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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, mein Westi, acht Jahre alt, hat gerade eine Lungenentzündung,

Kundenfrage

Hallo, mein Westi, acht Jahre alt, hat gerade eine Lungenentzündung, war heute nochmals beim TA da er zum zweiten Mal eine Antibiotika Spritze erhalten hat, beim abhören sagte die TÄ es höre sich schon viel besser an, er bekommt außerdem zweimal tägl. ein Pulver zum Schleimlösen und ich habe Wasserschüsseln mit Japanischen Minzöl auf die Heizungen gestellt damit er dies etwas inhaliert. Nun sagte sie das sie evtl. Wasser in der Lunge gehört hat, will ihn aber nächste Woche nochmal sehen, wenn die Entzündung besser geworden ist und nochmal danach hören. Er hatte außerdem eine verlängerte Luftröhrenklappe, wenn diese zurück schnallt schnauft er laut, wenn ich ihn dann ablänke hört dies auf (mir wurde dies so erklärt das diese dann wieder zurück schnallt), habe immer gedacht das dies daher kommt, wenn er so schnauft, es könnte aber doch sein das er dies mit dem Wasser schon länger hatte (?) und ich dieses schnaufen auf die verlängerte Luftröhrenklappe zurück geschlossen habe. Könnte dies Lebensbedrohlich werden/sein? Mir zerreiste es gerade den Kopf und ich denke, wenn ich nur schneller/ehr gehandelt hätte, da ich ja immer dachte das es von dem bekannten Problem bei ihm sei....
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

wie ist die Lungenentzündung denn diagnostiziert worden (ist im Normalfall nur durch Röntgen möglich). Hat Ihr Hund Husten oder Fieber? Wie geht es ihm vom Allgemeinbefinden?

Lungenentzündungen sind oft bakteriell bedingt (meist hohes Fieber und Husten), in der Regel muß ein Antibiotikum (welches wurde denn gegeben? Wissen Sie den Namen?) gegeben werden. Seltener sind auch Viren und Parasiten die Ursache. Zur kurzfristigen Hemmung einer starken Entzündung können Kurzzeitcotisone eingesetzt werden, haben aber den Nachteil der Immunsupprimierung. Ein "NSAID" (nicht cortisonhaltiges entzündungshemmendes Mittel) z.B. RImadyl, Meloxicam wirkt nicht nur an den Gelenken sondern (in geringerem Ausmaß) auch in anderen Geweben, auch in der Lunge entzündungshemmend.

 

Ein Lungenödem (Wasser in der Lunge) wird oft durch Herzprobleme verursacht. Am Besten wäre, wenn Sie einen Ultraschall (evtl. reicht auch eine Röntgenaufnahme) von Herz und Lunge Ihres Hundes machen lassen, um festzustellen, ob und wieviel sich Wasser in der Lunge angesammelt hat (Lungenödem). Das Abhören mittels Stethoskop liefert leider nur erste Anhaltspunkte.

Je nach Befund müßte
-täglich ein Diuretikum als Tabletten gegeben werden, Furosemid (Dimazon) und/oder Spironolacton (Prilactone) gegeben werden
-statt eines ACE-Hemmers ist in fortgeschritteneren Fällen von Herzproblemen auch die Gabe von Pimobendan (Vetmedin, Boehringer) sehr oft hilfreich.
Diese Medikamente können nur über einen Tierarzt nach tierärztlicher Untersuchung bezogen werden.

Unterstützend könnten Sie Crataeguslösung (DHU), 3x täglich 0,75 ml und Cralonin (Heel) 3x täglich 10 Tropfen geben; falls trotz der Entwässerungsspritzen Wasser in der Lunge ist, wäre zusätzlich die Gabe von Apocynum D6 3x tägl. 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli -unabhängig vom Fressen gegeben- sinnvoll.

Möglicherweise kommen noch zusätzliche andere Atemwegserkrankungen hinzu:
-Entzündungen (Rachen, Mandeln, Nase, Kehlkopf) meist infektiös, evtl. Rachenabstrich machen lassen um Infektionen festzustellen;
-Kehlkopflähmungen oder ein zu langes Gaumensegel; Hunderassen mit relativ kurze Schnauze haben hier etwas häufiger Probleme als Hunde mit langgezogenen Schnauzen, läßt sich auch operativ (z.B. mit Laserchirurgie) entfernen
-Tumore im Rachen/Kehkopfbereich (selten)
-Fremdkörper im Rachenbereich (z.B. Grashalm), dann häufige Anfälle
-Allergien (z.B. auf Hausstaubmilben, stärker im Winter) führen ebenfalls manchmal zu asthmaähnlichen Symptomen, möglichst wenig Teppich in der Wohnung und häufiges Saugen und Durchlüften-Lassen, Diagnose teilweise durch Blutuntersuchung möglich, evtl. Hyposensibilisierung (Injektionen von aus dem Blut hergestellter Lösung, relativ teuer)
-Asthma, dann bronchienerweiternde Spritzen

Bei akuten Infektionen liegt meist Fieber vor (rektal über 39°).

"Zwingerhusten" ist oft langwierig, da es sich überwiegend um eine virale Erkrankung handelt (Behandlung der viralen Komponente nur über Steigerung der Abwehr), manchmal sind aber auch Bakterien (u.a. Bordetellen) beteiligt, die mit einem Antibiotikum behandelt werden könnten (Abklärung mit Abstrich oder Therapieversuch)

Die symptomatische Behandlung mit z.B. Atussin-Hustensaft oder Schleimlösern (Bisolvon oder ACC), Bronchienerweiterern (Theophyllin) richtet sich nach den Empfehlungen Ihres Tierarztes.

Unterstützend können noch folgende Maßnahmen helfen:
-Canipulmin (Plantavet, über Tierarzt): Ergänzungsfuttermittel u.a mit Thymian und Efeu zur allgemeinen Unterstützung der Atemfunktion
-Prießnitzwickel: feucht-kaltes Tuch um Hals, darum trockenes Tuch, darum dicken Wollschal, 2 Stunden belassen, danach Hals gut trockenreiben; fördert reaktiv die Durchblutung und damit die Abwehr im Halsbereich
-Vitamingaben, "astoral Immustim H" (Firma almapharm, gibt´s beim Tierarzt)
-Echinacea D1 und Ferrum phosphoricm D6 (je 3x täglich 1 Tablette, beide imunstimulierend); Gaben anderer homöopathischer Mittel richten sich nach betroffenem Bereich (tierärztliche Abklärung) und nach den Allgemeinsymptomen: z.B. Spongia D6 3x 1 Tabl. oft gut bei Kehlkopfentzündungen. Allgemein bei Husten bewährt sind auch die homöopathischen Komplexmittel "Virupect", eher akute Phase mit v.a. nächtlichem Reizhusten und "Tussistin" , schon länger bestehend mehr Schleim.

Ich hoffe, dass ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Also ich war vor zwei Tagen beim TA, da er am morgen sehr stark geschnauft und nach Luft gerungen hatte, er hat sich komplett versteift und konnte ihn erst nach langen streicheln, zureden usw. beruhigen, bin dann sofort zum TA. Sie hat ihn abgehorcht (länger), Fieber gemessen, war aber keins, er isst, trinkt usw. deshalb habe ich auch nichts bemerkt, er hat, wie schon gesagt das mit der verlängerten Luftröhrenklappe, was nach TÄ Aussage nicht Lebensbedrohlich sei, ich dachte es sei dies, wo er immer so geschnauft hatte, kann also evtl. schon länger sein (Lungenentzündung), husten habe ich nicht bemerkt, nur ab un an ein Nieser, aber nicht so oft das ich mir darüber Gedanken hätte machen müssen. Er schläft außerdem schon immer sehr viel und ist ein langsamer/genügsamer Hund, auch beim Gassi gehen, er kann auch mal mit unserem zweiten Hund spielen, dies dauert allerdings nicht lange an (evtl. 5min). Dieses schnaufen ist vor allem (vorher schon immer) gewesen, wenn er sich aufgeregt hat, zB. beim Leine anlegen, wenn er ein Leckerlie bekommen hat oder auch beim spielen, also wenn er sich außerordentlich gefreut/angestrengt hat. Er schnappt dann kurz nach Luft (es hört sich fast so an als ob er sich kurz verschluckt hat), dann folgt dieses schnaufen/nach Luft schnappen. Was es genau für ein Antibiotika war kann ich nicht sagen, sie hat es gespritzt, es sah weißlich aus und außerdem dieses Pulver, Bisolvon, steht auf der Tube. Danke XXXXX XXXXX ausführliche Antwort!
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

danke für Ihre Rückmeldung.

 

Ich würde wie gesagt auf jeden Fall röntgen lassen. Wie ausgeprägt die Veränderungen am Kehlkopf / Gaumensegel sind (und ob man evtl. sogar operieren sollte) könnte man leider nur durch eine Endoskopie klar feststellen; ggf bei starken Beschwerden bitte Hund in einer Tierklinik für die Untersuchungen vorstellen.

 

Viel Glück!

 

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

 

Udo Kind