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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

unsere 1-jaehrge Schaeferhuendin kann nachts das Wasser nicht

Kundenfrage

unsere 1-jaehrge Schaeferhuendin kann nachts das Wasser nicht halten. Sie wurde mit 6 Monaten steriliesrt. Das Problem ist erst seit 5 Wochen aufgetaucht. Tagsueber ist alles in Ordnung. Sie geht normal zum Pippi machen, nur nachts nicht, obwohl sie draussen schlaeft.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

hat das Tröpfeln direkt nach der Kastration (Entfernung der Eierstöcke; Sterilisation bedeutet medizinisch ein Abbinden der Eileiter) begonnen oder erst später?

Von einer Inkontinenz sind insbesondere ältere Hündinnen großer Rassen (durchschnittlich zu etwa 10%) betroffen. Bei jhungen Hündinen ist dies selten.

 

Ist der Urin schon untersucht worden? Trinkt Ihre Hündin vermehrt? (dann Blutuntersuchung sinnvoll)

Es gibt verschiedene Ursachen für Harninkontinenz bei kastrierten Hündinnen:

- häufigster Grund ist eine Blasenschließmuskelschwäche, tritt meist erst bei älteren kastrierten Hündinnen auf (ist Ihre Hündin kastriert?); Medikament Caniphedrin (selectavet) wirkt verstärkend auf den Harnröhrenverschluss . (andere ähnliche Mittel sind Propalinsirup von vetoquinol oder Urilinsirup (selectavet)).
Auch der Östrogenmangel durch die Kastration ist eine Mitursache für die zur Inkontinenz führende Blasenschließmuskelschwäche, daher kann man auch das Mittel Incurin (enthält das Östrogen Estriol), intervet versuchen (allerdings eher Nebenwirkungen). Haben Sie dieses Mittel gegeben? In seltenen Fällen ist auch eine Operation am Blasenschließmuskel erforderlich.
-chronische Blasenentzündungen , Harnkristalle. Bitte lassen Sie auf jeden Fall noch mal eine Urinprobe von Ihrem Tierarzt untersuchen, incl. Harnsediment, um zu kontrollieren, daß es sicher keine Harnkristalle gibt (diese könnten auch die Harnabsatzbeschwerden - das Pressen beim Urinabsatz - verursachen.
-vermehrter Durst (normal: 30-55ml Wasseraufnahme über Futter und Trinken) mit der Folge, daß Urin nicht gehalten werden kann (z.B. bei Diabetes, Cushing)
-neurologische Ursachen, auch Wirbelsäulenerkrankungen , bitte evtl. neurologische Untersuchung (Reflexprüfung etc.) durchführen lassen, bei Störungen: Röntgen
-raumfordernde Prozesse (Tumor, Harnsteine etc): selten, Röntgen/Ultraschall
-Nierenerkrankung (evtl. Blutuntersuchung machen lassen)

Bitte lassen Sie sicherheitshalber eine Urinuntersuchung durchführen, (und evtl. auch eine Blutuntersuchung (incl. Schilddrüse) anfertigen um organische Ursachen (Zucker, Niere…) festzustellen/auszuschließen (insbesondere falls mehr Durst als früher). Außerdem Reflexprüfung und je nach Befund evtl. auch Röntgen.

Sollte keine entzündliche, organische, raumfordernde oder neurolgische Ursache gefunden werden, würde ich caniphedrin (selectavet) einsetzen, dieses Mittel stärkt den Blasenschließmuskel.

Unterstützend (aber nicht einen Tierarztbesuch ersetzend) könnten Sie folgende homöopathischen Mittel geben (5 Globuli oder 1 zerpulverteTablette mit etwas Futtersauce oder mit etwas Wasser in einer Sprize unabhängig vom Fressen geben):
-Causticum D6 3x tägl.1 Tablette und
-Gelsemium D12 2x tägl. eine Tablette
Wenn das Tröpfeln nicht allzu stark ist und keine Störungen vorliegen, kann man evtl. erst mal nur die homöopathischen Mittel versuchen.

Falls Ihr Hund insgesamt etwas verwirrt erscheint (was aber in diesem Alter nahezu ausgeschlossen ist), könnte man auch noch das die Gehirndurchblutung verbessernde Karsivan (intervet) einsetzen.

Hilfsprodukte (Windeln etc.) finden Sie hier:
http://www.padvital.de/hund-inkontinenz/



Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter herr Kind,

danke XXXXX XXXXX Info.Unsere Huending ist munter, frisst und trinkt. Sie trinkt allerdings sehr viel und liebt Wasser. Sie wurde mit 7 Monaten sterilisieret - ist jetzt 15 Monate alt.Das Wasserlassen hat Ende Januar begonnen. Erst haeufiger aber immer nur nachts. Zur Zeit naesst sie nur nachts im Schlaf.

Blut und Urin wurden im Januar untersucht - keine negativen Ergebnisse.

Der Tierarzt hier hat Oestrogene verordneet, Romy hat aber noch keinen Erfolg verbuchen koennen.

Wir leben in Sri Lanka und es ist nicht einfach eine Antwort auf das Problem zu bekommen. Was koennen wir noch tun.

Danke XXXXX XXXXX Hilfe und herzl. Gruesse von der Insel

Hannes Gerlach
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

wieviel trinkt Ihr Hund den am Tag pro kg Körpergewicht?
20 - 60 ml Wasseraufnahme (Fressen und Trinken) pro kg Körpergewicht sind normal (bei ausschließlich Trockenfutter oder sehr salzigem Futter evtl. auch noch etwas mehr).

Vermehrter Durst und entsprechend größere Harnmenge(teils mit Inkontinenz) hat insbesondere folgende Ursachen:
-Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit (bei längerer Dauer meist mit deutlichem Gewichtsverlust trotz zunächst gutem Appetit)
-Diabetes insipidus, Wasserharnruhr (Wasserrückresorbtionsstörung in der Niere)
-Niereninsuffiziens chronisch
-Cushing (= Nebennierenrinde produziert zu viel Cortison), oft auch viel Appetit
-Lebererkrankungen
-bei unkastrierten Hündinnen: Gebärmutterentzündung.
-Infektionserkrankung , Fieber (rektal gemessen > 39°), gestörtes Allgemeinbefinden
-v.a. falls Urinabsatz erschwert (häufig und verkrampft) auch Blasenentzündung
- psychogenes Trinken („dumme Angewohnheit": einfach mal Orangensaft ins Wasser geben. Wenn Hund ein psychgener Trinker" ist, hört das Vieltrinken dann meist auf (bitte möglichst erst versuchen, wenn organische Ursachen ausgeschlossen wurden).

Wurden diese Dinge alle abgeklärt? Falls nicht: Gehen Sie bitte noch mal zu Ihrem Tierarzt. Er kann mit Hilfe von erweiterten Blut- und Urinuntersuchungen (bitte gleich Urin mitbringen, vor Blutabnahme möglichst nüchtern), evtl. auch Röntgen hoffentlich die Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie einleiten.
Beim Urin sollte spezifisches Gewicht (Feststellen/Ausschluss u.a. Diabetes insipidus) Harnstatus und Harnsediment (Blasenentzündung) bestimmt werden. Außerdem erhält man vom Urin mit Hilfe des Cortisol/Kreatinin-Quotienten einen Aufschluss darüber, ob ein Cushing vorliegen könnte. Man kann aber auch gleich einen Bluttest auf Cushing machen (Dexamehason-low-dose-Test).
Beim Blut wäre ein Geriatrieprofil (Gluccose, Fructosamin, Leber- und Nierenwerte, Schilddrüse sowie Blutbild ) sinnvoll.

Bitte das Wasser auf keinen Fall wegstellen. Ohne Behandlung ist das viele Trinken zunächst das Sinnvollste für die Erkrankung, diese Reaktion hat sich im Lauf der Evolution bei der konkreten Erkrankung bewährt. Sobald die Erkrankung ursächlich behandelt wird, wird der Durst von selbst zurückgehen.

Wenn dauernder Harndrang (auch wenn gerade Urin abgesetzt wurde) besteht, liegt oft eine Entzündung der Harnwege vor (meist bakteriell, teilweise auch Harngries, beides durch Harnuntersuchung feststellbar).

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

Udo Kind

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