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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.

gib es eine heilung bei hunden die anämi haben

Kundenfrage

gib es eine heilung bei hunden die anämi haben
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

leider gibt es Ursachen für eine Bluterkrankung, die mit einer Anämie einhergehen, die kaum auszuheilen sind.
Die Gabe von Prednisolon in höheren Dosen könnte unter Umständen fast die enzige Lösung sein.
Die Gabe einer Bluttransfusion kann den durch die Anämie hervorgerufenen stark geschwächten Zustand erheblich verbessern. Trotzdem werden nicht ausreichend rote Blutkörperchen produziert.

Bei der Hämolyse (Blutauflösung) kommt es durch schädigende Einflüsse auf die Erythrozyten zu deren Zerfall innerhalb der Blutgefäße oder zu einem beschleunigten Abbau durch Fresszellen in Milz- oder Lebergewebe. Eine direkte Erythrozytenschädigung entsteht zum Beispiel durch Aufnahme von größeren Mengen Zwiebeln oder kann durch verschiedene Bakterien hervorgerufen werden. Bei der Immunhämolytischen Anämie hingegen bildet der Organismus Antikörper, die für die Fresszellen ein Signal darstellen, diese Erythrozyten abzubauen. Verschiedene Infektions- und Tumorerkrankungen, Medikamente und Impfungen können eine solche Antikörperbildung auslösen.

Lässt sich hingegen keine Ursache für die Bildung der Antikörper finden, spricht man von einer Autoimmunbedingten Hämolytischen Anämie.

Der behandelnde Tierarzt sollte eine Vielzahl von Untersuchungen einleiten (Blutbild, Blutausstrich, Coombs‘ Test, Harnuntersuchung) um evtl. die Hämolyse als Anämieursache feststellen zu können. Informationen über kürzlich durchgeführte Impfungen, verabreichte Medikamente oder Aufenthalt des Hundes im süddeutschen oder südeuropäischen Raum (Gefahr der Infektion mit sogenannten Reisekrankheiten: Babesiose, Ehrlichiose, Leishmaniose) geben wichtige Hinweise auf die Ursache der Hämolyse. Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen dienen unter anderem dem Ausschluss einer Tumorerkrankung.

Erst wenn trotz verschiedener Untersuchungen keine Ursache der Hämolyse festgestellt wurde, kann die Diagnose “Autoimmunhämolytische Anämie“ gestellt werden. Die Behandlung dieser Erkrankung erfordert die Gabe von Substanzen, welche das Immunsystem unterdrücken (z. B. Prednisolon). Bei einer ausgeprägten Anämie können Bluttransfusionen oft lebensrettend sein. Etwa ein Drittel der Hunde mit Autoimmunhämolytischer Anämie zeigen wiederkehrende Krankheitsschübe, so daß eine unter Umständen lebenslange engmaschige tierärztliche Kontrolle nötig ist.

Bisher haben Sie keine Ursache für die Anämie genannt - also ist für mich fraglich, ob bislang eine festgestellt wurde. Ist dies nicht der Fall, sollte dies möglichst bald nachgeholt werde, da vorliegende Grunderkrankungne dann zuerst bekämpft werden müßten.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren, indem Sie auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken.

Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen.

Vielen Dank im Voraus !


Mit freundlichen Grüßen,


Christiane Jahnke

Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bitte ich fairerweise zu akzeptieren, damit ich aus dem von Ihnen gezahlten Vorschuss für meine Arbeit bezahlt werde.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Prämisse, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung .

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke