gegenden frei laufen lassen und das Training genauso durchführen, wie in der ersten Phase mit Leine (evtl. Übergangsphase mit langer Leine).

-Allmähliche Desensibilisierung: Üben Sie zunächst in ganz leichten Situationen (fremder Hund noch weit entfernt) "Sitz" und "Platz", steigern Sie die Schwierigkeit (also die Entfernung zu anderen Hunden) ganz allmählich. Loben Sie ruhiges Verhalten (auch mit Trockenfutterbröckchen), ignorieren Sie Ihren Hund bei Unruhe. (dann neues Training in einer noch etwas leichteren Situation). Verlegen Sie das Training allmählich in schwierigere Gegenden (wo es viele andere Hunde gibt). Das Training kann insgesamt einige Wochen dauern.

- Beschäftigen Sie Ihren Hund möglichst viel (Spazieren, Spiele, Suchspiele ( einen Teil des täglichen Futters suchen lassen). Hilfreich sind insbesondere Suchspiele, da sie die Ruhe und Ausgeglichenheit des Hundes stärken und der Hund lernt, sich auf etwas zu konzentrieren. Schwierigkeit allmählich steigern und bei Erfolg loben (der Futterbrocken an sich ist natürlich auch schon eine Belohnung) am besten sind Versteckspiele, die Schwierigkeit immer mehr steigern. Man kann Hunden auf diese Weise allmählich auch Begriffe beibringen (d.h. sie müssen das von Ihnen Genannte suchen und finden und erhalten erst danach erst die Belohnung); auch Geschicklichkeitsaufgaben / Agility wären geeignet. Viel Toben mit anderen Hunden ist natürlich auch immer gut.

-Hunde haben eine Assoziationszeit von 3-4 Sekunden, d.h. sie verbinden die Reaktion des Menschen mit dem, was sie in den letzten 3-4 Sekunden gemacht haben. Stoppen kann man ein Verhalten demzufolge nur bei Beginn (Nein und Sitz machen lassen). Wenn Ihr Hund in Stressituationen (anderer Hund) auf den Befehl zunächst nicht reagiert und aggressiv in Richtung des anderen Hundes zieht, sollten Sie mit "Nein", "Komm" und "Fuß" in eine andere Richtung gehen, als der Hund gezogen hat. Seine Aggression müssen Sie ansonsten unbedingt ignorieren (Kein Beruhigen, da es verstärkend wirkt); Zuwendung dürfen Sie Ihrem Hund erst wieder geben, wenn er sich beruhigt hat. Sitz machen lassen und ein paar Futterbröckchen geben.
-Vor jeder angenehmen Tätigkeit (Fressen, Spazieren, Streicheln, Spielen etc.) einen Befehl (z.B. Sitz) ausführen lassen. Nichts ist umsonst. Fördert das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit Ihrer Befehle ("Es lohnt sich auf Frauchen/Herrchen zu hören!").
-Rangfolgetraining: Hund geht erst als 2. durch eine Tür; Hund wird erst gefüttert, nachdem Besitzer gegessen hat; Manche Plätze (z.B. Sofa) dürfen nur mit Erlaubnis und Aufforderung durch Besitzer betreten werden. Im Hunderudel ist es ganz klar, daß man macht, was der Rudel-Chef sagt. Daher ist die klare Rangordnung für das Gehorchen und Ruhigbleiben in den genannten Stresssituationen hilfreich.
-Gehorsamkeitstraining (mit kleinen erbsengroßen Trockenfutterbelohnungen durchführen, Hund sollte sich einen Teil seines Futters mit den Übungen erarbeiten müssen)
1. Komm-Training: Name rufen und Futterbrocken zeigen, sobald Hund aufmerksam ist: Komm rufen, wenn Hund kommt, sofort (innerhalb von höchstens 1 Sekunde) Belohnung geben; sobald Ihr Hund sicher kommt, können Sie ihn auch in „Hundegegenden“ wieder freilaufen lassen. Sobald Sie einen Hund sehen: Heranrufen Ihres Hundes, Sitz machen lassen, belohnen.
2. Sitz Training: Futterbrocken vor die Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futterbrocken langsam nach oben-hinten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft aufs Hinterteil des Hundes drücken, dabei "Sitz!" sagen, sobald Hund sich gesetzt hat: Innerhalb von 1 Sekunde Belohnung geben und loben
3. Platz-Training: aus der Sitzposition heraus, Futterbrocken vor Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futter langsam nach vorn-unten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft auf Rücken drücken, dabei "Platz" sagen. sobald Hund in Platz-Position: sofort (1Sekunde!) Belohnung geben
4.Bleib-Training: aus Platz- oder Sitz-Position heraus: "Bleib" sagen, 1 Schritt weggehen, sofort wieder zum Hund gehen und Belohnung geben (sollte Hund doch aufgestanden sein: ignorieren, neuer Versuch und noch schneller zum Hund zurückkehren), allmählich die Abstände vergrößern, später dann 2, 3, 5... Minuten , noch später verläßt der Mensch auch mal kurz das Zimmer
-Generell gilt: Erwünschtes Verhalten beachten und belohnen (schon das Beachten eines Hundes ist für ihn eine Belohnung) , unerwünschtes Verhalten ignorieren (soweit möglich) bzw. den Hund schnellstmöglich und ohne zu Reden aus der Situation führen ( evtl. muß man den Hund (ohne zu reden!, außer "Komm!") die ersten Meter hinter sich her ziehen), Zuwendung unbedingt erst wieder bei ruhigem, normalem Verhalten.
-In Gegenden mit anderen Hunden Ihren Hund zunächst generell nur an der kurzen Leine führen, lobend mit ihm sprechen, wenn er ruhig ist,; ab und zu "Sitz" machen lassen dann sofort (< 3 Sekunden) bei Befehlausführung ein Futterbröckchen geben

-Gut wäre natürlich auch der Besuch einer Hundeschule und (in späteren Phasen) allgemein möglichst viel Kontakt mit anderen Hunden, mit denen Ihr Hund friedliches Verhalten üben und praktizieren kann

Zusammengefasst:
Es ist wichtig, daß Ihr Hund eine möglichst enge Bindung zu Ihnen hat, dann sollte auch ein Wieder-Umkonditionieren bzgl. der anderen Hunde und Menschen möglich sein.
- Hund herbeirufen sobald fremde Menschen oder Hunde sichtbar - möglichst BEVOR Ihr Hund aggressiv oder stürmisch wird, sitz machen lassen, ruhiges Verhalten mit Leckerlies belohnen, immer wieder kleine Leckerlie solange andere Hund noch sichtbar, dann nicht mehr
- Falls doch aggressiv: NEIN!!!, dann kommentarlos wegziehen und ignorieren.
- So lernt Ihr Hund: Hund oder fremden Menschen sehen = Sitz machen; Friedlich sein = Belohnung.
Aggressiv sein zu Hund = werde weggezogen, ignoriert.
- Anfangs große Abstände zu anderen Hunden
- Hund bitte grundsätzlich auf die abgelegene Seite zu anderen Hunden nehmen -so daß Sie immer dazwischen sind.
- Hilfreich könnte evtl. auch ein Halti sein.

2. Medikamente
Unterstützen könnte man die Verhaltenstherapie mit :
-Hyoscyamus D30 jeden 3.Tag 1 Gabe (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette)
- das Psychophrmacon Fluoxetin sollte nur von einem verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tierarzt verschrieben werden.

Falls der Grund für die Kastration ein anderer ist , bitte noch mal melden.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,
da mir angezeigt wurde, daß Sie offline sind, ist der Chat beendet. Sie können jedoch hier im Frage-Antwort-Modus weiterhin nachfragen, bis Sie mit meiner Antwort zufrieden sind. Ich antworte gerne noch einmal.
Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv oder neutral zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.
Vielen Dank XXXXX XXXXX!

Freundliche Grüße,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

bitte - falls es keine Ergänzungsfrage mehr gibt, die ich natürlich gern noch beantworte - die erbrachte Leistung (d.h. die Beantwortung Ihrer Frage) durch neutrales oder positives Bewerten honorieren (nur dann findet eine Bezahlung statt; ohne neutrales oder positives Bewerten bleibt die Arbeit des Experten komplett unbezahlt); auf diesem Vertrauen zum Kunden basiert die Arbeit des Experten. Sie bewerten (und bezahlen), indem Sie auf eines der "positiven" Smileys (Frage beantwortet, informativ und hilfreich, Toller Service) klicken.

Danke im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind

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