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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Hallo, mein Hund hat seit einigen Tagen am den Schenkeln eine

Kundenfrage

Hallo, mein Hund hat seit einigen Tagen am den Schenkeln eine Hautentzündung, die ihn sehr schmerzen. ich denke, es bildet sich leichter Grind, den man leicht abmachen kann. Er hat dort auch schon leichte kahle Stellen. Können das Hautmilben sein, da es ja nur an den Schenkeln an beiden Hinterbeinen ist? Und kann es ansteckend sein, da ich auch noch Katzen hab, bei denen ist aber nichts.
Danke XXXXX XXXXX
Jeannette
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

leider sind Hauterkrankungen häufig gar nicht so einfach zu diagnostizieren, da verschiedenste Ursachen in Betracht kommen. Der erste Hauptverdächtige sind immer Flöhe. Suchen Sie hierzu das Fell Ihres Hundes nach kleinen schwarzen Krümelchen ab. Falls Sie fündig werden zerreiben Sie die Krümel zwischen einem feuchten Taschentuch. Wenn sich dieses rötlich-bräunlich verfärbt hat der Hund höchstwahrscheinlich Flöhe. In diesem Fall können Sie mich gerne noch einmal bezüglich der Bekämpfung kontaktieren. Wenn Flöhe zweifelsfrei ausgeschlossen wurden sollte man weitersuchen.

Bei jüngeren Hunden würde ich als nächstes nach Milben suchen, aber auch bei älteren Tieren können diese z.B. bei einer Schwächung des Immunsystems vorkommen. Hier kommen Demodex oder Sarcoptesmilben in Frage. Diese leben in bzw. unter der Haut und sind mit bloßem Auge nicht sichtbar. Man kann diese nur erkennen, indem man sogenannte Hautgeschabsel anfertigt und diese unterm Mikroskop untersucht. Hierzu muss mit einer Skalpellklinge so lange auf der Haut geschabt werden, bis es etwas blutet. Bei einem gesunden, 7 Jahre alten Hund halte ich diese Möglichkeit für eher unwahrscheinlich.

Des weiteren kommen Infektionen der Haut durch Bakterien oder Pilze in Frage. Um diese zu erkennen sollte eine Hautbiopsie entnommen und in einem Labor untersucht werden. Neben einer histologischen Untersuchung kann man dann auch eine Untersuchung auf Bakterien bzw. Pilze in Auftrag geben.

Häufiger kommen jedoch Allergien vor. Diese sind insbesondere bei Schäferhunden recht weit verbreitet. Bei den Allergien unterscheidet man zwischen Allergien gegen inhalative Allergene (Gräser, Milben, alles was kreucht und fleucht) und Futtermittel. Haben Sie vielleicht das Futter umgestellt, bevor die Symptome aufgetreten sind?

Allergien kann man über einen Allergietest diagnostizieren, für den man lediglich etwas Blut benötigt - mit Blutentnahme kostet dies ca. 80 - 100 Euro. Sollte der Hund als allergisch getestet werden kann man in einem zweiten Schritt untersuchen lassen, gegen was der Hund genau allergisch ist.

Sie können es auch erst einmal mit einer Eliminationsdiät versuchen. Hierzu füttern Sie dem Hund für mindestens 2 - 3 Wochen Pferdefleisch (hierauf sind keine Allergien bekannt) und nichts anderes, auch keine Leckerlie, Reis oder anderes. Wenn sich die Symptome verbessern können Sie stark von einer Futtermittelallergie ausgehen und sich dann langsam an andere Futtermittel herantasten.

Es gibt auch die Möglichkeit dem Hund für 1 - 2 Wochen ein Kortisonpräparat zu verabreichen. Im Fall von Allergien verbessern sich die Symptome meist schlagartig, während sie bei Milben oder Pilzbefall gleich bleiben oder sich sogar nach einiger Zeit verschlechtern.

Alles Gute für Ihren Hund