So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...

Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Unser Kaninchen-Teckel (6 Jahre) fühlt sich heut überhaupt

Kundenfrage

Unser Kaninchen-Teckel (6 Jahre) fühlt sich heut überhaupt nicht wohl. Sie zittert am ganzen Körper, verhält sich unnormal still. Temperatur 38,3 Grad Celsius. Kein Erbrechen. Aber auch appetitlos. Können Sie helfen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

das Zittern könnte insbesondere durch eine Verletzung / Entzündung / Schmerzen bedingt sein. Wann war der letzte Kot- und Urinabsatz? Gab es dabei Probleme? Wie sind Appetit und Durst? Hat er beim Spazieren möglicherweise etwas Verdorbenes / Vergiftetes / oder Schnee (mit Salz) gefressen und hat jetzt Bauchweh?

Es ist gut, daß Sie schon Temperatur gemessen haben und weder Fieber noch Untertemperatur vorliegt.
Prüfen Sie bitte Folgendes:
- rektal stündlich die Temperatur messen (normal 38°-39°)
- die Schleimhautfarbe (Augenlid, im Maul; sollte rosa sein wie bei uns)
- die Beweglichkeit (Schmerzen bei passiver Bewegung, vorsichtigem Druck auf Bauch, Wirbelsäule und Gelenke?)
- den Bauch sollte weich und nicht berührungsempfindlich sein
- die Atmung (normal: 10-30 Atemzüge pro Minute)
- den Puls (Innenseite des Oberschenkels; normal: 80-120 Schläge pro Minute)


Bitte kontrollieren Sie auch einige Reflexe:
- Lid- und Hornhautreflex: Annäherung oder leichte Berührung führ zu sofortigem Schließen des Auges
- Pupillarreflex: Licht führt zu beidseitig gleichem Verengen der Pupillen, Dunkelheit zu Vergrößerung
- Patellarreflex (Reaktion auf Schlag auf Kniescheibensehne, normale Reaktion: Bein schnellt nach vorn)
- Analsphinkterreflex (Reaktion auf Berührung des Afters, normal: Verschluss des After)
-Fähigkeit des Schwanzbewegens (kann Ihr Hund den Schwanz normal bewegen?)
- Korrekkturreflex: im Stehe: Pfoten der Hinterbeine beugen (Oberseite der Pfote zum Boden) Normal: Hund nimmt sofort wieder normale Stellung ein
--Zwischenzehenreflex: festes Kneifen der Zwischenzehenhaut: Normal: soll zu Anziehen des Beines führen (= Reflexbogen erhalten) aber unbedingt auch zu Reaktion des Tieres (z.B. schauen, Schmerzempfinden ungestört) führen
--Fußungsreflex (falls vom Gewicht her möglich): Hund hängend (Kopf oben) mit Hinterbeinen, Fußrückenseite gegen Tischkante führen, Normal: Hund soll sofort mit dem Fuß versuchen auf den Tisch zu treten

. Bei deutlichen Auffälligkeiten bitte baldmöglichst tierärztliche Untersuchung.

Unterstützend (aber keinesfalls Tierarzt ersetzend):
- Arnika D6 4x tgl. 10 Kügelchen, falls Verdorbenes gefressen: Nux vomica D6 4x tgl.
- 5 Bachblüten-Rescue-Tropfen 2x tgl.
- Vitamin-B-Komplex
- evtl. entzündungshemmendes Schmerzmittel (z.B. Metamizol, Novalgin 25 mg/kg) oder ein NSAID (z.b. Rimadyl). Bitte keine anderen humanmedizinischen Schmerzmittel (für Hunde toxisch).
Eine Wärmflasche wäre auf jeden Fall gut.

Falls die Beschwerden nicht rasch besser werden bitte baldmöglichst tierärztliche Untersuchung (bei Bedarf evtl. incl. Blut- und Röntgenuntersuchung), damit gezielt behandelt werden kann.



Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
PS:
Das Nichtfressen und -trinken Ihres Hundes kann verschiedene Ursachen haben:

-Magen-Darmprobleme, hören Sie Magen-Darm-Geräusche, zeigt Ihr Hund Symptome von Übelkeit (Schmatzen, Speicheln, Würgebewegungen, Hat Ihr Hund erbrochen?)
Fühlen Sie bitte den Bauch Ihres Hundes. Sollte er dort angespannter und härter sein als sonst sowie sich sehr gegen Ihre Untersuchung wehren, hat er wahrscheinlich Schmerzen.

-Infektionskrankheit. meist aber nicht immer mit Fieber. Es war gut, daß Sie die Temperatur Ihres Hundes gemessen haben, normal ist eine Temperatur unter 39° und über 38°.

-Entzündungen im Maul (Zähne, Zahnfleisch, Gaumen) oder auch Rachen, Mandeln; . Manche Hunde verweigern deshalb (phasenweise) ihr Fressen. Falls für Sie gefahrlos möglich, bitte ins Maul schauen, Zunge runterdrücken (liegen die Mandeln in den Taschen?), gegen die Zähne drücken und klopfen, ob Ihr Hund irgendwo berührungsempfindlich ist;
besser aber tierärztliche Untersuchung. .

Organerkrankungen (Niere, Leber,Schilddrüse...) können ebenfalls zu Appetitlosigkeit (und manchmal auch Bauchschmerzen) führen. Sie können mit einer Blutuntersuchung festgestellt / ausgeschlossen werden. Eine Blutuntersuchung (Geriatrieprofil) würde ich Ihnen auf jeden Fall empfehlen, auch um festzustellen, ob irgendwo eine (bakterielle ) Entzündung vorliegt (Leukozyten erhöht), die man mit einem Antibiotikkum behandeln könnte/sollte. Bei einer Hündin (falls unkastriert muß man immer auch an eine Gebärmutterentzündung denken, dann oft erhöhter Durst)

-psychische Probleme (selten): Gab es besondere Vorkommnisse (z.B. Abwesenheit einer geliebten Person)?

Kann sich Ihr Hund normal bewegen? Wann war der letzte Kot- und Urinabsatzabsatz ? Schleckt er sich irgendwo vermehrt? (dies deutet oft auf Schmerzen in diesem Bereich hin). Sind die Schleimhäute rosa (wie bei uns), atmet Ihr Hund normal?

Versuchsweise können Sie das Futter erwärmen (riecht dann besser und wird eher genommen) und evtl. auch pürieren. Sollte der Hund dann aber weiter lustlos wenig oder nichts nehmen , sollten Sie ihn baldmöglichst einem Tierarzt vorstellen. Dann könnte man mit Hilfe von Blut- und Röntgenuntersuchung/Ultraschall wahrscheinlich eine Ursache finden und Ihrem Hund gezielt helfen. Falls Ihr Hund Magenprobleme hat, füttern Sie bitte eine Diät mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen, ein magenschonendes Fertigfutter ist z.B. Gastro-intestinal von Royal canin. Einige Hunde vertragen vom Magen her Feuchtfutter besser als Trockenfutter (muß man versuchen).

Unterstützend (aber keinesfalls den Tierarztbesuch ersetzend) können Sie folgendes tun:
- Lycopodium D6 (Appetit anregend und die Leber unterstützend) 3x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (am Besten mit etwas Wasser unabhängig vom Futter) geben.
Bei Magenproblemen: Nux vomica D6 3x täglich 1 Tablette
-falls keine Magen-Darmprobleme vorhanden wäre eine hochkalorische Vitaminpaste (calopet, vom Tierarzt oder gimpet, Zoohandel) sinnvoll. Längerfristig wäre die Gabe von Vitamin-B-Tabletten (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer) hilfreich
-Vom Tierarzt erhältlich ist Reconvales Tonicum H, eine Hundeflüssignahrung, die sich auch per Spritze verabreichen lässt und die so oft auch von Hunden genommen wird, die sonst nicht mehr fressen.

Wichtig ist, daß Ihr Hund nicht austrocknet.
Austrocknung erkennen Sie daran, daß
--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);
--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder rosa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung
--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort wieder
- Untertemperatur (unter 37,5°), die derzeitige Temperatur ist ja zum Glück (noch) in Ordnung
Falls Sie Austrocknung feststellen, bräuchte Ihr Hund unbedingt Infusionen.
Versuchen Sie bitte, Ihren Hund durch Zusatz z.B. von Fleischbrühe zum Trinkwasser zur Flüssigkeitsaufnahme zu animieren. Immer wieder kleine Mengen mit Spritze oder Löffel eingeben.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal. Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv oder neutral zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten ohne Vergütung bliebe.
Vielen Dank im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind