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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Guten Tag, mein 12jähriger Samojede leidet unter dem Cauda-equina-Syndrom.

Kundenfrage

Guten Tag,
mein 12jähriger Samojede leidet unter dem Cauda-equina-Syndrom. Er ist u.a. nicht mehr in der Lage, seinen Urin willkürlich abzusetzen, sondern tröpfelt mal mehr, mal weniger vor sich hin. Wie kann ich ihm helfen, seine Blase vollständig zu entleeren?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

zur Unterstützung des Blasenschließmuskels sowie der Blasenentleerung könnte man das Mittel caniphedrin (selectavet) geben. Insbesondere falls Ihr Hund auch etwas "dement" wäre, könnte auch das die Gehirndurchblutung verbessernde Karsivan (msd-intervet) helfen.


Ob ein Schmerzmittel bwei dem Caud-equina-Syndrom Ihres Hundes alleine reicht (wissen Sie welches gegeben wurde?) und/oder die ergänzende Behandlung mit Cortison erforderlich ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden. Man könnte evtl. Cortison versuchen, da dies noch stärker abschwellend (und so der Druck vom Nervengewebe besser reduziert wird).
Bei den Schmerzmitteln für die Wirbelsäule und den Bewegungsapparat haben sich die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:
- Firocoxib (z.B. Previcox,)
- Carprofen (z.B. Rimadyl, daß Sie bisher gegeben haben)
- Meloxicam (z.B: Metacam)

Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab. Es gibt auch Fälle, bei dennen eines eine Zeit gut wirkt, dann in der Wirkung nachläßt, aber ein anderes NSAID trotzdem noch gut wirkt.
Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.
Bei jeder Gabe von Schmerzmitteln muß man darauf achten, daß sich der Hund -seiner Schmerzen entledigt- nicht zu heftig bewegt und dadurch die eigentliche Genesung behindert.

Das Cortison Prednisolon wird bei Cauda-equina-Syndrom anfangs in einer Dosierung von 2 (-4) mg/kg . Dann wird versucht die Dosis allmählich zu senken. . Sollte die Muskulatur bei Ihrem Hund stark abgebaut sein, wäre dies ein Argument für Cortison, da es den Muskelaufbau fördert.
Eine Kombination von NSAID und Cortison sollte man möglichst vermeiden, da dann eine deutlich höhere Gefahr (blutiger) Durchfälle besteht.

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):
-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)
-Arnika D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben 7 Tage lang, Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette 6-8 Wochen

Physiotherapie ist sehr sinnvoll zum Wiederaufbau der Muskulatur (gut ist auch das Training auf Unterwasserlaufband), setzt aber eine einigermaßene Schmerzfreiheit voraus.

Leider gibt es auch Fälle, bei denen nur operative Verfahren eine Besserung bringen können. Dies würde ich bei einem 12-jährigen Hund aber nicht mehr unbedingt empfehlen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind


Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Dr. Kind,

Mein Hund bekommt auch jedes Mal Cortison gespritzt. Ich danke Ihnen insbesondere für die homöpathischen Tipps, die ich leicht umsetzen kann. Geht auch C30?

Die anderen Mittel habe ich notiert und werden meinen TA darum bitten. Was ich eigentlich suchte, ist eine Möglichkeit, die Blase mechanisch bzw. manuell zu entleeren. Geht das, ohne dem Hund zu schaden?

MfG

Wübke Rudolf

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

Sie könnten Druck von außen auf den hinteren Bauch versuchen, die Blse zu entleeren, wenn sie ganz voll ist. Es wird dann aber immer eine ganze Portion Restharn in der Blase bleiben. Eine andere Möglichkeit wäre das Katheterisieren. Dabei besteht aber leider immer die Gefahr Bakterien in die Blase zu transportieren oder sogar kleine Verletzungen zu setzen.

Möglich wären evtl. Urin-Auffangsysteme, doese ffinden Sie hier: : http://www.hunde-zauberland.de/HundeshopZauberland-p1152h19s231-Rueden-Band-Pipi-Sto.html

 

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

 

Udo Kind