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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo! Mein Hund (Schäferhund) kratzt sich seit Tagen ständig. Befallene

Kundenfrage

Hallo!
Mein Hund (Schäferhund) kratzt sich seit Tagen ständig.
Befallene Stellen sind Rückrad und Hüften.
Betroffene Stellen sind gerötet und entzündlich.
Mein Hund bekommt ausschliesslich Hundetrockenfutter,keine Essensreste!
Bitte geben sie mir einen Rat damit ich meinem Hund helfen kann.
Danke!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

folgende Ursachen kommen für den starken Juckreiz Ihres Hundes - neben Flöhen (wären erkennbar an Flohkot, das sind schwarze Krümel die sich bei Befeuchten auf Papiertuch rotbraun färben, da verdautes Blut), diese hätten Sie mit Frontline auch erfolgreich behandelt - insbesondere in Frage:

-andere Hautparasiten (v.a. Milben (relativ häufig sind Grasmilben,; besonders heftiger Juckreiz bei Sarcoptesmilbe), seltener Läuse, Haarlinge (man sieht viele kleine "Schuppen"); Milben kann man äußerlich nicht sehen. Diagnose durch Hautgeschabsel (mikroskopische Untersuchung von ein wenig mit Skalpell abgeschabter oberer Hautschicht) oder "diagnostische Therapie" z. B. mit stronghold (pfizer) oder advocate (Bayer), wirken gegen Milben, Haarlinge, Läuse und Flöhe. Möglich ist auch eine Demodikose (Infektion mit Demodexmilben, die v.a. bei sekundärer bakterieller Besiedlung auch zu heftigem Juckereiz führen kann), Diagnose ebenfalls mit Hautgeschabsel, zur Therapie muß advocate hier aber wöchentlich gegeben werden (Die Demodikose ist eine sehr hartnäckige schwere Erkrankung, es gibt noch einige andere Mittel, Waschungen etc.).

-bakterielle (oft stark riechende, manchmal eitrige, stinkende) Hautentzündungen (Diagnose durch Abstrich, oft Antibiose erforderlich)

-Allergie (z.B. Pflanzen, Hausstaubmilben...) es gibt Bluttests zur Diagnose, evtl. spätere Hyposensibilisierung durch Injektionen,

-Futtermittelallergie (kann Reizschwelle für Jucken erniedrigen, Wirkung einer Diät merkt man oft erst nach bis zu 8-10 Wochen und darf nichts anderes füttern, s.u.),

- Autoimmunerkrankungen (sehr selten)

-Hautpilz (Diagnose durch Abstrich, primär meist nicht so starker Juckreiz, bei sekundärer zusätzlicher Besiedelung mit Bakterien und Mallassezien (Hefepilze) aber schon, manchmal schuppiges Zentrum, roter Ring)

- Stoffwechsel- oder Organkrankheiten (meist entsprechende weitere Symptome, evtl. Blutuntersuchung - incl. Schilddrüse! - machen lassen, Schilddrüsenprobleme führen relativ oft zu Hautproblemen)

- starke psychische Probleme (Überspungshandlung), hat sich irgend etwas im Umfeld verändert?

Als erstes würde ich baldmöglichst zunächst auf Hautparasiten untersuchen bzw. behandeln lassen. Frontline wirkt gegen Milben nicht ganz so gut wie die genannten (allerdings verschreibungspflichtigen) Medikamente. Außerdem bitte die Analbeutel kontrollieren lassen (Angestautes Sekret kann in manchen Fällen eine Allergie verstärken). Eine Untersuchung auf Bakterien und Pilze sollte anschließend ebenfalls erfolgen.

Unterstützend könnten folgende Maßnahmen helfen:
Shampoonieren der Haut mit veterinärmedizinischen Shampoos:
-Malacep-Shampoo (cp-pharma), falls ein Hefepilzbefall (Malassezien, Tierarzt fragen) vorliegt
-ansonsten z.B. Clorexyderm-Shampoo (ani-medica), stark reinigend, bakterienreduzierend
-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma), auf besonders wunde Stellen Vunoplant (Plantavet)
-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von 2x tgl. Sulfur D6 unterstützen, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein (v.a. bei Allergie). Mittelfristig wäre auch die Gabe des homöopathischen Konstitutionsmittels sinnvoll .
- Zum Desinfizieren können Sie weiter wie bisher Jodlösung verwenden (wirkt gut gegen viele bakterielle und Pilz bedingte Hautinfektionen
-Futterumstellung: zur Senkung der Reizschwelle; Besonders gut ist:
---Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten,
---das Futter zd-ultra der Firma Hills)
Alle Diäten müssen 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden

- evtl. Ringförmiger Halskragen aus Schaumstoff, der mit Leder umhüllt ist (z.B. Rebopharm „Tierkragen") statt den üblichen Trichtern

-Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B. Viamin-B-Komplex-ratiopharm) für 4 Wochen
-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt)

Falls infektiöse Ursachen ausgeschlossen bzw. behandelt sind und die oben genannten Maßnahmen ohne Erfolg bleiben sollten, hilft gegen eine Allergie oft auch das Mittel Atopica (Novartis) gut (langristig meistens besser verträglich als Cortison, gibt´s beim Tierarzt)

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße XXXXX XXXXX

Udo Kind
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo....wollte noch mitteilen das der Hund beim auskämmen stets weisse Schuppen dabei verliert.Körpergeruch allg.ist zur zeit beim Rüden eher schlecht riechend.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Schuppen können hervorgerufen sein insbesondere durch:
-Parasiten, in der Regel (aber nicht immer) mit Juckreiz, Cheyletiellen sehen wie "sich langsam bewegende Schuppen" aus, bitte mit Lupe kontrollieren: bewegen sich die Schuppen? Cheyletiellen werden durch Frontline normalerweise wirksam bekämpft. Auch stronghold wäre wirksam
-Infektionen: Pilze und/oder Bakterien, riecht die Haut anders als normal?, meist auch Haarausfall
-Stoffwechselstörung: v.a. Leber, Niere, Schilddrüse; bitte Blutuntersuchung machen lassen, falls es mit den genannten Maßnahmen nicht besser wird (Geriatrisches Profil, erfasst alle wichtigen Organe (einschl. Schilddrüse) und Blutbild (u.a. zum Erkennen von Entzündungen)); sind Durst, Appetit oder Allgemeinbefinden in letzter Zeit verändert?
-Endoparasitenbefall, wann war die letzte Entwurmung?
-Mangel in der Fütterung kann zu trockener Haut mit Schuppen führen (z.B. essentielle Fettsäuren, Spurenelemente, Jod Kupfer, Zink...)

Unterstützend könnten folgende Maßnahmen helfen:
-Entwurmung (falls letzte Entwurmung länger als 3 Monate her ist
-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von Sulfur D12 1x tgl. und Silicea D6 3x tgl. unterstützen
- Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat mit Spurenelementen (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer) für 4 Wochen
-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt oder 1 Fischölkapsel pro Tag oder 1 TL Lachsöl und 1 TL Leinöl pro Tag))

Falls es nicht besser wird, bitte einem Tierarzt vorstellen. Ich würde dann auf jeden Fall beim Blut auch die Schilddrüsenwerte mitkontrollieren (Störungen der Schilddrüse rufen öfter Fellprobleme hervor), bei der Haut sollte man unbedingt auch auf Parasiten und Pilzerkrankungen (oft Schuppen, roter Rand) untersuchen.

Freundliche Grüße,

Udo Kind

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke...ich werde dann mal unseren ansässigen Tierarzt aufsuchen,damit es abgeklärt wird.


Gruss

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gerne!

Drücke die Daumen, daß die Ursache bald gefunden wird.

Bitte an´s Bewerten denken. Danke im Voraus.

Freundliche Grüße,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal. Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv oder neutral zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten ohne Vergütung bliebe.
Vielen Dank im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind