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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Mein Westi ( 7 Jahre )kam am Sonntag vom spielen im Garten

Kundenfrage

Mein Westi ( 7 Jahre )kam am Sonntag vom spielen im Garten zurück und sackte immer wieder hinten rechts ein. In der Wohnung erbrach er sein Essen. Im Laufe der Woche
ist nun die ganze rechte Seite betroffen. Er hat einen rechtsdrall, läuft immer mit der
rechten Seite an der Wand lang. Seit gestern ziemlich orientierungslos und läuft immer wieder gegen Gegenstände.
Am Montag wurde beim Tierarzt die Wirbelsäule und Hüfte geröntgt, war aber alle in ordnung.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

zuerst habe ich auch an ein Wirbelsäulenproblem gedacht (ist auf normalen Röntgenaufnahmen nicht immer sichtbar, teils nur mit Kontratmittel oder CT sichtbar).

Da die Ausfälle so stark einseitig sind muß man auch denken an:
- einen Schlaganfall / Hirndurchbluungsstörung, hier könnte evtl. Karsivan, msd-intervet helfen
- Hirnschwellung z.B. durch Unfall (plötzlicher Beginn) oder evtl. auch Hirntumor / Wasserkopf (Diagnose durch CT, abschwellende Medikamente)

Die Ausfälle könnten insbesondere folgende Ursachen haben:

1. (partieller) Bandscheibenvorfall v.a. im hinteren Lendenwirbelbereich , Zur Diagnose bitte baldmöglichst eine Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel (oder noch genauer ein CT) der Wirbelsäule machen lassen, (auch degenerative oder infektiöse Veränderungen in diesem Bereich könnten zu den Ausfällen führen,)


2. Thrombembolien führen zu einem sog. Rückenmarksinfarkt
Ausfall hängt ab vom Ausmaß des von der ungenügenden Blutversorgung betroffenen Nervengewebes ab.

3. auch Arthrosen (Hüfte, Knie) sind eine häufige Ursache, möglich sind aber auch Bänderschäden (insbesondere Kreuzband Knie)

4. Stoffwechselstörung insbesondere Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) oder Unterzuckerung, Störungen im Mineralienhaushalt bitte Blutuntersuchung machen lassen

5. Gehirnstörung (Durchblutungsstörung, Ödem, Wasserkopf, Tumor…)

War/ist die Temperatur normal (d.h. rektal 38° - 39°) oder liegt Untertemperatur/Fieber vor? (bie rektal messen), war/ist die Schleimhautfarbe verändert? Die rektal gemessene Temperatur sollte zwischen 37,5° und 39° liegen, bei Untertemperatur wäre eine Infusion nötig.

Es ist gut, daß Sie noch mal zum Tierarzt gehen. Zur Diagnose sind Reflexprüfungen und evtl. Kontrastmittel-Röntgenaufnahme oder ein CT erforderlich. Außerdem : Herz- und Blutuntersuchung.

Ob ein Schmerzmittel (alleine ) eine sinnvolle Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden. Stellen Sie Ihren Hund deshalb bitte noch heute noch einmal einem Tierarzt vor. In manchen Fällen muß auch operiert oder am Anfang Cortison (zum Abschwellen) gegeben werden.

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat und die Wirbelsäule haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:
- Carprofen (z.B. Rimadyl)
- Meloxicam (z.B: Metacam)
- Firocoxib (z.B. Previcox)
Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich.Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben.
Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab.
Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.
Bei jeder Gabe von Schmerzmitteln muß man darauf achten, daß sich der Hund -seiner Schmerzen entledigt- nicht zu heftig bewegt (Leinenzwang) und dadurch die eigentliche Genesung behindert.
Bei akuten Bandscheibenvorfällen müssen zum Abschwellen im Anfangsstadium manchmal auch Cortisone gegeben werden, dies kann nur der Tierarzt vor Ort entscheiden; ebenso auch ob operative Verfahren oder andere Medikamente angezeigt sind
Wahrscheinlich ist kurzfristige Gabe von Cortison (wirkt abschwellend, nimmt Druck von Nervengewebe) und später das hirndurchblutungsfördernde Karsivan (intervet) hilfreich.

Unterstützend könnte folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):
- Traubenzucker (Dextro) und 1/2 Calciumtablette
-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)
-Nux vomica D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann evtl. Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette., in den ersten 3 Tagen zusätzlich Arnika D6 3 x täglich. Außerdem Hypericum D4 3x täglich
-Vitamin B weitergeben(z.B. VMP-Tabletten, Pfizer, Tierarzt)
- Bachblüten-Rescue-Tropfen 4 Tropfen auf die Zunge (wirken angstreduzierend) sowie

In Absprache mit Ihrem Tierarzt wäre in späteren Stadien evtl. auch eine Krankengymnastik/Physiotherapie sinnvoll.
Ist Ihr Hund klar ansprechbar?

Prüfen Sie bitte in entspannter Atmosphäre zu Hause Folgendes:
- rektal die Temperatur (normal 38°-39°)
- die Schleimhautfarbe (Augenlid, im Maul; sollte rosa sein wie bei uns)
- die Beweglichkeit
- den Bauch (sollte weich und nicht berührungsempfindlich sein)
- insbesondere Beweglichkeit des Kopfes,
- die Atmung (normal: 10-30 Atemzüge pro Minute)
- den Puls (Innenseite des Oberschenkels; normal: 80-120 Schläge pro Minute)

Bitte kontrollieren Sie auch einige Reflexe:
- Lid- und Hornhautreflex: Annäherung oder leichte Berührung führ zu sofortigem Schließen des Auges
- Pupillarreflex: Licht führt zu beidseitig gleichem Verengen der Pupillen, Dunkelheit zu Vergrößerung
- Analsphinkterreflex (Reaktion auf Berührung des Afters, normal: Verschluss des After)
-Fähigkeit des Schwanzbewegens (kann Ihr Hund den Schwanz normal bewegen?)
- Korrekkturreflex: im Stehen: Pfoten der Beine beugen (Oberseite der Pfote zum Boden) Normal: Hund nimmt sofort wieder normale Stellung ein
--Zwischenzehenreflex: festes Kneifen der Zwischenzehenhaut: Normal: soll zu Anziehen des Beines führen

Es ist gut, daß Sie heute noch mal zum Tierarzt gehen.

Viel Glück!

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

PS:

…), bei Kopfschiefhaltung müßte man auch an ein Vestibularsyndrom (oft Folge einer Mittel- oder Innenohrschädigung) denken

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Er hat kein Fieber ( 38 ), und ist absolut schmerzfrei, er versucht sogar zu springen und zu spielen.
Halte ich ihm was zu naschen vor den Kopf sucht er es, als ob er nicht richtig sehen würde.
Beim Sitz kippt er nach rechts ab auch beim Platz muß er den rechtsdrall immer wieder korrigieren.
Arznei hat er bis heute Vitamin B Tabletten und Metacam 1 mg
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

haben Sie schon die Reaktion der Pupillen auf Lichteinfall untersucht? Welches Ergebnis? Funktionieren Lid- und Hornhautreflex normal?

Insbesondere falls der Lid und Hornhauftreflex nicht funktioniert sowie die Pupillen nicht normal reagieren oder unrund sind und/oder Nystagmus (ruckartige Bewegungen des Auges) vorliegen, wäre ein zentrales Problem wahrscheinlich.

Insbesondere folgende Möglichkeiten kommen für den Rechtsdrall Ihres Hundes in Betracht:
"Vestibularsyndrom" (Störung des Gleichgewichtssinns), da kein Fieber vorliegt vermutlich aber keine Ohrenentzündung
andere Möglichkeiten wären Ohrmedikamente (erhielt Ihr Hund eine Ohrsalbe?)
- Duchblutungsproblem des Gehirns / Schlaganfall , oder auch Hirnhautödem durch heftigen Aufprall; dabei bei Beginn auch erbrechen, so wie bei Ihrem Hund.
-Durchblutungsstörung durch Herzproblem(sind die Schleimhäute auch im Anfall rosa oder blasser oder gar bläulich?), evtl. Herzuntersuchung
-- schwere Stoffwechselstörungen (z.B. Unterzuckerung)
.

Sinnvoll wäre neben den schon gegebenen Medikamenten vermutlich die Gabe des die Gehirndurchblutung verbessernden Karsivan (msd-intervet).

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

Udo Kind

.

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