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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

guten abend wie besitzen ein e bordeauxdoggen hündin sie

Kundenfrage

guten abend

wie besitzen ein e bordeauxdoggen hündin sie wird im april 5 jahre alt , sie hat seid 2 jahren des öfteren starken juckreiz wie rötungen an den stellen wo angeblich allergien war nimmt axel pfoten ohren . In den letzten drei jahren war es immer zur sommer zeit sie wurde mit kordison behandelt und die anzeichen waren weg , aber im jahr 2012 hatte sie den juckreiz und die schuppen das ganze jahr .... Wir haben jetzt auch nach rat des tierartztes das futter geändert sprich kartoffeln maggerqaurk und butter es schien in den ersten drei wochen besser zu werden jetzt aber verschlimmert es sich wir wohnen in berlin spandau / hasselhorst wir haben viele frei laufende tiere wie Füchse waschbären hier die sehr zutraulich sind , ich habe was gehört das die fuchs fräude auch dies ervorrufen kann . was sollten wir jetzt am besten machen und was lindert den juckreiz und die schuppen ohne den hund mit kordison zubehandeln. Danke XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Tierarzt - Homöopathie :

Hallo,

folgende Ursachen kommen für den starken Juckreiz Ihres Hundes - neben Flöhen (wären erkennbar an Flohkot, das sind schwarze Krümel die sich bei Befeuchten auf Papiertuch rotbraun färben, da verdautes Blut) - insbesondere in Frage:

-andere Hautparasiten (v.a. Milben (relativ häufig sind Grasmilben,; besonders heftiger Juckreiz bei Sarcoptesmilbe, "Fuchsräude" ( dabei Hauptveränderungen aber oft im Kopfberich), seltener Läuse, Haarlinge (man sieht viele kleine "Schuppen"); Milben kann man äußerlich nicht sehen. Diagnose durch Hautgeschabsel (mikroskopische Untersuchung von ein wenig mit Skalpell abgeschabter oberer Hautschicht) oder "diagnostische Therapie" z. B. mit stronghold (pfizer) oder advocate (Bayer), wirken gegen Milben, Haarlinge, Läuse und Flöhe. Diese Mittel sind allerdings verschreibungspflichtig. Rezeptfrei in der Apotheke bekommen Sie nur das spot-on Frontline, das gut gegen Flöhe, aber etwas schlechter als die Vorgenannten gegen Milben wirkt.

Möglich ist auch eine Demodikose (Infektion mit Demodexmilben, die v.a. bei sekundärer bakterieller Besiedlung auch zu heftigem Juckereiz führen kann), Diagnose ebenfalls mit Hautgeschabsel, zur Therapie muß advocate hier aber wöchentlich gegeben werden (Die Demodikose ist eine sehr hartnäckige schwere Erkrankung, es gibt noch einige andere Mittel, Waschungen etc.).

-bakterielle (oft stark riechende, manchmal eitrige, stinkende) Hautentzündungen (Diagnose durch Abstrich, oft Antibiose erforderlich)

-Allergie (z.B. Pflanzen, Hausstaubmilben...) , wie von Ihnen schon angesprochen; es gibt Bluttests zur Diagnose, evtl. spätere Hyposensibilisierung durch Injektionen,

-Futtermittelallergie (kann Reizschwelle für Jucken erniedrigen, Wirkung einer Diät merkt man oft erst nach bis zu 8-10 Wochen und darf nichts anderes füttern, s.u.),

- Autoimmunerkrankungen (sehr selten)

-Hautpilz (Diagnose durch Abstrich, primär meist nicht so starker Juckreiz, bei sekundärer zusätzlicher Besiedelung mit Bakterien und Mallassezien (Hefepilze) aber schon, manchmal schuppiges Zentrum, roter Ring)

- Stoffwechsel- oder Organkrankheiten (meist entsprechende weitere Symptome, evtl. Blutuntersuchung - incl. Schilddrüse! - machen lassen, Schilddrüsenprobleme führen relativ oft zu Hautproblemen)

- starke psychische Probleme (Überspungshandlung), hat sich irgend etwas im Umfeld verändert?

Als erstes würde ich baldmöglichst zunächst auf Hautparasiten untersuchen bzw. behandeln lassen. Außerdem bitte die Analbeutel kontrollieren lassen (Angestautes Sekret kann in manchen Fällen eine Allergie verstärken). Eine Untersuchung auf Bakterien und Pilze sollte anschließend ebenfalls erfolgen.

Unterstützend könnten folgende Maßnahmen helfen:

Shampoonieren der Haut mit veterinärmedizinischen Shampoos:

-Malacep-Shampoo (cp-pharma), falls ein Hefepilzbefall (Malassezien, Tierarzt fragen) vorliegt

-ansonsten z.B. Clorexyderm-Shampoo (ani-medica), stark reinigend, bakterienreduzierend

-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma), auf besonders wunde Stellen Vunoplant (Plantavet)

-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von 2x tgl. Sulfur D6 unterstützen, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein (v.a. bei Allergie). Mittelfristig wäre auch die Gabe des homöopathischen Konstitutionsmittels sinnvoll .

-Futterumstellung: zur Senkung der Reizschwelle; Besonders gut ist:

---Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten,

---das Futter zd-ultra der Firma Hills)

Alle Diäten müssen 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden

- evtl. Ringförmiger Halskragen aus Schaumstoff, der mit Leder umhüllt ist (z.B. Rebopharm „Tierkragen") statt den üblichen Trichtern

-Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B. Viamin-B-Komplex-ratiopharm) für 4 Wochen

-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt)

Falls infektiöse Ursachen ausgeschlossen bzw. behandelt sind und die oben genannten Maßnahmen ohne Erfolg bleiben sollten, hilft gegen eine Allergie oft auch das Mittel Atopica (Novartis) gut (langristig meistens besser verträglich als Cortison, gibt´s beim Tierarzt)

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie :

PS: Ein Allergietest wäre zwar kurzfristig (für 5 Minuten Blutabnahme) eine Belastung. Um eine effektive Behandlung zu ermöglichen aber oft sehr hilfreich