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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herrn, bei meinem Hund handelt es sich

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herrn,
bei meinem Hund handelt es sich um einen Labrador-Golden Retriever Mischling.
Ihm plagen fast täglich Ohrenschmerzen, und diese sind begleitet durch extrem starke Ausscheidungen aus den Ohren. Putzen die Ohren jeden Tag und am nächsten Morgen sind sie wieder ganz schwarz.
Waren schon bei versch. Tierärzten, und auch homöopathische Mittel probierten wir schon aus. Bei den Tierärzten gabs immer Ohrreiniger und versch. Salben.
Blutuntersuchung: Werte waren in Ordnung, doch Hund hat zu wenig Flüssigkeit.
seit einem 1/2Jahr gibts bei Fütterung ca.2liter Wasser am Tag dazu.
Es hat sich nichts verändert.
Wärend der Behandlung ist meist alles gut und nach Absetzung der Mittel, Salben oder dergleichen geht alles wieder von vorne los.

Gibt es vielleicht irgendwo in der Umgebung von Oberösterreich oder Bayern Hundespezialisten die schon ähnliche Fälle hatten?

nice greez
Robert & Benji
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

wurde schon ein Abstrich genommen und bakteriologisch (mit Resistenztest) und auf Pilzinfektion untersucht? Außerdem Untersuchung auf Allergie sowie Futtermittelallergie (Nutridexx, Ausschlußdiät)? Eine gute Adresse wäre sicher die Veterinärmedizinische Fakultät der Uni München, Dermatologie Kleintiere:

Dermatologie http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/einrichtungen/dermatologie/index.html

Fachgebiet Dermatologie

Liebe Tierbesitzer, liebe Tierärzte,

den Dermatologie- und Allergieservice in der jetzigen Form gibt es seit dem Sommer 2004. Wir bemühen uns, Ihnen an der Medizinischen Kleintierklinik eine effiziente und erfolgreiche dermatologische Betreuung ihres Tieres zu bieten. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über uns, unseren Service und unsere Studien, die momentan durchgeführt werden, um Erkenntnisse zu gewinnen, die unseren Patienten helfen können.

Dermatologie-Sprechstunde der Medizinischen Kleintierklinik

Montag9:00 - 13:00 Uhr
Dienstag9:00 - 13:00 Uhr
Mittwoch9:00 - 13:00 Uhr
Donnerstag9:00 - 13:00 Uhr
Freitag9:00 - 13:00 Uhr
Terminabsprache unter:E-Mail schicken anXXX@XXXXXX.XXX E-Mail

Team

Folgende Ursachen führen in der Regel zu Ohrentzündungen:
-Parasiten, Bakterien oder Pilze (Diagnose durch Reinschauen ins Ohr mit Otoskop und Untersuchung einer Tupferprobe mikroskopisch und im Labor)
- Entzündungen durch Immunstörungen bedingt (Allergien, auch Futtermittelallergien).

Übelriechend sind die Ohren sowohl bei Bakterien (oft eitriger Ausfluss, teilweise auch Mittel- und Innenohrentzündung, dann Antibiotikum erforderlich) als auch bei Hefepilzerkrankungen (Mallassezien).

Bitte stellen Sie Ihren Hund baldmöglichst einem Tierarzt vor, damit dieser einen Abstrich (zur bakteriologischen und mykologischen Untersuchung) und evtl. eine Blutuntersuchung (auch zur Feststellung / zum Ausschluss einer Allergie) machen kann.

Folgendes könnten Sie wie bisher unterstützend tun:
- Ohr reinigen mit Ohrreiniger (Dreck rausschütteln lassen; insbesondere bei alkoholischen Reinigern sollte das Trommelfell in Takt sein)
-Kombinationspräparat (möglichst erst nach tierärztlicher Untersuchung!): z.B. Surolan, Panolog, Aurizon (enthalten alle Antibiotikum, Antimykotikum; einige kennen Sie ja bereits)
-Falls Allergie: Futterumstellung zur Senkung der Reizschwelle,
--Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten z.B. Pferdefleisch und Kartoffel
--Fertigfutter: gut ist oft das Futter zd-ultra der Firma Hills
--alle Diäten müssen mindestens 4, manchmal aber auch 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden
-Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B.Vitamin-B-Komplex-ratiopharm, VMP-Tabletten, Pfizer, dieses Mitel nicht bei Diätfüttterung)
-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt)
-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel im Ohr durch die Gabe von 3x tgl. Calendula D2 und 2x tgl. Sulfur D6 unterstützen (je 5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette), gegen den Juckreiz kann man Cardiospermum D3 3x täglich geben, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein. Mittelfristig wäre auch die Gabe des homöpathischen Konstitutionsmittels sinnvoll.
-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Aurisan (plantavet, u.a Thymianöl-enthaltender Ohrenbalsam), zur entsprechenden Ohrenreinigung ist Auriclean geeignet
Man kann auch verdünnte Calendulatinktur verwenden
-Propolispräparate

-Falls Erreger ausgeschlossen/behandelt sind und mit Futterumstellung, Homöopathie und Phytotherapie kein Erfolg erzielt wurde, eignet sich zur Behandlung einer Allergie das Mittel Atopica (Novartis), das längerfristig besser verträglich ist als Cortison

-Als letzte Möglichkeit (v.a. bei sehr stark zugeschwollenen Gehörgängen) kommen operative Verfahren in Frage, bei denen ein Teil des Ohrknorpels entfernt wird mit der Folge einer besseren Belüftung und Zugänglichkeit des Gehörganges.


Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

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