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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, was kann ich tun wenn das Bein meines Hundes angeschwollen

Kundenfrage

Hallo, was kann ich tun wenn das Bein meines Hundes angeschwollen ist. Er hat eine entzündung im Oberschenckelknochen. Diese scheint jetzt das komplette bein zu betreffen. ER BEKOMMT METACAM. LG
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

wurde schon eine Röntgenaufnahme des Oberschenkels gemacht? Handelt es sich um eine Infektion (evtl. mit Fieber, bitte messen, normal 38°-39°)? Dann wäre die Gabe eines Antibiotikums sinnvoll.

Ist das Bein geschwollen?
Wie fühlt sich die Schwellung denn an? Ist die Haut dort wärmer? In welchem Zeitraum ist die Schwellung so groß geworden? Liegt schon eine leichte medhanische Behinderung beim Gehen vor?
Grundsätzlich kommen leider auch tumoröse Ursachen in Betracht:
- hart wäre z.B. ein Osteosarkom (Knochentumor)
- fest, derb wäre evtl. ein Bindegewebstumor (Fibrom (gutartig, oft gut abgegrenzt), Fibrosarkom (bösartig, eher infiltrativ wachsend))
- etwas elastisch: wäre evtl auch ein Abszess
- schwabbelig: Lipom (Fettgeschwulst), aber auch ein Lymphstau wäre möglich.

Es wäre auf jeden Fall gut, wenn mittels Röntgen und Biopsie die Ursache der Oberschenkelentzündung festgestellt werden kann. Hierfür ist es oft erforderlich, eine Probe mit einer Kanüle zu entnehmen (Feinnadelaspiration), um dann mit Hilfe einer histologischen Untersuchung das Gewebe untersuchen zu können. Dies ist in der regel nicht sehr schmerzhaft oder gefährlich. Falls es z.B. einen Flüssigkeitsstau gäbe, wäre es sinnvoll, diese zu entfernen (Druckentlastung).

Unterstützend könnten Sie Conium D6 morgens und nachmittags sowie Calcium fluoratum D6 vormittags und abends (jeweils 5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette) geben (hilfreich bei der Rückbildung von bindegewebig veränderten Hämatomen und auch beim Bremsen des Wachstums von Fibromen). Tarantula D6 jeden 3. Tag ist allgemein unterstützend sinnvoll bei Tumoren. F Bei einem Osteosarkom könnte man Hekla lava D6 3x tgl. versuchen, bei einer Phlegmone / Abszess: Antibiose (nach Resistenztest) sowie Silicea D6 und Pyrogenium D6 je 2x tgl.
Äußerlich könnten Sie Kamillosanumschläge machen (falls Ihr Hund dies zuläßt).

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat und die Wirbelsäule haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:
- Meloxicam (z.B: Metacam), das Sie gegeben haben
- Carprofen (z.B. Rimadyl)
- Firocoxib (z.B. Previcox),
- Robenacoxib (Onsior)
Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich.Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben.
Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab.
Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.



Viel Glück!


Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße XXXXX XXXXX

Udo Kind
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo, ein Röntgenbild wurde gemacht. Die Aussage dazu: Der Oberschenckelgelenkkopf ist entzündet,und der Knochen löstsich auf :( Wir haben angeraten bekommen, das wir ihn operieren lassen und den Gelenkkopf entfernen. Jedoch haben wir uns gegen eine OP entschieden, wegen des Alters des Hundes und seinem enormen Gewichtsverlust. Die Entzündung ist warm und schwabbelig.Könnte mir vorstellen es ist ein Lymphstau. Wie könnte ich da vorgehen? LG

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

möglicherweise handelt es sich um Knochenernährungsstörungen (die es sonst eher bei Hunden im Wachstum gibt. Legg-Calve-Krankheit; Nähere Infos finden Sie hier:

- http://www.tierklinik-marienberg.de/Femurkopfnekrose.pdf
- http://www.kleintiermedizin.ch/hund/wachstum/wachstum3.htm )

Möglich sind aber auch infektiöse oder degenerative (evtl. sogar tumoröse Osteosarkom) Ursachen.
Eine Femurkopfresektion ist die wirksamste Maßnahme, kann aber natürlich nur bei Operationsfähigkeit des Hundes durchgeführt werden.
Neben entzündungshemmenden Medikamenten (evtl. kurzzeitig sogar ein Cortison) könnte man zum Abbau des Lymphstaus ein Diuretikum (Dimazon, Furosemid)versuchen. Zur allgemeinen Verbesserung der Kondition Ihres Hundes wäre Karsivan (msd-intervet) geeignet. Falls eine Infektion vorliegen sollte, wäre ein Antibiotikum erforderlich (z.B. die auch knochengängigen Enrofloxacin oder Verafloxacin).

Unterstützend könnte folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):
-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)
- Ruta D6 und Symphytum D6 je 3x tgl 5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette
- Vitamin B und Mineralien als (begrenzter!) Zusatz für 4 Wochen (z.B. VMP-Tabletten)

Viel Glück!