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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Unserer Eurasier ist 12.5 Jahre alt. Er bekommt jetzt Geenksteifheit.

Kundenfrage

Unserer Eurasier ist 12.5 Jahre alt. Er bekommt jetzt Geenksteifheit. Dadurch hat er Mühe zum Sitzen. Kann ich ihn etwas helfen mit Hoomeopathie oder pflanzlichen Mitteln.
Vielen Dank
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

hat die Gelenksteifheit plötzlich begonnen (oft bei Trauma, Verletzung) oder sich allmählich verschlechtert (oft bei Arthrosen)? Sind alle Gliedmaßen gleich betroffen, beide Hinterbeine oder ist es an einem Bein besonders schlecht?

Die Schwierigkeiten könnten insbesondere folgende Ursachen haben:

- Arthrose, häufig an den Hüft- und Kniegelenken bzw. Schulter und Ellbogengelenk, Diagnose durch Röntgen. Ist eine Gliedmaße stärker betroffen?

-Wirbelsäule, Kompression/Schädigung des Rückenmarks bzw. der austretenden Nerven (z.B. durch einen Bandscheibenvorfall oder knöcherne Zubildungen (Spondylosen)) vorliegt. Relativ häufig ist das sogenannte Cauda eqina-Syndrom ( =Verengung und Kompressionen der Nerven im Übergang der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein). Durch die Schädigung der Nerven funktionieren oft die Reflexe nur noch eingeschränkt (Prüfung durch Tierarzt).
Diagnose durch Röntgenaufnahme der Wirbelsäule (je nach Befund des normalen Röntgens bei Bedarf. sogar mit Myelographie= Darstellung des Rückenmarks mit Kontrastmittel)

-Es könnte sich auch um "einfache" schmerzende Entzündung oder Verletzung handeln (meist Hüftgelenke oder Knie) handeln (Diagnose auch hier durch Röntgen, bzw. spezielle Bewegungsproben z.B. auf Kreuzbandriss) Meist ist bei solchen eine Seite stärker betroffen, das Probleme besteht dann eher in einseitiger Lahmheit.

- Durchblutungsproblem (sind die Hinterbeine kälter als die Vorderbeine?)

- Muskelsoffwechselstörung oder -entzündung (deutlich seltener)

Es wäre gut wenn Sie zum Tierarzt gehen. Es sollten zur Diagnose einige spezielle Bewegungs- und Reflexprüfungen sowie Röntgenaufnahmen gemacht werden.
Einige Reflexe können Sie auch selbst prüfen:
- Lid- und Hornhautreflex: Annäherung oder leichte Berührung führ zu sofortigem Schließen des Auges
- Pupillarreflex: Licht führt zu beidseitig gleichem Verengen der Pupillen, Dunkelheit zu Vergrößerung
- Patellarreflex (Reaktion auf Schlag auf Kniescheibensehne, normale Reaktion: Bein schnellt nach vorn)
- Analsphinkterreflex (Reaktion auf Berührung des Afters, normal: Verschluss des After)
-Fähigkeit des Schwanzbewegens (kann Ihr Hund den Schwanz normal bewegen?)
- Korrekkturreflex: im Stehe: Pfoten der Hinterbeine beugen (Oberseite der Pfote zum Boden) Normal: Hund nimmt sofort wieder normale Stellung ein
--Zwischenzehenreflex: festes Kneifen der Zwischenzehenhaut: Normal: soll zu Anziehen des Beines führen (= Reflexbogen erhalten) aber unbedingt auch zu Reaktion des Tieres (z.B. schauen, Schmerzempfinden ungestört) führen
--Fußungsreflex (nur falls nicht zu schmerzhaft!): Hund hängend (Kopf oben) mit Hinterbeinen, Fußrückenseite gegen Tischkante führen, Normal: Hund soll sofort mit dem Fuß versuchen auf den Tisch zu treten.

Ob ein entzündungshemmendes Schmerzmittel (alleine ?) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden.

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat und die Wirbelsäule haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:
- Carprofen (z.B. Rimadyl)
- Meloxicam (z.B: Metacam)
- Firocoxib (z.B. Previcox),
- Robenacoxib (Onsior)
Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich.Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben.
Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab.
Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):
-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)
-Homöopathie:

bei Wirbelsäulenursache: Nux vomica D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann evtl. Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette., in den ersten 3 Tagen zusätzlich Arnika D6 3 x täglich. Falls Arthrosen die Ursache sind: kein Nux vomica, sondern mit Ruta D6 3x tgl. 10 Tage beginnen, dann auf Rhus toxicodendron umstellen

- VitaminB -Komplex wirkt allgemein positiv auf die Heilung von Nervenschädigungen (insbesondere gut, falls "cauda equina die Ursache ist).

In Absprache mit Ihrem Tierarzt wäre zur Unterstützung der Therapie evtl.auch eine Krankengymnastik/Physiotherapie sehr sinnvoll.

Viel Glück!

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Kann ichauch Ibubrufen geben?
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

Ibuprofen sollte man beim Hund möglichst gar nicht verabreichen, da es beim Hund sehr leicht zu Magenblutungen und evtl. auch Darmblutungen führt. Es gibt zwar einzelne Dosierungsangaben von Ibuprofen für Hunde 5-10mg/kg/Tag (http://www-vetpharm.uzh.ch/wir/00001568/7211__F.htm ), bei empfindlichen Hunden kann es aber schon bei Dosierungen von 8mg/kg/Tag zu gefährlichen Blutungen kommen. Das Mittel hat eine sehr geringe therapeutische Breite (d.h Wirkdosis und toxische Dosis liegen nah beieinander). Auch in der von mir zitierten Liste wird trotz einzelner Dosierungsangaben Ibuprofen als für den Hund ungeeignet gekennzeichnet: http://www-vetpharm.uzh.ch/wir/00001568/7211__F.htm

Von den humanmedizinischen Schmerzmitteln ist deutlich besser verträglich Metamizol (Novalgin, 30mg/kg 2-3 x täglich) oder am Besten die veterinärmedizinischen Schmerzmittel (siehe erste Antwort oben) geben.

 

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

 

Udo Kind

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