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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, meine 6jährige Hündin hat vor einer halben Stunde und

Kundenfrage

Hallo,
meine 6jährige Hündin hat vor einer halben Stunde und gerade eben erbrochen, sie ist am zittern, hat eine eiskalte nasse Nase und war unruhig. Das Zahnfleisch und die Schleimhäute in den Augen sind ziemlich gerötet. Temperatur habe ich gemessen, war normal 37,9.
Kot und Urin wurden kurz vor dem ersten Erbrechen noch abgesetzt, beim Gassi gehen wollte sie noch lustlos etwas Gras fressen.
Ich habe das Gefühl, das sie Magenkrämpfe hat, denn sie macht ab und zu einen Katzenbuckel.
Muss ich mir ernsthaft Sorgen machen?
Ich würde mich über eine Antwort freuen!
Vielen Dank
Elke Venturella
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

leider war nachts kein Tierarzt online.

Wenn die Bauchschmerzen weiter zunehmen (zugenommen haben), würde ich mit Ihrer Hündin schnellstmöglich in eine Tierklinik. Messen Sie bitte mit einem Maßband den Bauchumfang und kontrollieren Sie ihn alle 15 Minuten. Bei den gefährlichen Erkrankungen Magendrehung (tritt meist auf nach Vielfressen und anschließender starker Bewegung) und Darmverschluss (z.B. durch Fremdkörper) wird der Bauch meist durch Aufgasung dicker.
Eine weitere ernste Ursache für Bauchschmerz und oft häufiges Erbrechen ist eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Diagnose durch Bluttest). Bei diesen Schmerzen nehmen Hunde oft eine Entlastungsstellung (Hinterteil hoch vorne runter) ein. .
24 Stunden sollten Sie Ihrem Hund nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt, falls die Flüssigkeit nicht auch erbrochen wird. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.
.
Es ist gut , daß Sie Temperatur und Schleimhäute kontrolliert haben. Wie sehen diese jetzt aus? Baldmöglichst sollten Sie bitte zum Tierarzt gehen , wenn:
-Ihr Hund ausgetrocknet ist, dies erkennen Sie daran, daß
--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);
--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder rosa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung
--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstricht nicht sofort wieder
-Ihr Hund sich mit häufigem Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber)
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .
-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat,
-im Erbrochenen Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung,)
-die Bauchschonhaltung immer wieder eingenommen wird

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sofort zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Mittel gegen Übersäuerung...

Erbrechen hat neben einer normalen leichten Magenentzündung, die z.B. durch ungewohntes oder zu kaltes Futter auftreten kann, meistens eine der folgenden Ursachen:
-infektionsbedingte Entzündungen der Magenschleimhaut (meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad)
-Mandelentzündungen (meist eher Würgen und Schluckbeschwerden)
-Fremdkörper (meist sehr häufiger Brechreiz) oder Unverträgliches wurde angeknabbert (z.B. Pflanzen)
- Futtermittelunverträglichkeit (bei Jungtieren häufiger),
-Vergiftung (sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Gift rauszubringen)
-starke Verwurmung (eigentlich nur Jungtiere)
- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen), dies könnte bei Ihrem Hund zu der auffälligen Körperhaltung führen!
-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) , gelbliches Erbrechen kann ein Hinweis auf Störungen im Bereich Leber/Gallenblase sein, eindeutige Klärung aber nur mittels Blutuntersuchung und evtl. Ultraschall möglich
-Herzerkrankungen (u.a durch Rückstau in die Leber)

Sollte Ihr Hund im Laufe des Tages immer noch wiederholten Brechreiz haben ist zur Abklärung der Ursachen ist ein Tierarztbesuch sinnvoll, denn zur Ursachenklärung sind Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall nötig.

Heute würde ich zunächst kein Futter mehr geben und frühestens Nachmittag mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

Unterstützend (ersetzt aber keinesfalls sofortigen Tierarztbesuch) könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.
Gegen Schmerzen könnte man Metamizol z.B. Novalgintropfen (25 mg/kg) geben
Außerdem wäre die weitere Gabe von Ulcogant sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung). Bei stärkerer Übersäuerung wäre aber ein Antacidum (Cimetidin, Ranitidin, Omeprazol) erforderlich.
Gegen Brecreiz kann man MCP (Metoclopramid, Paspertin) 0,2 mg/kg geben.

.Bitte bieten Sie eine Wärmflasche / Rotlichtlampe an.

Viel Glück!

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

hat sich der Bauchumfang verändert? (falls Bauch deutlich dicker , bitte Röntgen, da Fremdkörperverdacht) Liegen Zittern und Magenkrämpfe immer noch vor? (starke Schmerzen verursacht u.a eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Diagnose durch Bestimmung der pancreasspezifischen Lipase) oder auch eine Gallenkolik).


Haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.
Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind

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