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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Unser Schäfer-/Colliemischling, 10 Jahre, 33 kg, leidet seit

Kundenfrage

Unser Schäfer-/Colliemischling, 10 Jahre, 33 kg, leidet seit über 1 Jahr an einer bakteriellen Entzüngung am Unterbauch, die nach Aussage unseres Tierarztes durch Grasmilben ausgelöst wurde. Eine Behandlung (nach Abstrich) mit Antibiotika und Cortison brachte bisher keinen Erfolg. Die Beschwerden äußern sich für den Hund durch einen starken Juckreiz und für uns durch einen üblen Geruch. Ist hier vielleicht eine homöopatische Behandlung mit Schüsslersalzen möglich und wenn ja, wie sind diese beim Hund zu dosieren. Im Voraus danke.

Volker Kersting
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

folgende Ursachen kommen für den starken Juckreiz - neben Grasmilben (womit wurden diese denn behandelt?) -Ihres Hundes insbesondere in Frage:

-andere Hautparasiten (v.a. Flöhe, andere Milben (besonders heftiger Juckreiz bei Sarcoptesmilbe), seltener Läuse, Haarlinge (man sieht viele kleine "Schuppen"); Diagnose durch Hautgeschabsel (mikroskopische Untersuchung von ein wenig mit Skalpell abgeschabter oberer Hautschicht, hat Ihr Tierarzt ein Hautgeschabsel gemacht?) oder "diagnostische Therapie" z. B. mit stronghold (pfizer) oder advocate (Bayer), wirken gegen Milben, Haarlinge, Läuse und Flöhe. Möglich ist auch eine Demodikose (Infektion mit Demodexmilben, die v.a. bei sekundärer bakterieller Besiedlung auch zu heftigem Juckereiz führen kann, aber eher bei jüngeren Hunden vorkommend), Diagnose ebenfalls mit Hautgeschabsel, zur Therapie muß advocate hier aber wöchentlich gegeben werden (Die Demodikose ist eine sehr hartnäckige schwere Erkrankung, es gibt aber auch noch andere Mittel, Waschungen etc.).

-bakterielle (oft stark riechende, manchmal eitrige, stinkende) Hautentzündungen (Diagnose durch Abstrich, oft Antibiose erforderlich, so wie bei Ihrem Hund schon erfolgt) Welche Bakterien wurden denn gefunden? Welche Antibiotika gegeben? Wirksam ist oft das 2-Wochen-Antibiotikum convenia (ein Cephalosporin der 3. Generation).

-Allergie (z.B. Pflanzen, Hausstaubmilben...) es gibt Bluttests zur Diagnose, evtl. spätere Hyposensibilisierung durch Injektionen,

-Futtermittelallergie (kann Reizschwelle für Jucken erniedrigen, Wirkung einer Diät merkt man oft erst nach bis zu 8-10 Wochen und darf nichts anderes füttern, s.u.),

- Autoimmunerkrankungen (sehr selten)

-Hautpilz (Diagnose durch Abstrich, primär meist nicht so starker Juckreiz, bei sekundärer zusätzlicher Besiedelung mit Bakterien und Mallassezien (Hefepilze) aber schon, manchmal schuppiges Zentrum, roter Ring)

- Stoffwechsel- oder Organkrankheiten (meist entsprechende weitere Symptome, evtl. Butuntersuchung - incl. Schilddrüse! - machen lassen, Schilddrüsenprobleme führen relativ oft zu Hautproblemen)

- starke psychische Probleme (Überspungshandlung), hat sich irgend etwas im Umfeld verändert?

Als erstes würde ich baldmöglichst zunächst noch mal auf Hautparasiten untersuchen bzw. behandeln lassen. Außerdem bitte die Analbeutel kontrollieren lassen (Angestautes Sekret kann in manchen Fällen eine Allergie verstärken). Eine Untersuchung auf Bakterien und Pilze sollte anschließend ebenfalls erfolgen.

Unterstützend könnten folgende Maßnahmen helfen:
Shampoonieren der Haut mit veterinärmedizinischen Shampoos:
-Malacep-Shampoo (cp-pharma), falls ein Hefepilzbefall (Malassezien, Tierarzt fragen) vorliegt
-ansonsten z.B. Clorexyderm-Shampoo (ani-medica), stark reinigend, bakterienreduzierend
-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma), auf besonders wunde Stellen Vunoplant (Plantavet)
-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von 3x tgl. Silicea D6 (Schüsslersalz Nr.11) unterstützen; gegen Juckreiz hilft oft das homöopathische Mittel Cardiospermum D3 3x tgl.;, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein (v.a. bei Allergie). Mittelfristig wäre auch die Gabe des homöopathischen Konstitutionsmittels sinnvoll .
- Bachblüten-Rescue Tropfen 1x tgl. 3 Tropfen (allgemein beruhigend)
-Futterumstellung: zur Senkung der Reizschwelle; Besonders gut ist:
---Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten,
---das Futter zd-ultra der Firma Hills)
Alle Diäten müssen 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden

- evtl. Ringförmiger Halskragen aus Schaumstoff, der mit Leder umhüllt ist (z.B. Rebopharm „Tierkragen") statt den üblichen Trichtern; falls er dort mit der Hinterpfote kratzen kann: auf der "Kratzseite" Socke oder Hundeschuh anziehen

-Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B. Viamin-B-Komplex-ratiopharm) für 4 Wochen
-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt)

Antihistaminika wirken bei Hunden meist nicht ausreichend (kann man aber ausprobieren). Dimetinden (Fenistil) wird in einer Dosierung von etwa 1mg/kg 2x tgl. gegeben (Dosierungsempfehlungen reichen von 0,2mg/kg bis 2mg/kg 2x tgl, Nebenwirkungen : Verdauungsstörungen möglich).

Falls infektiöse Ursachen ausgeschlossen bzw. behandelt sind und die oben genannten Maßnahmen ohne Erfolg bleiben sollten, hilft gegen eine Allergie oft auch das Mittel Atopica (Novartis) gut (langristig meistens besser verträglich als Cortison, gibt´s beim Tierarzt)

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

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Freundliche Grüße,

Udo Kind