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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.

Hallo, wir, mein Lebensgefährte und ich, haben uns nach dem

Kundenfrage

Hallo,
wir, mein Lebensgefährte und ich, haben uns nach dem schmerzhaften Verlust unseres Westis eine kleine 5-jährige Malteserdame aus dem Tierschutzverein nach Hause geholt. Uns wurde nur gesagt, dass sie aus schwierigen Verhältnissen geholt wurde und sehr verängstigt ist. Dies haben wir auch zu Hause bei uns festgestellt. Anfangs ging sie überhaupt nicht allein an ihren Futternapf. Nach ca. 3 Monaten fing sie allmählich an, und nahm sich ihr Futter allein aus dem Napf. Wir probierten lange verschiedene Futter bzw. Näpfe oder Teller aus.
Unser größtes Problem ist allerdings, dass sie verstärkt versucht, meinen Lebensgefährten zu zwicken. Von Anfang an hat sie allgemein ein sehr mißtrauisches Verhältnis zu Männern. Er ging auch sehr behutsam auf sie zu und zeigt ihr, dass sie nichts schlimmes von ihm zu erwarten hat. Aber leider sind sie bis heute keine beste Freunde bzw. die Situation wird immer angespannter und ist für uns alle ziemlich unangenehm. Beide liegen z.B. relaxt auf dem Sofa, er krault ihr das Fell und geht dann nur kurz aus dem Raum. Wenn er dann aber wieder zurückkommt, fängt sie an ihn anzubellen und ist wie ausgewechselt. Allgemein ist sie Fremden und engeren Freunden der Familie sehr aggressiv eingestellt. Sie bellt was das Zeug hält und wir wissen nicht, wie wir das in den Griff bekommen können. Ein entspanntes Zusammenleben rückt in immer weitere Ferne.
Vielleicht haben sie ein paar Tips und können uns auf die Sprünge helfen.
Mit freundlichen Grüßen,
Irina Gröschel
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Frau Gröschel,

Ihr kleine Malteserin hatte zwar ziemlich Startprobleme und ihr Misstrauen zum größeren Teil evtl. behalten, aber sie hat unterdessen in ihrem Haushalt die Hosen an.
Dies liegt wahrscheinlich daran, daß Sie alles tun, damit sie sich wohlfühlt.
So funktioniert ein Rudeltier jedoch nicht. Im Rudel wird keiner mit Samthandschuhen angefasst, egal welche Erfahrungen er gemacht hat.
Das ist für uns Menschen immer schwer nachzuvollziehen, da unser Sozialleben eben anders funktioniert.
Der Hund ist eindeutig unsicher und bellt/zwickt aus Unsicherheit.
Als erstes gehört dieser Hund nicht auf das Sofa. Sie braucht einen festen und sicheren Platz - z.B. neben dem Sofa. Gut ist es immer wenn es kein zentraler Platz ist, von dem der Hund aus alles kontrollieren kann - lieber in einer Ecke.
Dort muß der Hund lernen zu bleiben, wenn Sie es möchten. Also auch, wenn z.B. Besuch kommt.
Der Hund darf nicht die Tür öffnen und den Besuch gleich wieder rausschmeissen - dies natürlich im übertragenen Sinne. Der Hund bleibt auf dem Platz, Sie öffnen, Besuch rein, Begrüßung (ohne Hund), Besuch drinnen, sitzt evtl - erst dann kommt der Hund dazu. Bestenfalls ignoriert der Besuch den Hund weitgehend. Das ist der Hündin sicher angenehmer, als wenn jeder auf sie eingehen will - auch wenn es gut gemeint ist.
Ihr Lebensgefähre zeigt diesem Hund, daß er eigentlich nichts zu sagen hat (er, leider nicht der Hund). Das verunsichert den Hund. Dadurch traut er ihm auch nicht vollständig. Ihr Lebensgefährte kann die Erfahrungen des Hundes nicht durch sein Verhalten auslöschen. Aber er kann dem Hund zeigen (und Sie auch), daß er an letzter Stelle kommt. Das heißt überhaupt nicht, daß der Hund irgendetwas entbehren soll - im Gegenteil, die Hündin wird froh sein, wenn Sie ihr ein paar Dinge abnehmen, die sie ständig versucht zu regeln, obwohl sie dies gar nicht möchte.
Es ist also bei diesem Hund sinnvoller ihr einen Platz neben dem Sofa zu geben und sie nicht pausenlos zu beachten. Das möchte sie gar nicht.
Je weniger Ihr Lebensgefährte und Sie den Hund in den Mittelpunkt rücken, umso besser für den Hund.
Der Hund braucht feste Regeln, an die er sich halten kann.
Immer dann, wenn Sie oder Ihr Lebensgefährte dem Hund zeigen wollen, daß von Ihnen nichts Böses ausgeht, signalisieren Sie dem Hund, daß man mit Ihnen alles machen kann und der Hund sich um die wichtigen Sachen (wie fremde Leute fernhalten) selbst kümmern muß. Sie hält Sie für nicht in der Lage dazu.

Wenn Sie dies zu Ihren Gunsten ändern, wird das Zusammenleben auch mit diesem Hund prima funktionieren. Versuchen Sie nicht mit allzu viel menschlichen Maßstäben heranzugehen - es ist ein Hund, der andere Bedürfnisse hat als ein Mensch. Wenn die Menschen des Hundes das verstehen, fühlt der Hund sich auch wohl.

Viel Erfolg !!

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren, indem Sie auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken.

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Vielen Dank im Voraus !


Mit freundlichen Grüßen,


Christiane Jahnke


Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.

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Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung .

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke