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Corina Morasch
Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 16309
Erfahrung:  Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
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Corina Morasch ist jetzt online.

Unser Mischlingshund, ca. 5 Jahre alt, beißt sich ständig die

Kundenfrage

Unser Mischlingshund, ca. 5 Jahre alt, beißt sich ständig die Vorderläufe auf. Jetzt ist ein Bein geheilt, dafür das andere um so schlimmer. Lt.Tierarzt liegt das an der Kreuzung, vermutlich mit einem sehr ängstlichen Hund. Er vergleicht das mit einem Menschen, der immer an den Nägeln kaut. Ich habe schon einiges probiert,( er braucht viel Liebe und Zuneigung), Wundspray, Verband, Wundsalbe. Er leckt alles ab, egal wie es schmeckt und frist weiter die Haare bis auf das rohe Fleisch. Was kann ich denn noch machen? Im Moment hat er einen Streifen über das Knie zum Fuß von fast 10 cm länge. Das sieht schlimm aus. Ich wäre für jede Hilfe wirklich dankbar.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

zunächst wäre es ratsam die ursache erst einmal abzuklären,neben einer psychischen Ursache wie Streß etc kommen meist andere Ursachen in Frage:

 

-eine Allergie,z.B. auf Futttermittel,Gräser ,etc kommt relativ häufig vor

-Parasiten,insbesondere Milben wie Demodex

-ein Hautpilz

-eine bakterielle Hautinfektion,oft zusätzlich durch das Hinknabbern verursacht

-ein organisches Problem wie z.B. der Schildrüse

 

Ich würde ihnen daher raten erst einmal eine Hautprobe von einer der Stellen nehmen und in einem Labor auf Bakterien,Pilze und Parasiten untersuchen zu lassen um dann je nach Befund gezielt behandeln zu können.Sollte dieser in Ordnung sein würde ich ihnen auch raten eine Blutuntersuchung machen zu lassen um dabei die Organe zu überprüfen und auch einen Allergietest mitmachen zu lassen,da sehr häufig Allergien dafür verantwortlich sind.Sind diese Tests zwar nicht immer hundertprozent zuverlässigmgeben jedoch oft wichtige Hinweise auf das vorliegen einer Allergie und auch auf die Stoffe auf welche das Tierreagiert,z.B. Fleischsorten,Milben etc.Je nach Befund kann man dann auch z.B. mit einer Hypersensibilisierung versuchen dies zu behandeln.Kann man keine Ursache finden gibt man häufig neben entzündungshemmenden Medikamenten wie Cortison,welche man wirklich nur gezielt einsetzten sollte gerne mit Erfolg das Medikament Atopica.bei schwerwiegenden Fällen auch in Kombination mit Cortison und/oder Antihistaminka.Zur Unterstützung kann man dann auch noch essentielle Omega 3und 6 Fettsäuren in Form von Öl,am Besten geeignet wäre Rapsöl über das Futter geben,ebenso Sulfur D6 und Silicea D12 Globuli 3xtgl 6-8 Stück,erhalten sie rezeptfrei in der Apotheke.Dies sind unterstützende Maßnahmen und reicht als Therapie aber alleine nicht aus.Bis zum Vorliegen eines Ergebnisses können sie im Moment nur symtomatisch behandeln,indem sie auf die Stellen z.B. Hydrocortiselsalbe dünn mehrmals am Tag auftragen und abschließend den Hund durch Futte4r und Spiel etwas ablenken,damit er es nicht gleich wieder ablegt.Wenn er alleine ist wäre es ratsam im Hundesocken darüber zu ziehen,reicht dies nicht aus ,ihm dann einen Halskragen anzuziehen damit er nicht mehr daran kommt.Die Salbe sollten sie aber erst nach der Hautprobeentnahme anwenden um nicht damit den Befund zu verfälschen.Wie gesagt es gibt durchaus auch psychische Ursachen ,meist sind es jedoch Erkrankungen wie eine Allergie etc ,daher sollten sie auf jeden Fall die oben erwähnten Untersuchungen durchführen lassen um dann je nach Befund auch gezielt behandeln zu können um so ihrem Hund auch zu helfen.

 

Beste Grüße und alles Gute

 

Corina Morasch

Corina Morasch und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wir waren beim Tierarzt, er schließt eine Infektion, Bakterien etc. aus. Es wurde Gewebe untersucht und Blut ebenso. Eventuell müssen wir doch eine Allergie mehr prüfen. Er befindet sich oft in Dänemark auf unserem Kutter. Dort scheint er auch heftiger zu reagieren, jedenfalls im Moment. Futter bekommt er hier wie dort das selbe.

Ansonsten vielen Dank für Ihre Bemühungen. Ich werde einiges testen. Sollte sich was ergeben, werde ich mich gerne nochmals melden.

Gruß Sylvia Übersohn

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

ich würde ihnen raten zunächst selbst eine Eliminierungsdiät durchzuführen,dabei bekoommt der Hund ein Wild-oder Pferdefleisch selbstgekocht mit gekochten Kartoffeln ausschließlich über 4-6 Wochen zu füttern und nichts anderes,auch keine Leckerli etc,bessert es sich dann damit deutlich liegt eine Futtermitttelallergie vor.Man ersetzt dann nach 6 Wochen eine Komponente z.B. das pferdeflesich durch Geflügelfleisch und gibt dies dann wieder 4-6 Wochen usw.Dies führt relativ häufig zum Erfolg,einen Allergietest sollten sie dennoch durchführen lassen.

 

Beste Grüße und alles Gute

 

Corina Morasch

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