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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.

hündin 9 Jahre,starke schuppen am kopf,rücken,beine und rute.

Kundenfrage

hündin 9 Jahre,starke schuppen am kopf,rücken,beine und rute. haar ausfall im gesamten bereich. blut untersuchung ohne befund.bitte helfen sie uns.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

ist bei der Blutuntersuchung auch ein Schilddrüsenwert mitbestimmt worden ?
Ist die Hündin kastriert ?
Gibt es Juckreiz ?

Ich bitte um kurze Rückantwort, damit ich Ihnen gezielter weiterhelfen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

frage 1 ja


" 2 ja


" 3 ja

Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich gehe davon aus, daß ebenfalls eingehend auf Parasiten (Flöhe, Haarlinge und Milben) untersucht wurde (makroskopisch, evtl. als Tesafilmpräparat und Hautgeschabsel).
Falls der Hund ursprünglich aus dem südeuropäischen Bereich stammt, sollte auch eine Leishmaniose in Betracht gezogen werden.
Die Therapie muß sich natürlich nach der gefundene Ursache richten.
Schuppen und Juckreiz bedeuten zunächst nur, daß die haut so trocken ist, daß sie abschuppt. Dies verursacht Juckreiz.
Eine rein symptomatische Behandlung ist diejenige, die bereits durchgeführt wurde (Öl, Futterumstellung, Shampoo). Dies Massnahmen sind unterstützend sicherlich gut und richtig, beseitigen das Problem jedoch nicht.
Falls im Blutbild evtl. bereits ein Hinweis Richtung Allergie vorliegen sollte (Erhöhung der eosinophilen Fraktion der Leukozyten), sollte ein Allergiuetest durchgeführt werden.

Den Juckreiz kann man mit Cortison vermutlich unterdrücken - das Mittel der Wahl zur Unterdrückung des Juckreizes und gut wirksam bei Allergien. Die Wirkung ist jedoch nach einiger Zeit verflogen und das Spiel geht von vorne los. Zudem hat Cortison neben vielen guten Wirkungen langfristig gesehen auch einige Nebenwirkungen, die den Stoffwechsel betreffen - und sollte somit möglichst vermieden werden. Soweit möglich sollte man das/die Allergen vermeiden. Aber dazu muß man sie erst einmal herausfinden.

Ein Allergietest durch eine Blutuntersuchung ist unumgänglich. Dabei wird zunächst in einem Vortest festgestellt in welche Richtung die Allergie geht:
- saisonal (Gräser, Pollen etc.)
- asaisonal (Hausstaub-,Futtermilben , Flohspeichel etc.)
- Futtermittel

An Hand dieses ersten Ergebnisses läßt man dann genau spezifizieren, auf welche Allergene der Hund reagiert.
Es gibt Allergene, die man vermeiden kann (Futtermittel, Flohspeichel,Futtermilben z.B.), und solche, gegen die man keine Chance hat (Gräser,Pollen). Dagegen kann man eine sog. Desensibilisierung durchführen lassen. Dabei wird das Allergen (in speziell für Ihren Hund angefertigter Lösung) in steigenden Konzentrationen unter die Haut gespritzt, um den Körper zu einer verstärkten Immunabwehr zu veranlassen.
Richtig durchgeführt, funktioniert dies sehr gut.

Diese Untersuchung steht jetzt sozusagen am Anfang. Erst danach kann man entscheiden, wie weiter zu verfahren ist. Wird der Test nicht durchgeführt, bleibt man leider beim weiteren Rumprobieren, und letztlich beim Cortison, da der Leidensdruck durch das extreme Kratzen immer größer wird und zudem die Haut Schaden nimmt (sekundär starke Hautentzündung, die dann wiederum antibiotisch behandelt werden muß).

Homöopathisch unterstützend können Sie folgendes geben :
- Sulfur D6 (3xtgl 5-8 Globuli oder eine Tablette)
- Rhus toxicodendron D6 (dieselbe Dosierung)



Ob also wirklich eine Futtermittelallergie vorliegt ist also fraglich. Somit kann auch eine Futterumstellung nur einen begrenzten Effekt haben.




Das Vorghen bei Veränderungen an der Haut ist eigentlich immer das Gleiche:
zunächst erfolgt die Blutuntersuchung, um die typischen und genannten ursachen abzuklären. Danach sind Parasiten sicher auszuschließen. Besteht bereits eine Entzündung der Haut durch das Kratzen, muß über eine nicht zu kurze Zeit zunächst antibiotisch behandelt werden. Flankierende Massnahmen können parallel stattfinden.

Ergibt sich keinerlei Besserung, hilft es häufig eine Hautprobe zu entnehmen und diese histologisch untersuchen zu lassen.

Eine Ursache findet sich bei logischem Vorgehen IMMER. Schlecht ist es, wenn zu viel parallel ausprobiert wird, weil man dann eine Besserung nicht mehr einordnen kann.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben. Bitte bewerten Sie meine Antwort, wenn Sie zufrieden sind durch Anclicken eines Smiley - Buttons. Nur durch eine positive Bewertung wird meine Arbeit vergütet. Sollten Sie nicht mit meiner Antwort zufrieden sein, können Sie gerne nochmals nachfragen, damit Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten.


Vielen Dank im Voraus !


Mit freundlichen Grüßen,


Christiane Jahnke

Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Nutzer/in,

Sie haben meine Antwort auf die von Ihnen gestellte Frage leider noch nicht gelesen bzw. beantwortet.
Wenn es noch Nachfragen gibt, würde ich Sie bitten diese nun zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke