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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Mein Mischlingsrüde ist 13 jahre alt.Er war Anfang Oktober

Kundenfrage

Mein Mischlingsrüde ist 13 jahre alt.Er war Anfang Oktober beim TA und hatte eine Spritze mit Antibiotika und Kortison bekommen, da er Fieber hatte und trotz Futter nicht zugenommen hatte.So seit ein paar tagen ist mir aufgefallen,das er viel Wasser trinkt und auch alle paar Stunden raus muß und dann stehe ich gute 5 Minuten oder länger am Strassenrand ( weiter komme ich nicht ) und er uriniert.Beim Spazieren gehen bleibbt er alle paar Meter stehen und läßt Tröpfenweise Urin ab.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

wie viel trinkt Ihr Hund? (normal sind 20-60ml/kg / Tag Wasseraufnahme) vermehrter Durst ermehrter Durst und entsprechend größere Harnmenge hat insbesondere folgende Ursachen:
-Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit (bei längerer Dauer meist mit deutlichem Gewichtsverlust)
-Diabetes insipidus, Wasserharnruhr (Wasserrückresorbtionsstörung in der Niere)
-Niereninsuffiziens chronisch
-Cushing, Nebennierenrinde produziert zu viel Cortison, oft auch viel Appetit
-Lebererkrankungen
-Infektionserkrankung , Fieber (rektal gemessen > 39°), gestörtes Allgemeinbefinden,
Der häufige Urinabsatz kann Folge der erhöhten Trinkmenge sein, es könnte aber auch eine Blasenentzündung vorliegen (dann Harnabsatz oft erschwert, häufig und verkrampft). Nur auf Grund einer Diagnose ist dann die entsprechende Therapie möglich (z.B. Antibiotikum bei Infektion, Insulin bei Diabetes....)

Eine Diagnose dieser Erkrankung ist nur durch Blut- und Urinuntersuchungen möglich
Gehen Sie bitte möglichst doch zu Ihrem Tierarzt. Er kann mit Hilfe von Blut- und Urinuntersuchungen (bitte gleich Urin mitbringen, vor Blutabnahme möglichst nüchtern), evtl. auch Röntgen/Ultraschall die Diagnose stellen und eine entsprechende gezielte Therapie einleiten.

Bitte das Wasser auf keinen Fall wegstellen. Ohne Behandlung ist das viele Trinken zunächst das Sinnvollste für die Erkrankung, diese Reaktion hat sich im Lauf der Evolution bei der konkreten Erkrankung bewährt. Sobald die Erkrankung ursächlich behandelt wird, wird der Durst von selbst zurückgehen.


Bei einigen Praxen können Sie mit einer Anzahlung und Ratenzahlungen das Finanzierungsproblem lösen. Dies muss man aber durch direkte Kontaktaufnahme mit verschiedenen Praxen herausfinden. Sonst bitte notfalls auch nach dem Tierarzt des örtlichen Tierschutzvereins erkundigen. In manchen Gebieten gibt es auch "Tiertafeln" , von denen man in begründeten Fällen Zuschüsse erhalten kann. Nähere Infos: http://www.tiertafel.de/
Falls ein regelmäßiges Einkommen nachweisbar ist kann man eine Finanzierung der Kosten auch über www.medipay.de bei einigen Tierärzten abwickeln.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

PS:

häufigste Ursachen für häufigen Harndrang bei Hunden sind:
-Entzündungen und/oder Verletzungen von Harnblase und/oder den Harnwegen, oft bakteriell und/oder durch winzige Kristalle (meist Struvit oder Oxalat, seltener Urat) bedingt (Blasenentzündung bereitet oft auch Schmerzen -wie beim Menschen- und wird in der Regel mit einem Antibiotikum (z.B. Amoxicillin) behandelt
-Verengung der ableitenden Harnwege (oft durch Entzündung, Kristalle, seltener auch Tumore), Kontrolle durch Tierarzt, -Blasentumore (seltener). Denken muß man beim Rüden auch immer an eine Prostataentzündung (Diagnose durch rektales Abtasten).
-neurologische Probleme (meist nach Verletzungen, plötzlicher Beginn)
-Schwäche des Blasenschließmuskels (ältere oft kastrierte Hunde), keine Entzündung nachweisbar, Behandlung mit caniphedrin

Bitte rektal Temperatur messen (normal 38° - 39°). Bei Fieber und falls Ihrr Hund ständig eine geduckte verkrampfte Haltung einnimmt und/oder der Bauch hart und verkrampft ist Schmerzen!), bitte unbedingt heute noch zum Tierarzt. Auch wenn immer nur geringe Urinmenge kommt oder der Bauch dicker wird unbedingt noch heute gehen (bitte mit Maßband stündlich kontrollieren). Bei einer Harnverhaltung kommt es relativ schnell zu einem Rückstau des Harns in die Niere mit Erweiterung des Nierenbeckens und teils irreparablen Nierenschäden. Auch eine bedrohliche Belastung des Kreislaufs ist bei einer n Harnverhaltung möglich.

Sehr wahrscheinlich braucht Ihr Hund ein Antibiotikum und bei Kristallen eine entsprechende Diät.
Falls Tierarztbesuch nicht möglich:
- Gegen Schmerzen und zum Entspannen des Harnleiters könnte man evtl. Metamizol, z.B. Novalgin (ca. 30mg, d.h. ca. 1 Tropfen pro kg Körpergewicht) bis zu 3x täglich geben (ist aber verschreibungspflichtig). Außerdem eine Wärmflasche/Heizdecke anbieten (entspannt)

Unterstützend könnten Sie folgende homöopathischen Mittel geben (5 Globuli oder 1 zerpulverteTablette mit etwas Futtersauce oder mit etwas Wasser in einer Sprize unabhängig vom Fressen geben):
-Cantharis D6 3x tägl. eine Tablette (Blasenentzündung)
je nach Verlauf beide für 7 - 10 Tage,
dann Berberis D4 und Solidgo D6 3x täglich 1 Tablette (unterstützen die Heilung der Harnwege und helfen beim Abgang von Harngries) geben