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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Ohrentzündung links

Kundenfrage

Meine Westie Hündin hat eine Ohrentzündung links; diese Entzündung kommt immer wieder; nun fängt das recht Ohr auch noch an; habe von meiner TA Surolan Tr. bekommen und diese zu Ende gegeben; danach dachte man es wird besser, aber ich glaube es wird immer schlimmer; leider ist es ein großes Problem, das meine Flocke sich nicht in das Ohr schauen lässt und auch gleich schreit, da sie wohl Schmerzen hat. Ich habe ihr ca. zwei mal die Woche das Ohr mit einem weichen Lappen leicht ausgewischt und die cd VetTropfen Ohrenpflege ins Ohr gemacht, aber leider ohne Erfolg. Dazu kommt noch eine Hautalllergie..., sie hat viele gerötete Stellen und beisst sich manchmal das Fell aus. Was kann ich machen, damit es ihr besser geht?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

folgende Ursachen führen in der Regel zu Ohrentzündungen:
-Parasiten, Bakterien oder Pilze (Diagnose durch Reinschauen ins Ohr mit Otoskop und Untersuchung einer Tupferprobe mikroskopisch und im Labor) ; Da es schon so lange geht, würde ich Ihnen - falls nicht schon gemacht- auf jeden Fall raten eine Tupferprobe entnehmen und ins Labor schicken zu lassen (Untersuchung auf Bakterien, Pilzinfektion und Parasiten)
- Entzündungen durch Imunstörungen bedingt (Allergien, auch Futtermittelallergien). evtl. Hyposensibilisierung versuchen
-schlechte Belüftung des Ohres (zu enger Gehörgang)
-Fremdkörper (Ohr evtl. in Narkose säubern und untersuchen lassen , z.B. kleiner Grassamen)
-evtl. hat Ihr Hund neben der Entzündung der äußeren Ohren auch noch eine Mittelohrentzündung und/oder eine Entzündung des Innenohrs (Diagnose durch Röntgen). Er braucht dann systemisch Antibiotika.

Bitte stellen Sie Ihren Hund baldmöglichst noch mal Ihrem Tierarzt vor, damit dieser einen Abstrich (zur bakteriologischen und mykologischen Untersuchung) und evtl. noch mal eine Blutuntersuchung (Schilddrüse, auch zur Feststellung / zum Ausschluß einer weiteren Allergie) machen kann. Oft muß man das geeignete Antibiotikum oder Pilzmittel bei chronischen Infektionen auch systemisch (Injektion oder Tablette) geben.

Folgendes könnten Sie unterstützend tun:
- Ohr wie bisher reinigen mit Ohrreiniger (gut ist oft auch Auriclean, plantavet, enthält Thymianöl und zur Nachbehandlung Aurisan)
-Kombinationspräparat: Surolan, Panolog, Aurizon (enthalten alle Antibiotikum, Antimykotikum und zur Reizlinderung etwas Cortison), am Besten entsprechend Tupferprobenuntersuchung mit Resistenztest
-Futterumstellung: zur Senkung der Reizschwelle (insbesondere falls allergische Komponente):
--Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten z.B. Pferdefleisch und Kartoffel
--Fertigfutter: gut ist oft das Futter zd-ultra der Firma Hills
--alle Diäten müssen mindestens 4, manchmal aber auch 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden
-Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer, nicht bei Diätfüttterung!, dann Vitamin-B-Komplex-ratiopharm 1 Kapsel pro Tag)
-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt)
-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel im Ohr durch die Gabe von 3 Tage lang 3x tgl. Hepar sulfuris D6 und danach Silicea D6 3x täglich unterstützen, außerdem 2x täglich Calendula; gegen den Juckreiz kann man evtl.noch Cardiospermum D3 1x täglich geben, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein. Mittelfristig wäre auch die Gabe des homöpathischen Konstitutionsmittels sinnvoll.
-Propolispräparate

-Falls Erreger ausgeschlossen/behandelt sind und mit Futterumstellung, Homöopathie und Phytotherapie kein Erfolg erzielt wurde, eignet sich zur Behandlung einer Allergie das Mittel Atopica (Novartis), das längerfristig besser verträglich ist als Cortison

Als letzte Möglichkeit (v.a. bei sehr stark zugeschwollenen Gehörgängen) kommen operative Verfahren in Frage, bei denen ein Teil des Ohrknorpels entfernt wird mit der Folge einer besseren Belüftung und Zugänglichkeit des Gehörganges. Ob bei Ihrem Hund der Gehörgang so stark zugeschwollen ist, daß sich die Verengung nicht mehr zurückbilden kann (dies würde dann die notwendige Belüftung des Ohres verhindern und eine erneute Infektion und Entzündung begünstigen) und eine OP unumgänglich ist, kann nur ein Tierarzt vor Ort durch eine konkrete Ohruntersuchung entscheiden.
Im Zweifelsfall sollte man aber vor einer OP alle anderen Möglichkeiten versucht haben.
Zum Ausschluß einer Allgemeinerkrankung bitte ein Geriatrisches Profil (Blutuntersuchung aller wichtigen Organe incl. Blutbild) vor einer OP (bzw. der Entscheidung darüber) machen lassen.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

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Freundliche Grüße,

Udo Kind