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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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mein hund zerrte in letzter zeit an der leine wie verrückt.

Kundenfrage

mein hund zerrte in letzter zeit an der leine wie verrückt. Mein freunde bringt ihm jeden Tag einen Buttergipfel was ich gar nicht will, aber er ist der Meinung der Hund braucht das. Dem kann ich nicht zustimmen. Wäre Ihnen dankbar, wenn sie mir mitteilen könnten, dass Buttergipfel Gift sind für meinen Hund.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

 

Butterkipfel sind für Hund ungesund, da

- der enthaltene Zucker die Zähne schädigt

- sie zu fettreich sind

 

Ihr Freund könnte z.B. mit einem besonderen Trockenfutter oder auch ein wenig frischem Fleisch belohnen.

 

Die meisten gängigen Futtermittel sind in Ordnung und könnten alle als Belohnung gut verwendet werden. Es gibt verschiedenen Tests:

Nassfutter

Im Naßfutermiteltest von "Ökotest (12/2010) haben alle Nassfutter ein "gut" erhalten.
Ergänzend könnten Sie selbst gekochtes Geflügelfleisch oder Fisch, Hüttenkäse/Quark mit Kartoffel oder Reis ab und zu anbieten.


Trockenfutter:

Stiftung Warentest, Test 11/2010: auch Frolic (100% complet) hat hier die Note 1,3 bekommen.

Ich persönlich würde sowohl Fertigfutter als auch Selbstzubereitetes füttern. Hier sind einige Futtermittel beschrieben:
- http://www.courtneys.de/Ernaehrung/Infos/infos.htm
- http://www.barf-fuer-hunde.de/gemueseliste-a-48.html

Letztlich kommt es auf die genaue Zusammensetzung des Futters an. Wichtig sind hier neben Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett und Vitaminen die Mineralien (u.a. Calcium, Kalium und Phosphor) aber auch Spurenelemente wie Kupfer und Zink. Diese Inhaltsstoffe sollten möglichst detailliert auf dem Etikett deklariert sein.

Es gibt Institute, die Berechnungen bzgl. der individuellen Fütterung durchführen und ausrechnen welche Zusatzstoffe man wie oft und in welcher Dosierung geben sollte.
Hier kann man diese Berechnungen durchführen lassen (und bestimmt auch noch mehr Infos bekommen):
-Institut für Tierernährung, Tierärztliche Hochschule Hannover
-Lehrstuhl für Tierernährung LMU München
(089 2180 78780), http://www.ernaehrung.vetmed.uni-muenchen.de/ http://www.ernaehrung.vetmed.uni-muenchen.de/service/ernaehrungsberatung/eb_hunde/index.html
-Institut für Tierernährung, Freie Universität Berlin
(030 838 52256)
- http://www.futtermedicus.de/ernaehrungsberatung.html, Dr. N. Dillitzer, 08141/347844,
Selbstkochen, Ergänzungen: Vitamin optimix cooking, Vitamin optimix sensitive
- http://www.praxis-tierernaehrung.com/index.php?option=com_content&view=article&id=31:durchfuehrung-der-beratung&catid=11:tieraerztlicheernaehrungsberatungfuerhunde&Itemid=55

Ich empfehle meinen Patienten in meiner Praxis Frau Dillitzer (futtermedicus) und habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Eine gewisse Abwechselung zwischen verschiedenem Futter ist durchaus sinnvoll (aber kein ständiger Wechsel, dies ist eher schädlich, da sich die Darmflora auf das gegebene Futter einstellt). Ein Futterwechsel sollte immer allmählich stattfinden. Wenn man immer nur das gleiche Futter füttert ist es schwierig bei Bedarf (z.B. Nierenerkrankung im Alter) eine neue Diät einzuführen.

Sehr gut bewährt haben sich zur Unterstützung der physiologischen Darmflora (und damit der Verdauung) der Zusatz von 1 Tl Joghurt oder auch von - je nach Größe des Hundes - 1/2 bis 2 Tl. Heilerde zum Futter

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

 

PS: hier noch ein paar Infos zum Leineziehen:

 

Hauptmaßnahmen sind, sobald der Hund beginnt zu ziehen:
- plötzliches stehen bleiben (mehr nicht, kein Kommentar, völliges Ignorierten des Hundes, auch seines Ziehens), bis der Hund zu Ihnen schaut (warum es denn nicht endlich weitergeht) und dabei nicht mehr an Leine zieht -> dafür dann sofort loben
- abrupter Richtungswechsel , dabei Hund kommentarlos in andere Richtung ziehen , Hund nicht beachten bis er (zufällig) neben Ihnen geht -> Fuß sagen und loben
Nähere Infos zu diesem Thema finden Sie hier:
- http://www.kirchenweb.at/chihuahua/hundeerziehung/leinenfuehrung.htm

Auch hier ist das Stehenbleiben und Weiteres als Methode gut erklärt:
...
Im Grunde ist es eine der einfachsten Übungen der Basiserziehung.

In der Sekunde, in der die Leine nicht mehr locker durchhängt bleibt man einfach stehen. Der Hund wird einen zunächst erstaunt ansehen und den Zusammenhang nicht erkennen. Nach einigen Sekunden geht man weiter um beim nächsten Ziehen erneut sofort stehen zu bleiben. Es wird nicht lange dauern, bis der Hund sein Ziehen mit dem Stehenbleiben verknüpft.

Nach wenigen Tagen wird ein entspanntes Gehen möglich sein. Wichtig ist, dass man immer sofort und ohne Ausnahme handelt um für den Hund einen logischen Zusammenhang herzustellen.

Der Lerneffekt ist folgender: Ich komme nur weiter, wenn die Leine durchhängt, ziehe ich zu etwas hin werde ich es nie erreichen. Manchen Hundebesitzern hilft es ein Kommando, beispielsweise ein „Langsam“ einzufügen – nötig ist es nicht.

Alternativ zum Stehenbleiben kann man auch einen plötzlichen Richtungswechsel durchführen, auch dies ist aber eher aus dem Bereich des „ Bei Fuß“ Gehens, da auch dies die Aufmerksamkeit verstärkt auf den Besitzer lenkt, ähnlich wie Leckerlis.

In hartnäckigen Fällen kann man die Methode des Stehenbleibens mit einem Kopfhalfter (Halti) kombinieren. Hier ist es wichtig den Hund zunächst einige Tage andas Tragen des Halfters zu gewöhnen und niemals mit Leinenrucken zu arbeiten.
....
aus: http://www.hundeseite.info/leinenfuehrigkeit

Eine gute Möglichkeit, die aber Platz erfordert, ist diese:

Ziehen an der Leine - sanft aber endgültig abgewöhnen!

Viele Hundebesitzer scheitern mit ihren Erziehungsversuchen bereits bei der sogenannten "Leinenführigkeit".
Eines der ersten Ziele zu Beginn der Erziehung sollte sein, dem Hund der sich allzu sehr ins Zeug legt,
das Kräfte zerrende, ungesunde Zerren an der Leine zu verleiden.


--------------------------------------------------------------------------------

Die häufig durch Hundetrainer und -vereine propagierten Leinenrucke und kräftiges ziehen am Halsband haben negative Auswirkungen auf die Halswirbelsäule, auf Luft und -Speiseröhre und können hier erhebliche Schäden verursachen.

Außerdem können Rückenbeschwerden hervorgerufen werden. Durch die vielfach leider sogar in manchen Hundeschulen immer noch angewendeten Stachel oder -Würgehalsbänder lernt der Hund nur, dass er einen brutalen Besitzer hat und auf einen Schmerz hin folgt instinktiv die Flucht nach vorne.

Daher sind derartige Methoden grundsätzlich als Tierquälerei abzulehnen, da auch angebliche "Erfolge" nur kurzzeitig sind. Wer möchte schon einen Hund, der nur aus Angst vor Schmerzen oder Strafe in Demutshaltung einigermaßen brav "bei Fuß" geht?

Kopfhalter sind zwar wirkungsvoll, jedoch nicht jedermanns Sache. Bei einem Geschirr verlagert sich der Druck beim Ziehen auf die Brustmuskeln und der Hund wird ebenso wenig wie zuvor bei Fuß gehen sondern weiterhin mit aller Kraft ziehen.

Die gewaltfreie Methode zur Leinenführigkeit: Der Hund soll den Weg des geringsten Wiederstandes an unserer Seite selbst finden!

Um ihm hierbei zu helfen, suchen wir eine Wiese oder einen leeren Parkplatz (oder ähnliches) auf und befestigen eine 5-10 m lange Leine am Halsband. Eine Rollleine ist ungeeignet, eine sogenannte dünne Feldleine nur bedingt geeignet. Die beste Lösung ist eine breite Leder oder -Nylonleine, wobei man notfalls auch mehrere "normale" Leinen aneinander befestigen kann.

Nun geht man 15-20 Schritte geradeaus und beachtet seinen Hund nicht. Er wird weder angesprochen, gerufen noch gelobt oder ähnliches. Man bleibt einen Moment stehen - der Hund wird den Besitzer vermutlich kaum beachten und weiterhin herumschnuppern. Dann geht man im Winkel von 90 Grad nach rechts weitere 20 Schritte. Das Schnuppern wird jäh unterbrochen und der Hund muss notgedrungen folgen.

Der leichte Ruck an der Leine wird nicht schmerzhaft, jedoch für den Hund unangenehm sein, da er ihn aus seiner Beschäftigung herausreißt.

Das wichtigste an dieser Übung: Es wird kein Wort gesprochen, völlig egal, wie sich der Hund Anfangs verhält, egal wie sehr er sich in der Leine verheddert! Er wird wortlos aus dem Gewirr befreit.

Auf diese Art und Weise geht man mehrmals ein Quadrat von 20 Schritten pro Seite im Uhrzeigersinn.

Wie wirkt diese Übung auf den Hund?

Solange der Hund nicht auf sein Herrchen/ Frauchen achtet, ruckt es leicht am Hals der er verwickelt sich in die Leine. Da er nicht geschimpft bekommt, merkt er, dass niemand auf ihn böse ist, dass auch niemand ihn strafen wollte sondern dass er selbst für diese Unannehmlichkeiten verantwortlich ist. Die logische- auch für einen Hund einfach nachzuvollziehende Lösung des Problems: Er alleine kann diesem Ruck also auch ausweichen und das lästige Sich-Verheddern vermeiden, indem er sich auf den Leinenführer konzentriert.

Der Hund lernt schnell aus seinen eigenen Fehlern und wird versuchen, diese zu vermeiden!

Die weitere Vorgehensweise: Je mehr der Hund auf den Halter achtet, desto kürzer wird die Leine gefasst. Die Aufmerksamkeit des Hundes wird lediglich aus den Augenwinkeln heraus kontrolliert. Nach wie vor wird nicht gesprochen, der Hund wird nicht ermahnt und nicht gerufen! Auch direkter Blickkontakt sollte vermieden werden.

Die Übungen sollten täglich 2-3 mal, niemals länger als 15 Minuten ausgeführt werden. Mit Welpen und Junghunden übt man aufgrund der geringeren Konzentrationsfähigkeit maximal 5-10 Minuten.

Nach einigen Tagen wird der Hund brav, selbstbewusst und ohne Angst neben seinem Führer gehen- intensiv darauf bedacht, dem Menschen von sich aus zu folgen.

Falls es später nochmals Rückfälle geben sollte, wird die Übung sofort wieder aufgefrischt und der Hund wird sich wieder daran erinnern, wie man ordentlich an der Leine geht.


Das Wichtigste in Kürze:

Gewalt, Zwang und Hilfsmittel wie Stachel oder -Würgehalsband sind unverantwortliche Tierquälerei

Der Hund soll von selbst lernen, wie man ordentlich an der Leine geht.

Die einzigen Hilfsmittel sind eine lange Leine, 3-4 mal täglich 10 Minuten und Geduld.

Das Training erfolgt völlig wortlos!
AUS : http://www.tierfreunde-straubing.de/ratgeber/verhalten/_ziehen_an_leine.htm


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