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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein 5 jähriger Coton de

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein 5 jähriger Coton de Tuléar Rüde hat vor 2 Wochen angefangen, auf nüchternem Magen Galle zu erbrechen. Diese Symptomatik war aber nicht durchgehend, sondern von 1 bis 2 normalen Tagen mit Fressen ohne Erbrechen unterbrochen. Zwischendurch wurde dann auch mal unverdautes Futter wieder ausgespuckt. (Es hat aber keine Änderung in der Fütterung ergeben). Nach ca. 7 Tagen wurde in einer Tierklinik der Verdacht auf Gastritis ausgesprochen, und obwohl der Hund bereits Fieber 39,6 Grad hatte, nur eine Spritze gegen Übelkeit gegeben. Danach sollte das Tier 3 mal täglich MCP Tropfen erhalten. Am nächsten Tag hat er dann wieder Gefressen ohne zu erbrechen. Leider änderte sich alles wieder am darauffolgenden Tag. 2 mal wurde wieder Galle gebrochen (hat tagsüber Gras gefressen) und später wurde das gekochte Hühnchen mit Möhren auch wieder erbrochen. Als Schmerzäußerung wurde immer wieder die "Gebetsstellung" eingenommen. Seit 4 Tagen ist er in einer anderen Klinik in Behandlung. Er hatte am Montag immer noch Fieber und das Blutbild zeigt erhöhte Entzündungswerte, die Bauchspeicheldrüse ist unauffällig. Das Röntgenbild hat eine leichte Aufgasung im Magen- und Darmtrakt gezeigt. Er setzt auch immer noch normal Kot ab. (Kein Durchfall und auch kein Blut). Er musste auch 2 Tage dort bleiben und bekam AB (Amoxicillin) und Infusionen. Daraufhin hat er auch wieder Nahrung aufgenommen. Seit gestern abend habe ich ihn wieder zuhause und er will auf einmal nicht mehr fressen. Steht öfters in Gebetsstellung und ist sehr ruhig. Seine Schleimhäute sind auch ziemlich weiß. Heute hat er aufgrund der vorgenommen Blutuntersuchung (Entzündugswert nochmal gestiegen) ein stärkers AB gespritzt bekommen und etwas zur Ruhigstellung des Magen- Darmtraktes. Die Ärzte sind ratlos und wissen nicht, was er hat. Man geht u.a. auch von einer Vergiftung aus. Ich bin mittlerweile völlig verzweifelt, weil es meinem Tier so schlecht geht. Haben Sie eine Idee, was man hier machen kann. (Geimpft ist er)

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Bemühungen.

Mfg

Katja Ladib
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

es wurde ja scon Einiges bei Ihrem Hund gemacht. Wurde auch eine Blutuntersuchung gemacht (war bei Blutuntersuchung auch die Untersuchung der Bauchspeicheldrüse (spezifische Pancreaslipase und TLI-Test) und der Schilddrüse (Schilddrüsenhormon = T4) dabei? Gerade bei einer Pancreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung ) haben Hunde oft Bauchschmerzen und nehmen deshalb die "Gebetsstellung" ein. Auch Erbrechen ist bei einer Pancreatitis häufig. Falls Pancreas ok (evtl. auch Ultraschalluntersuchung), wäre der nächste Diagnoseschritt evtl. eine Gastroskopie.

Falls das Erbrechen derzeit nicht allzu häufig/heftig ist könnten Sie außerdem vor einer Gastroskopie noch Folgendes versuchen:
-Ulcogant (wird in der Humanmedizin v.a. bei Magengeschwüren gegeben und ist gut verträglich, schützt die Schleimhaut durch Bildung eines Schutzfilms und wirkt gegen Übersäuerung (nicht ganz so stark wie Cimetidin oder Ranitidin), ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt).

-weiterhin wie bisher Diät mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen, ein magenschonendes Fertigfutter ist z.B. Gastro-intestinal von Royal canin. Einige Hunde vertragen vom Magen her Feuchtfutter besser als Trockenfutter (muß man versuchen).
-Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette hilfreich. Ergänzend evtl. Bachblüten-Rescue-Tropfen geben (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser, v.a. falls der Hund sich oft stark erregt) .

 

Viel Glück!

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Welcher Entzündungswert ist denn gestiegen?

 

Inwiefern war die Bauchspeicheldrüse unauffällig? (was wurde untersucht?) Eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse erfolgt durch Bestimmung der caninen Pancreaslipase im Blut sowie eine TLI-Test und Ultraschalluntersuchung der Bauchspeicheldrüse (wurde dies Alles gemacht?).
Falls Untersuchungen eine Pancreatitis doch noch bestätigen, sollte eine Therapie mit Infusionen (sehr wichtig, insbesondere wenn Ihr Hund nicht mehr frisst) , Schmerzmittel (meist Metamizol, Novalgin) und Antibiose (welches Antibiotikum wurde gegeben?, gut verträglich ist oft Amoxicillin) erfolgen. Je nach Schwere der Erkrankung dürfen die Hunde manchmal auch mehrere Tage nichts fressen und sollten in dieser Zeit nur per Infusion ernährt werden.


Das Problem bei einer akuten Pancreatitis sind Zirkulationsstörungen im entzündeten Bereich, die teilweise dazu führen, daß Verdauungsenzyme freigesetzt werden, die das Bauchspeicheldrüsengewebe selbst angreifen.
Damit möglichst wenig Verdauungsenzyme produziert werden, sollte der Hund einige Tage nur wenig oder sogar gar nicht fressen und muß manchmal (überwiegend oder völlig ) per Infusion ernährt werden.

 

Falls die Bauchspeicheldrüse und auch die Leber wirklich ok sind, würde ich als nächsten Diagnoseschritt eine Gastroskopie machen lassen.

 

Haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.
Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank XXXXX XXXXX!

Freundliche Grüße,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Herr Kind,

 

hab hier da noch ein paar Werte:

 

AMYL 731U/L Norm:(NNN) NNN-NNNN/p>

LIPA 233U/L Norm:(NNN) NNN-NNNN/p>

ALT 15U/L Norm: 10-100

 

HCT 55,4 % 37,0 - 55,0

HGB 18,4 g/dl 12,0 - 18,0

WBC 29,00 6,0 - 16,9

GRANS 28,4 3,30-12,00

 

Könnten diese Werte Rückschlüsse auf eine Pankreatitis zulassen?

 

Nochmals herzlichen Dank im Voraus.

 

K. Ladib

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

nein, diese Werte sprechen eher gegen eine Pancreatitis. Allerdings liegt vermutlich irgendwo eine bakterielle Entzündung vor (die Antibiotikagabe war sinnvoll). Sind alle fühlbahren Lymphknoten (Hals Knikehle...) normal dick?

 

Für´s Pancreas selbst hätte man noch die spezifische Pancreaslipase untersuchen können da die allg. Lipase aber recht niedrig ist, ist das evtl. auch nicht erforderlich.

 

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

 

Udo Kind

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