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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.
Hunde

Unser Berner Sennenhund ist im November 10 Jahre alt geworden.

Ende November bemerkten wir hinten... Mehr anzeigen
Ende November bemerkten wir hinten links Lahmheit und eine Schonhaltung des Fußes, des Weiteren stellten wir bereits selbst durch abtasten fest, dass der Oberschenkel bis zum Knie sehr stark geschwollen war. Der Tierarzt diagnostizierte Kreuzbandriss. Der OP-Termin stand fest und der zu operierende Chirurg meinte in der vorhergehenden Untersuchung es sei kein Kreuzbandriss. Wieder wurden Untersuchungen angestellt wie noch maliges Röntgen, Blutabnahme und der Chirurg zog eine Flüssigkeit aus dem Oberschenkel. Blutbild und diese Flüssigkeit waren nach Laboruntersuchungen aber o.K. bzw gab es nur sehr geringen Anzeichen auf eine Entzündung. Der Chirurg vermutete trotz alledem einen Tumor. Wir ließen unseren Hund operieren und der Chirurg entfernte eine recht großen Tumor aus dem Knie und weitere kleine Tumore aus dem Oberschenkel, jedoch nicht aus der Innenseite des Oberschenkels, da der Tumor bereits mit Muskelgewebe verwachsen ist. Nach der Laboruntersuchung des Gewebes erhielten wir die Diagnose "histiozytärer Tumor" und zwar verdächtigt für eine maligne Hystiozytose. Die Wunde ist gut verheilt, er belastet den Fuß auch wieder, frißt und säuft, aber nun gibt es ein neues Problem und zwar bricht er oftmals hinten einfach zusammen, rappelt sich aber immer wieder auf und läuft dann weiter, jedoch wieder lahmend. Wir wissen das er nie mehr gesund wird, aber wir dachten ihm durch die OP ein wenig die Schmerzen nehmen zu können. Nun haben wir jedoch Angst die Schmerztabletten abzusetzen, da wir das Zusammenbrechen nicht deuten können und nicht wissen ob es schmerzhaft ist, da es dieses Problem vorher nicht gab. Der Tierarzt meint, dass die kleinere Tumore die nicht entfernt werden konnten, eventuell auf einen Nerv drücken würden. Nur wie gesagt, ist er vorher nie zusammen gebrochen. Kann es wirklich so schnell von einem Tumor kommen und wie schnell verläuft diese Krankheit. Der Hund hat noch so viel Lebensenergie, er war in seinem Leben nie eingesperrt, er hat sein Reich auf unseren 4000 m² großen Grundstück, er war immer mobil und fit. Es gab die ganzen zehn Jahre keine Probleme. Wir spielen nun mit dem Gedanken, dass diese Beschwerden vielleicht doch auch von der Hüfte her rühren könnten, diese wurde nie geröntgt, da niemand eine Ursache in der Hüfte sah. Wir möchten nicht so einfach aufgeben. Wir sind sehr rat-und hilflos. Kann man nichts weiter dagegen tun auch gegen Schmerzen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
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hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

Histiozytäre Erkrankungen sind gut- oder bösartige Tumore aus sog. Histiozyten. Diese Zellen entstehen im Knochenmark, kommen in allen Organen vor und dienen der Abwehr körperfremder Substanzen .
Bei einer Histiozytose sind die Histiozyten in einzelnen Organen krankhaft vermehrt. Es gibt drei Formen, nämlich das kutane Histiozytom, die reaktive Histiozytose sowie
das histiozytäre Sarkom. Dies wurde früher Maligne Histiozytose genannt.
Die bösartige Tumorform, das histiozytäre Sarkom, tritt gehäuft beim Berner Sennenhund auf .
Häufig wird der Tumor in Gelenknähe beobachtet.
Die Lebenserwartung für einen Hund mit histiozytärem Sarkom ist gering, und der
Tod tritt meist wenige Monate nach der Diagnose ein. Leider bringen Behandlungsversuche mittels OP, Bestrahlung und Chemotherapie in der Regel keine befriedigenden Resultate.

Dies sind leider schlechte Nachrichten für Sie und Don. Durch flankierende Massnahmen wie Misteltherapie, Horvi-Enzymtherapie kann unter günstigsten Umständen eine gewisse Verzögerung im verlauf erbracht werden.
Ansonsten bleibt nur die Schmerztherapie.

Trotzdem wäre es evtl. ratsam die Hüfte röntgen zu lassen. Dazu muß man allerdings sagen, daß es an der Therapie nichts wesentliches ändern würde. Auch eine HD - wenn sie so stark ist, daß Lahmheiten entstehen - sollte mit Schmerzmitteln versorgt werden.
Die Prognose bleibt in jedem Fall ungünstig. Die Lahmheiten sind vermutlich ein Symptome der Tumore.




Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben. Bitte bewerten Sie meine Antwort, wenn Sie zufrieden sind durch Anclicken eines Smiley - Buttons. Nur durch eine positive Bewertung wird meine Arbeit vergütet. Sollten Sie nicht mit meiner Antwort zufrieden sein, können Sie gerne nochmals nachfragen, damit Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten.


Vielen Dank XXXXX XXXXX !


Mit freundlichen Grüßen,


Christiane Jahnke


Kundenantwort hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.


Ich glaube nun, dass wir bei den Schmerzmitteln bleiben müssen und es ihm im Großen und Ganzen nur damit erträglich machen können. Nur kann man die Schmerzmittel durchweg und über einen längeren Zeitraum verabreichen?


Er hat für seine Rasse ein stolzes Alter erreicht und ich weiß nun nicht mehr, ob weitere Untersuchungen angestellt werden sollten.


Vielen Dank im Voraus!


 


Mit freundlichen Grüßen


 


Matthias und Sandra Meyer

Tierarzt-mobil, Tierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
wenn ich ganz ehrlich bin - ich würde keine größeren Untersuchungen mehr anstellen lassen. So traurig es ist - es ist einfach eine schlechte Diagnose. Leider ist die prädisposition in vielen Berner Sennen- Linien vorhanden, was die Rasseprädisposition erklärt.

Mit Schmerzmitteln können Sie nichts mehr falsch machen - zum einen kann man sie auch über einen sehr langen Zeitraum geben, wenn sie vom Magen her vertragen werden (es gibt aber einige Präparate zum Ausweichen), zum anderen muß man sagen, daß die Zeit, die verbleibt, möglichst mit wenig Schmerzen verbunden sein sollte. Schmerzen sind in diesem Fall das Einzige, was man weitgehend vermeiden kann - zumindest für einen gewissen Zeitraum.

Es tut mir sehr leid, daß Ihr Don diese Erkrankung erwischt hat - geniessen Sie alle noch jeden Augenblick, der bleibt.

Alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke

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