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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Meine Hündin frisst nicht aber trinkt viel Wasser. Seit gestern

Kundenfrage

Meine Hündin frisst nicht aber trinkt viel Wasser. Seit gestern Abend erbricht sie ca. alle 2 stunden gelbe Flüssigkeit. Was kann das sein?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Tierarzt - Homöopathie :

Hallo,

Tierarzt - Homöopathie :

seit wann trinkt Ihr Hund so viel? Schon länger? oder erst seit kurzem? Ist die Hündin kastriert? Falls nein : wann war die letzte Läufigkeit von Sissy? Bei Hündinnen mit viel Durst und Erbrechen muß man immer auch an eine Gebärmutterentzündung denken. (Diagnose durch Abtasten, Röntgen / Ultraschall des Bauches, Blutuntersuchung). Hat(te Ihre Hündinn veränderte Temperatur? (bitte rektal messen; normal 38°°-39°). Wie geht es Ihrem Hund denn vom Allgemeinbefinden her? Wie sehen die Schleimhäute aus? Hat er Fieber oder Untertemperatur (normal 38°-39°)? Ist der Bauch hart, aufgebläht und berührungsempfindlich? Ist er apathisch, sehr unruhig oder normal? Sollten Sie diesbezüglich deutliche Auffälligkeiten finden, gehen Sie bitte baldmöglichst noch mal zum Tierarzt. (Infusion, Schmerzmittel, Antibrechmittel...)

Bei Erbrechen sollten Sie sollten Ihrem Hund 12 - 24 Stunden nichts zu fressen geben. Dann sollte Ihr Hund aber wieder etwas zu sich nehmen , da er sonst allmählich schwächer würde. Es ist gut , daß Ihr Hund normal trinkt. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt und wichtig (gerne milder leicht warmer Fenchel- oder Kamillentee), falls die Flüssigkeit nicht auch erbrochen wird.

.Baldmöglichst sollten Sie bitte zum Tierarzt gehen , wenn:
-Ihr Hund ausgetrocknet ist, dies erkennen Sie daran, daß
--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);
--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung
--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort wieder
-Ihr Hund sich im Laufe des Tages noch mehrfach mit Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° Sie sagen "keine Temperatur", wie hoch war sie denn? ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber)
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .
-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat
-im Erbrochenen Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung, Darmverschluss...)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie baldmöglichst zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Mittel gegen Übersäuerung...

Erbrechen hat neben einer normalen leichten Magenentzündung, die z.B. durch ungewohntes oder zu kaltes Futter auftreten kann, meistens eine der folgenden Ursachen:
-infektionsbedingte Entzündungen der Magenschleimhaut (meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad), auch Giardien (einzellige Parasiten, Diagnose durch Kotuntersuchung) wären möglich
-Mandelentzündungen (meist eher Würgen und Schluckbeschwerden)
-Fremdkörper (meist sehr häufiger Brechreiz) oder Unverträgliches wurde angeknabbert (z.B. Pflanzen) eher bei Jungtieren häufiger
- Futtermittelunverträglichkeit (z.B. zu viel Fett)
-Vergiftung (sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Gift rauszubringen)
-starke Verwurmung (eigentlich nur Jungtiere)
- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)
-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) , Erbrechen kann z.B. ein Hinweis auf Störungen im Bereich Leber/Gallenblase sein, eindeutige Klärung aber nur mittels Blutuntersuchung und evtl. Ultraschall möglich
-Herzerkrankungen (u.a durch Rückstau in die Leber)
-falls weiblich und unkastrier: Gebärmutterentzündung (Bauch dick, evtl Scheidenausfluss, oft erhöhter Durst, Ist ihnen eine Änderung des Durstes in letzter Zeit aufgefallen?)
-Darmverschluss, durch Knoten oder Fremdkörper, selten;

Zur Abklärung der Ursachen ist ein Tierarztbesuch notwendig, denn zur Ursachenklärung sind Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall
Oft wird ein Säureblocker gegegeben (Cimetidin, Ranitidin; Omeprazol, vom Tierarzt)

Heute würde ich mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Futtter pürieren, verflüssigen (schnellere Magenpassage, weniger Brechreiz) und erwärmen (riecht und schmeckt besser). Evtl. mit Löffel oder Spritze ins Maul geben.


Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Außerdem wäre die Gabe von Ulcogant sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt)

Gegen häufigen Brechreiz könnten Sie Paspertin (Metoclopramid-) Tropfen (1 Tropfen pro kg, 0,3 mg/kg) bis zu 3x täglich geben, dann aber bitte baldmögliche Untersuchung

Tierarzt - Homöopathie :

Bei Fortdauer bitte unbedingt zum Tierarzt. Insbesondere eine Gebärmutterentzündung sollte ausgeschlossen werden bzw. falls eine vorliegt baldmöglichst behandelt werden (meist Operation). Im typischen Fall einer Gebärmutterentzündung ist die letzte Läufigkeit 4 - 10 Wochen her, andere Verläufe sind aber auch möglich.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,
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Vielen Dank XXXXX XXXXX!

Freundliche Grüße,

Udo Kind

 

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal. Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv oder neutral zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.
Vielen Dank im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind

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