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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

guten Abend ich habe eine frage an Sie: meine 4 jahre alte

Kundenfrage

guten Abend
ich habe eine frage an Sie:
meine 4 jahre alte Dobermann hündin hat vor 4 Tagen einen sehr schlimmen Anfall gehabt, es deutete alles daraufhin das es ein generalisierter epileptischer anfall ist, nach dem anfall setzte die Atmung und das Herzschlag, für paar sekunden aus.
Waren beim Tierarzt und sie bekam etwas zu beruhigung. Heute vormittag (ca. 13:00 Uhr)nach dem Spaziergang legte sich die Hündin hin und konnte nicht mehr laufen die herzfrequenz war um 180schläge pro sekunde, sind zum tierarzt wo ein Röntgenbild gemacht wurde und starke vergröserung des Herzes sichtbar ist.Hund hat erste medikamenten erhalten, Enal und Lasix 40 hat aber bis jetzt noch kein urin gelassen und das bauch ist geschwollen.Herzfreq. beruhigte sich erst vor ca. 30 minuten.Und Hund hat etwas wasser und etwas futter zu sich genommen. Morgen wird auch ein Sono gemacht. Fals sich die erstdiagnose bestätigen sollte wie ist das weiteres vorgehen? Wie lange ist lebenserwartung bei dem Hund? Haben sie erfahrungen mit solchen fällen? was könnten Sie uns raten?, ich möchte nicht das mein Hund leidet werde aber wenn es was gibt alles tun damit es ihn besser geht.....
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

Ihr Dobermann könnte an der Herzerkrankung "Dilatative Kardiomyopathie" leiden,

bei der es zu einer sackförmigen Vergrößerung des Herzens mit dünnerer Herzwand kommt. Diese Herzschwäche kann auch Ursache der Krämpfe und der beschleunigten Atmung und des schnelen Herzschlages sein. Der Bauch könnte durch eine Wasseransammlung verdickt sein.

Die eingesetzten Medikamente ACE-Hemmer und Diuretikum zum Entwässern sowie ein Beruhigungsmittel waren ein guter Therapiebeginn.

Vermutlich wäre noch die Gabe eines die Herzkraft stärkenden Medikamentes ( oft Pimobendan, Vetmedin evtl. auch Digitoxin, Lanitop ) sehr hilfreich.

Auch Carnitin und Taurin können unterstützend helfen.

Bei Herzrhythmusstörungen wäre noch ein Antiarrhythmikum erforderlich.

Weitere Informationen zu dieser Erkrankung finden Sie hier: http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/dcm.html

Unterstützend könnten Sie Crataeguslösung (DHU), 3x täglich 0,75 ml und Cralonin (Heel) 3x täglich 10 Tropfen geben; falls trotz der Entwässerungsspritzen Wasser in der Lunge ist, wäre zusätzlich die Gabe von Apocynum D6 3x tägl. 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli -unabhängig vom Fressen gegeben- sinnvoll.

Außerdem Bachblüten-Rescue-Tropfen (allgemein ausgleichend) 4x täglich 5 Tropfen.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

PS:

Es könnte sich um epileptische Anfälle handeln, aber auch Krämpfe anderer Ursache wären möglich

Zunächst sollte man mögliche Ursachen für Krämpfe ausschließen / feststellen

Insbesondere folgende Ursachen kommen für Krämpfe in Frage:
- Stoffwechselstörung, z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffiziens), Leberstörung oder Diabetes, in den meisten Fällen fällt ein erhöhter Durst auf; Diagnose durch Blutuntersuchung möglich, auch Störungen im Mineralienhaushalt sind als Ursache möglich. Auch eine Kolik kann durch die starken Schmerzen zu krampfähnlichen Symptomen mit Speicheln und Schaum am Mund führen.

-Infektionen , dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°) und nahezu immer Allgemeinstörungen

-Sauerstoffmangel durch Herzfehler (wie vermutlich bei Ihrem Hund) oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann fallen oft bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung etc. auf)

-Hirntumor, Wasserkopf

Zur Diagnose sind Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung und evtl. bildgebende Verfahren (Röntgen, für einen Hirntumor sogar CT/MRT ) erforderlich. Blutuntersuchung und Herz/Kreislaufuntersuchung würde ich Ihnen auf jeden Fall empfehlen.

In vielen Fällen findet man aber auch keine Ursache für die Krämpfe und kann nur symptomatish behandeln. Als Dauerbehandlung nimmt man Luminal (Phenobarbital), im akuten Anfall Valium (Diazepam). Außer mit Luminal alleine kann man zusätzlich (Luminaldosierung dann oft herunter setzbar) mit Kaliumbromid behandeln. Auf Luminal als Monotherapie (alleine gegeben) sprechen etwas über 50% der Epileptiker gut an. Luminal wird von fast allen Hunden gut vertragen. Am Anfang evtl. etwas müder, nach einiger Zeit merkt man dem Hund die Medikamentengabe aber nicht mehr an. Die Krämpfe sind für die Gesundheit des Hundes und den Hund selbst belastender als die Luminal-Gabe

Als noch tolerabel gelten 4 leichte Anfälle pro Jahr. Wenn mehr Anfälle im Jahr auftreten oder diese nicht mehr als "leicht" einzustufen sind, sollte man Medikamente einsetzen (Beginn mit Phenobarbital). Wenn man mit Medikamenten angefangen hat, muß man sie in der Regel lebenslang geben.
Eine Dauer von 2 Minuten Anfall gilt als leicht, längere Anfälle oder mehrere hintereinander aber als gefährlich (kann Status epilepticus = Dauerkrampf draus werden).

Dosierungen: Phenobarbital: 1 -8 mg/kg KG 2 x täglich; Kaliumbromid : 20 - 40 mg/kg Körpergewicht 1x täglich oral.
Die genauen Dosierungen (einschleichend beginnen) müssen individuell an Hand der Serum-Medikamentenspiegel eingestellt werden.
Wichtig im Anfall ist, Gegenstände an denen der Hund sich verletzen könnte, möglichst schnell zu entfernen.

-Im akuten Anfall, insbesondere bei längeren Krämpfen (längere Dauer als 5 Minuten oder mehrere Anfälle kurz hintereinander) ist oft Diazepam (als Zäpfchen, rectal-tube oder Tropfen, bitte vom Tierarzt geben lassen oder Rezept austellen lassen) hilfreich, in solch einem Fall aber trotzdem soweit möglich möglichst schnell zum Tierarzt, der Diazepam spritzen kann (wirkt dann noch schneller).

Unterstützend können Sie folgendes tun (ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch!):
-als homöopathische Mittel Cuprum D6 und Zincum D6 je 2x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern mit Spritze mit etwas Wasser ins Maul geben ),
- im Anfall (besonders starkes Zucken): Belladonna D6 alle 2 Minuten sowie alle 10 Minuten (bis wieder alles normal) 5 Bachblüten Rescue-Tropfen (angstreduzierend).
-B-Vitamine (als Tabletten oder Tropfen, z.B. vom Tierarzt)

Ich drücke Ihnen und Ihrem Hund die Daumen, daß bald geholfen werden kann!

Es ist gut, daß morgen ein Ultraschall gemacht wird!

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.
Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten ohne Vergütung bliebe. Vielen Dank im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind