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Corina Morasch
Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 15530
Erfahrung:  Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
48487448
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Corina Morasch ist jetzt online.

Hallo,meine Hündin wurde vor 3 Wochen operiert. Sie hatte

Kundenfrage

Hallo, meine Hündin (irgendwo zwischen 4 und  6 Jahre alt, wissen wir nicht genau, da aus Spanien, kastriert) wurde vor 3 Wochen operiert. Sie hatte eine Fermurkopfresuktion an der linken Hüfte. 2 Tage nach der OP war das Bein total dick, sie hatte ein Lymphödem. Bekam Infusionen und Entwässerungsmittel. Nach 1 Woche war das Bein wieder dünn. Nur 2 Tage später bildete sich im oberen Drittel der Operationsnaht eine dicke walnussgrosse Beule. Die platzte dann und es lief Gewebewasser heraus. Da es nicht aufhörte zu laufen, ging ich in die Klinik und mir wurde eine Lösung mit Wasserstoffperoxid mitgegeben. Sie hat eine Reaktion auf die Unterhautfäden gezeigt, die sich aber erst nach 35 Tagen nach der OP auflösen sollen. Nun spüle ich das winzige Loch in der Naht mit der Lösung, 2-3ml zweimal am Tag. Sie benutzt ihr Bein aber überhaupt nicht, es hängt nur so da rum. Wielange wird es dauern, bis sie wieder laufen kann? Sie hat bis gestern Schmerzmittel bekommen, morgens Metacam, abends Novalgin. Heute ist der erste Tag, an dem ich ihr keine Tablette gegeben habe. Aber sie quikt und jault öfters bei falschen Bewegungen. Ist es normal, dass sie ihr Bein nicht belastet und aufsetzt? Was sind da so die Erfahrungswerte? Und ist es durchaus normal, dass soviele Komplikationen auftreten wie bei ihr?

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

danke für Ihre Anfrage, welche ich gerne beantworte.

Was ist der ursprüngliche Grund für die OP gewesen?

Beste Grüße und alles Gute,
Corina Morasch
Tierärztin
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Die Hüftpfanne war schon wie eine "Tarantel" um den Kopf eingewachsen, mit ganz viel Gewebefäden und sie hatte ganz schlimme Arthrose, die so entzündlich war, dass sie nur noch Metacam nehmen konnte. Sie konnte die Treppen nicht mehr hochlaufen und kam, wenn sie abends erst einmal lag, nicht mehr hoch. Sie wurde zunehmend empfindlicher beim spielen und hatte von Anfang an einen Hoppelgalopp drauf. Die Hüfte war wohl mal komplett draussen auf der linken Seite und es hat in Spanien niemand gekümmert. Es ist dann irgendwie so zusammengewachsen und das linke Bein stand danach immer etwas seitlich nach aussen. Wir wussten das am Anfang nicht, haben nur den Hoppelgalopp bemerkt. Es handelt sich um eine englisch Setter Hündin, sie wiegt 20 kg. Die Röntgenbilder von 2012 und 2013 sprachen für sich. Es war eine deutliche Veränderung zu erkennen und da die sehr schmerzhaft war, wurde diese OP durchgeführt.

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

 

leider kommt es bei solchen Eingriffen durchaus öfter zu Komplikationen,da es sich ja um eine Operation direkt am Knochen handelt.Hat sie auch ein Antibiotikum neben den erwähnten Schmerzmitteln bekommen?Dies wäre in jeden Fall ratsam um damit eine Infektion zu verhindern bzw zu behandeln,was auch die ursache für das nicht belasten sein könnte.Ich würde ihnen daher dringend raten sobald wie möglich nochmals den Hund bei dem behandelnden Tierarzt vorzustellen und eine Kontrollröntgenaufnahme machen zu lassen um die Situation besser beurteilen zu können.Ferner auch ein Antibiotikum zu geben.Auf grund ihrer Beschreibung würde ich von einer Infektion bzw Entzündung ausgehen,eventuell wäre es ratsam das Wundwasser zu untersuchen um zu sehen um welche Art von Keimen es sich handelt.Da der hund nicht belastet ist bei solchen Eingriff meist normal allerdings sollte dies sich in den nächsten 2-4 Wochen deutlich bessern,wenn aber eine Infektion vorliegt wovon man eventuell ausgehen muß bleibt das bein schmerzhaft und ihr hund belastet es daher nicht.Wie gesagt eine Röntgenkontrolle und Antibiotikumtherapie wäre in diesen Fall anzuraten.

 

Beste Grüße und alles Gute

 

Corina Morasch

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sie hat nach der OP 10 Tage Baytril bekommen. Danach kein Antibiotika mehr. Nur noch Schmerzmittel. Als ihr Bein so dick war, 2 Tage nach der OP und sie dieses Lymphödem hatte, hatte sie 40,5 Fieber. Ihre Temperatur ging mit Novalgin runter und war die Woche danach immer bei 39.6 - 39.1 Grad. Gestern Abend hatte sie 38.75 Grad. Heut ist der 2. Tag ohne Schmerzmittel. Die winzige Stelle, wo das Gewebewasser ablaufen kann, wächst über Nacht zu. Am nächsten Morgen ist die Stelle dann an der Naht hart und ein klein wenig dick. Heute Morgen bekam ich die Spülung zwar in sie rein, aber ich konnte die 3ml nicht wieder rausdrücken. Erst als ich mit einer Minikanüle in die Stelle gepiekst habe, konnte die Spülung ausgedrückt werden. Jedes Aufstehen tut ihr weh und sie jault. Wir haben morgen Physiostunde und am Donnerstag einen Termin in der Klinik.


Ich werde auf jeden Fall den Vorschlag mit dem röntgen machen und fragen, ob eine Untersuchung des jetzt nicht mehr so schlimm austretenden Gewebewassers erforderlich ist.


Könnte auch eine Knochenhautentzündung vorliegen?


Oder äussert sich diese mehr mit Fieber?

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

danke für Ihre Antwort.

Eine Knochenhautentzündung kann nicht ausgeschlossen werden, würde ich in diesem Fall aber nicht unmittelbar in Betracht ziehen. Leider kann man dies nicht über die Höhe des Fiebers eingrenzen.

Beste Grüße,
Corina Morasch
Tierärztin
Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 15530
Erfahrung: Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
Corina Morasch und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Gestern war die Physiotherapie hier und sie konnte mit der Hündin nicht arbeiten. Das Bein war kalt und der Fuss sehr schuppig. Sie konnte keinen Tiefenschmerz auslösen. Die Hündin hat überhaupt nicht reagiert. Sie rief sofort in der Klinik an und sprach mit dem TA. Er sagte, etwas erstaunt, dass sie letzte Woche noch auf den Tiefenschmerz reagiert habe und es sich in der Tat nun um ein neurologisches Problem handeln könnte. Heute vor 4 Wochen wurde sie operiert. Nun soll ich ihr 1 Tbl. Vitamin B12 10µg und 1 Tbl. Prednisolon 5 mg geben. Er meint, dass der Nerv völlig in Ordnung war und sie evtl. jetzt ein Ödem in Richtung Wirbelsäule hat, welches den Nerv abklemmt. Ich konnte ja vorgestern schon die Wunde nicht mehr richtig spülen, weil ich kaum Flüssigkeit in sie reinbekam und schon gar nicht mehr rausbekam. Seit gestern spüle ich gar nichts mehr. Der TA will heute nachmittag zu uns kommen.

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

 

Ich wüde ihnen dringend raten den Hund in einer Tierklink vorzustellen.Ich denke nicht,daß man dies Problem im Zuge eines Hausbesuches klären kann.Weiterführende Untersuchungen sind jetzt in jeden Fall dringend angezeigt,hierzu würde ich auch nicht mehr warten,da ein absterbender nerv z.B. ein sehr großes Problem für den Hund darstellen kann würde ich ihen raten unverzüglich in eine chirurgische Kleintierklink zu fahren.Ich drücke ihnen und ihren Hund die daumen.sie können mir gerne wieder mitteilen wie es ihrer Hündin geht.

 

Beste Grüße und alles Gute

 

Corina Morasch

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