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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hund zuviel Urin und trinken?

Kundenfrage

Guten Abend, unsere Labradorhündin ist 10 Jahre alt. Hat Epelepsie und bekommt Medikamente. Seit einigen Tagen trinkt sie sehr viel und uriniert auch sehr viel. sie geht auch nur noch kleinere wege.Was kann das sein? Wir machen uns große Sorgen. Ich muss dazu sagen, dass sie sehr viele Würfe hatte. Wir haben sie erst seid 2010 bei uns.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

vermehrter Durst (normal: 20-60ml/kg (bei hohen Temperaturen bis 80ml/kg) Wasseraufnahme) und entsprechend größere Harnmenge hat insbesondere folgende Ursachen:
-Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit (bei längerer Dauer meist mit deutlichem Gewichtsverlust)
-Diabetes insipidus, Wasserharnruhr (Wasserrückresorbtionsstörung in der Niere)
-Niereninsuffiziens chronisch
-Cushing, Nebennierenrinde produziert zu viel Cortison, oft auch viel Appetit
-Lebererkrankungen
-bei unkastrierten Hündinnen: Gebärmutterentzündung.
-Infektionserkrankung , Fieber (rektal gemessen > 39°), gestörtes Allgemeinbefinden,
falls Urinabsatz erschwert (häufig und verkrampft) z.B. auch Blasenentzündung

Gehen Sie bitte zu Ihrem Tierarzt. Er kann mit Hilfe von Blut- und Urinuntersuchungen (bitte gleich Urin mitbringen, vor Blutabnahme möglichst nüchtern), evtl. auch Röntgen/Ultraschall (insbesondere zur Untersuchung der Gebärmutter) die Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie einleiten.

Bitte das Wasser auf keinen Fall wegstellen. Ohne Behandlung ist das viele Trinken zunächst das Sinnvollste für die Erkrankung, diese Reaktion hat sich im Lauf der Evolution bei der konkreten Erkrankung bewährt. Sobald die Erkrankung ursächlich behandelt wird, wird der Durst von selbst zurückgehen.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

PS:

Prüfen Sie bitte Folgendes:
- rektal die Temperatur (normal 38°-39°)
- die Schleimhautfarbe (Augenlid, im Maul; sollte rosa sein wie bei uns)
- die Beweglichkeit
- den Bauch (sollte weich und nicht berührungsempfindlich sein)
- insbesondere Beweglichkeit des Kopfes,
- die Atmung (normal: 10-30 Atemzüge pro Minute)
- den Puls (Innenseite des Oberschenkels; normal: 80-120 Schläge pro Minute)
- Appetit normal, Kot normal , Wasseraufnahme etwa 20-60ml/kg/Tag

Bitte kontrollieren Sie auch einige Reflexe:
- Lid- und Hornhautreflex: Annäherung oder leichte Berührung führ zu sofortigem Schließen des Auges
- Pupillarreflex: Licht führt zu beidseitig gleichem Verengen der Pupillen, Dunkelheit zu Vergrößerung
- Analsphinkterreflex (Reaktion auf Berührung des Afters, normal: Verschluss des After)
-Fähigkeit des Schwanzbewegens (kann Ihr Hund den Schwanz normal bewegen?)
- Korrekkturreflex: im Stehen: Pfoten der Beine beugen (Oberseite der Pfote zum Boden) Normal: Hund nimmt sofort wieder normale Stellung ein
--Zwischenzehenreflex: festes Kneifen der Zwischenzehenhaut: Normal: soll zu Anziehen des Beines führen

Bei deutlichen Auffälligkeiten bitte baldmöglichst tierärztliche Untersuchung.

Eine durchaus wahrscheinliche Ursache wäre eine Gebärmutterentzündung.


bei Ihrer Hündinnen muß man als Erstes an eine Pyometra (Gebärmutterentzündung) denken, dann fällt oft erhöhter Durst und ein dicker Bauch auf.
Im typischen Fall einer Gebärmutterentzündung ist die letzte Läufigkeit 4 - 10 Wochen her, wann war die letzte Hitze?

Behandlung entweder operativ (nur wenn Kreislauf und Organwerte ok) oder mit Medikamenten (nicht 100%ige Wirkung):
-PGF 2alpha, das u.a. zu einer Kontraktion der Gebärmutter führt und so die Entleerung beschleunigt (mögliche Nebenwirkungen: Erbrechen, Durchfall) oder
- Agleprizin (Antigestagen, Alizin, virbac), öffnet Muttermund und führt ebenfalls zur Kontraktion und Entleerung der Gebärmutter, ein Mittel das auch für ältere Hündinnen empfohlen wird, da es relativ selten Nebenwirkungen hat.

- Antibiotikum, Kreislaufmittel, Infusionen
Wichtig ist immer die gleichzeitige Gabe eines Breitbandantibotikums über wenigstens 3 Wochen.
Grundsätzlich ist es bei allen medikamentösen Therapien immer möglich, daß man nach der nächsten Läufigkeit wieder das gleiche Problem hat. Falls dies geschehen würde, würde ich dann auf jeden Fall operieren lassen.

Eine Operation stellt natürlich kurzfristig eine stärkere Belastung ( Leber und Niere müssen die Narkose verarbeiten) dar, ein gutes Herz und gute Laborwerte (Geriatrisches Profil, Blutuntersuchung, die alle wichtigen Organe erfasst) sind Voraussetzung für die Operation. Dafür ist das Problem bei gut überstandener OP endgültig gelöst.

Bitte stellen Sie Ihren Hund baldmöglichst Ihrem Tierarzt vor (Röntgen oder Ultraschall der Gebärmutter; evtl. auch Blutuntersuchung: bei Pyometra oft deutlich erhöhte Leukozyten (weiße Blutkörperchen))
Bei schlechtem Allgemeinbefinden unbedingt heute (Notdienst, Tierklinik), ansonsten spätestens morgen, da es zu gefährlichen Komplikationen (z.B. Bruch der Gebärmutter und daraus folgende lebensgefährlice Bauchfellentzündung) kommen kann.

Unterstützend könnten Sie Pulsatilla D6 (2 x täglich) , Lachesis D6 2x tgl. und Echinacea D1 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Notdienste finden Sie hier:
- http://notdienste-catsonline.piranho.de/index.htm
- www.tierdoc24.de
- über die Feuerwehr / Polizei vor Ort
- auf den Anrufbeantwortern fast aller Tierärzte wird der Notdienst angegeben
- Tierkliniken haben immer 24 Stunden Dienst.

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