So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...

Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Jack-Russel-Hündin

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Jack-Russel-Hündin Paula (5 Jahre alt) kann seit ca. Sonntag keinen Kot mehr ablassen. Das, was herauskommt, verliert sie anscheinend nebenbei.

Wir waren in der Tierklinik, wo man Paula geröngt und ein CIT gemacht hat. Man konnte sehen, daß der ganze Darm voll war - dementsprechend sieht auch Paulas Bauch aus.
Zwei Wirbel sind fehlgestellt; lt. Arzt an der Stelle, wo die Darmnerven lang laufen. Diese Wirbelfehlstellung soll aber nicht gravierend sein. Der Arzt vermutet, das sie eine Darmlähmung hat; ob diese operabel ist, werden wir wohl heute erfahren... Urin kann sie ganz normal ablassen... Sie säuft ganz normal und hat auch Hunger - momentan sollen wir ihr aber nur Brühe geben.
Wir können uns aber nicht mit dem Gedanken abfinden, daß wir - wie vom Arzt erwogen - Paula einschläfern lassen sollen, wenn er die Diagnose stellen sollte, daß die Lähmung nicht operativ behoben werden kann, ohne eine oder mehrere weitere Arzt-Meinungen dazu einzuholen.

Was könnten wir noch tun?

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Hilfe.


Viele Grüße

Anika Janhsen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, den Kot etwas weicher zu machen. Folgende Maßnahmen können hierfür oft helfen (können kombiniert werden):
-etwas (1 Eßlöffel) Ölsardinenöl oder Thunfischöl oder Sahne ins Fressen geben (wird überwiegend verdaut, fördert aber die Passage)
-viel Bewegung, aber keine heftigen Bewegungen
-Paraffinöl dem Fressen zugeben (0,5 -1 ml pro kg, 2-3 x täglich, Sie könnten also durchaus noch mehr als nur 2 ml geben), wird nicht verdaut, ins Maul (Tierarzt kann Paraffinöl auch rektal eingeben)
-Lactulose (0,5ml - 2ml/kg) als längere Gabe möglich
-1 Teelöffel Weizenkleie oder Leinsamen zum Fressen dazu geben
-Mittelfristig ist auch die Zugabe von Enteropro (albrecht, Tierarzt, enthält Wegerichsamen) oft hilfreich gegen Verstopfung
-- Weiterhin können Sie Ihrem Hund noch eine Wärmflasche anbieten (wirkt oft beruhigend und regulierend auf Darm)

 

Bei schlaffer Lähmung des Darmes kann man die homöopathischen Mittel Alumina D6 und Opium D6 je 3x tgl 5 Globuli unterstützend geben.

Zur Unterstützung der Nervenfunktion Hypericum D6 2x tgl. sowie B-Vitamine (Vitamin-B-Komplex-ratiophrm, VMP-Tablettten, Pfizer).

 

Sinnvoll sind auf jeden Fall Infusionen (gut hydriert geht der Kot leichter ab).

 

Die Darmtätigkeit könnte man versuchen durch die Gabe von Metoclopramid 0,2mg/kg 2-3x tgl., bitte nur in Absprache mit Tierklinik! (oder Neostigmin oder Ceruletid, diese Beiden als Injektion ) anzuregen

Sinnvoll wäre zur Darmentleerung ein Einlauf. Ein Einlauf (Massenklistier mit warmem Wasser und Lactulose oder Paraffinölzusatz) kann den Kreislauf belasten und sollte möglichst nur unter tierärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.
Auch bei der Gabe von Microklist (1-2 Tuben, gibt´s beim Tierarzt oder in Apotheke) sollte möglichst ein Tierarzt erreichbar sein.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte und bitte Sie daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Danke XXXXX XXXXX Voraus.

Alles Gute und freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Kind,

 

wie schätzen Sie denn den Erfolg einer OP ein?

 

 

Viele Grüße

 

Anika Janhsen

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

eine Operation kann grundsätzlich nur den Druck auf den Nerven reduzieren. Entscheidend, wie stark die Nerven gequetscht waren und ob es dadurch zu Schäden am Nerv, die nur langsam und begrenzt regenerierbar sind gekommen ist. Eine wirklich seriöse Prognose für den Erfolg kann ich Ihnen aus der Entfernung leider nicht geben, da ich die konkreten anatomischen Verhältnisse nicht kenne. Ich bitte um Ihr Verständnis und drücke Ihnen und Ihrem Hund die Daumen, daß noch geholfen werden kann.

Ich würde aber durchaus - soweit für alle erträglich - bis zu 6 Wochen warten, ob eine Verbesserung eintritt.

 

Wurden eigentlich Reflexe geprüft? Waren diese normal?

Einige Reflexe können Sie auch selbst prüfen:
- Patellarreflex (Reaktion auf Schlag auf Kniescheibensehne, normale Reaktion: Bein schnellt nach vorn)
- Analsphinkterreflex (Reaktion auf Berührung des Afters, normal: Verschluss des After)
-Fähigkeit des Schwanzbewegens (kann Ihr Hund den Schwanz normal bewegen?)
- Korrekkturreflex: im Stehe: Pfoten der Hinterbeine beugen (Oberseite der Pfote zum Boden) Normal: Hund nimmt sofort wieder normale Stellung ein
--Zwischenzehenreflex: festes Kneifen der Zwischenzehenhaut: Normal: soll zu Anziehen des Beines führen
--Fußungsreflex (falls vom Gewicht her möglich): Hund hängend (Kopf oben) mit Hinterbeinen, Fußrückenseite gegen Tischkante führen, Normal: Hund soll sofort mit dem Fuß versuchen auf den Tisch zu treten.

 

Viel Glück!

 

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

 

Udo Kind