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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Mein Hund hat sich wahrscheinlich mit Zwingerhusten angesteckt

Kundenfrage

Mein Hund hat sich wahrscheinlich mit Zwingerhusten angesteckt . Seit iener halben Stunde hustet er. Sofort zum Arzt oder morgen??
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend,

haben Sie die Möglichkeit bei Ihrem Hund Fieber zu messen? Dies geht am Besten rektal mit einem normalen Fieberthermometer. Eine Körpertemperatur über 39 °C deutet auf Fieber hin, ab 39,5 °C hat der Hund deutliches Fieber. Dies könnte z.B. auf einen bakteriellen oder viralen Infekt hindeuten.

Sind Ihnen noch weitere Symptome aufgefallen? Achten Sie in diesem Zusammenhang auf Nasenausfluss, Augenausfluss, Niesen, eine beschleunigte Atmung, etc.

Wenn der Hund hustet, hört sich dieser Husten verschleimt oder trocken an? Hat der Hund Auswurf, wenn ja, wie sieht dieser aus?

Bei den Symptomen, die Sie beschreiben würde ich zunächst an 2 Hauptursachen denken. Häufig handelt es sich bei den von Ihnen beschriebenen Symptomen um den bereits von Ihnen erwähnten Zwingerhustenkomplex. Ein Hund sollte zwar gegen Zwingerhusten geimpft sein, jedoch handelt es sich hierbei um eine multifaktorielle Erkrankung und es wird nur gegen die "schlimmsten" Viren geimpft. Da aber auch andere Viren und Bakterien beteiligt sind, kann der Hund trotzdem einen Zwingerhusten bekommen. Ist ein bisschen vergleichbar mit der richtigen Grippe (gegen die kann man impfen) und einem grippalen Infekt.

Sie sollten auf jeden Fall morgen zum Tierarzt gehen, damit sich keine chronische Erkrankung beziehungsweise doch noch eine Bronchitis, oder ähnliches aus der Erkrankung entwickelt. Da das Allgemeinbefinden des Tieres beeinträchtigt ist und die Leistungsfähigkeit reduziert ist sollte der Hund wahrscheinlich ein Antibiotikum erhalten.

Bei einer Zwingerhusteninfektion sind häufig zunächst nur die oberen Atemwege betroffen, besonders ausgeprägt ist meist der trockene Hustenreiz. Wird ein Zwingerhusten nicht behandelt kann es aber sekundär zu einer Infektion der Lunge kommen.

Differentialdiagnostisch kommt unter anderem auch eine Lungenwurminfektion in Frage. Falls der Hund länger nicht entwurmt wurde sollte dies daher auf jeden Fall erfolgen.

Bei einem älteren Hund würde ich immer auch an eine Herzerkrankung und ein damit verbundenes Lungenödem denken. Hierbei kommt es in der regel zu schaumigem Auswurf. Die Tiere zeigen eine erhöhte Atemfrequenz, legen sich nicht gerne hin, wirken unruhig und hecheln häufig stark.

Um den Hustenreiz zu lindern kann man den Hund inhalieren lassen. Den Hund hierzu vor eine Schüssel mit heißem Salzwasser setzen (geht am Besten, wenn der Hund z.B. in einer Transportbox sitzt) und beides mit einem Handtuch oder einer Decke abdecken. Den Hund so mehrmals täglich ca 5 Minuten inhalieren lassen.

Wenn das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigt ist oder das Tier hohes Fieber hat bzw. Atemnot zeigt, sollten Sie den tierärztlichen Notdienst aufsuchen, ansonsten dürfte es reichen, wenn Sie morgen einen Tierarzt aufsuchen.

Alles Gute für Ihren Hund